Wichtigstes Kaufkriterium bei Gefriergeräten: der Stromverbrauch?

Große Gefrierschränke und Truhen sind immer Stromfresser. Man muss bedenken, dass Sie 24 Stunden am Tag laufen. Umso wichtiger ist es, ein Gerät mit möglichst niedrigem Energieverbrauch zu kaufen, könnte man zumindest meinen. Die sparsamsten Geräte im Test verbrauchen nur 0,15 kWh auf 100 l Nutzinhalt. Die günstigen Gefriergeräte verbrauchen in der Regel deutlich mehr. Der Test hat ergeben, dass billige Gefriergeräte leider häufig einen höheren Energieverbrauch haben. Vom Kauf ist aber trotzdem nicht unbedingt abzuraten. Interessant ist die Rechnung, die die Tester aufmachen. Denn um den Preisunterschied zwischen einem billigen und einem teuren Gerät über die niedrigeren Stromkosten herauszubekommen, muss das Gerät lange betrieben werden. Erst nach etwa 15 Jahren wird das billigere Gerät teurer als der Testsieger. Um das zu verdeutlichen, vergleichen wir zwei Geräte aus dem Test von Stiftung Warentest:

  • Der am schlechtesten getestete Gefrierschrank im Test ist ein Gerät der Marke Exquisit. Das Gerät kostet nur 200 Euro.
    Nach 15 Jahren Nutzung summieren sich Stromkosten und Kaufpreis auf 1000 Euro.
  • Zum Vergleich der Gesamt-Testsieger von Miele F 12020 S (ein kleiner Gefrierschrank mit 80 Litern), er kostet 500 Euro. Nach 15 Jahren kommen wir bei diesem Modell auf einen Gesamtpreis (Stromkosten plus Kaufpreis) von 950 Euro.

Fazit: Das Gerät von Miele verbraucht zwar effektiv wirklich sehr viel weniger Strom und ist damit besser für die Umwelt. Viel günstiger wird es aber leider nicht. Denn der Kaufpreis ist mehr als doppelt so hoch. Nach 15 Jahren können wir eine kleine Ersparnis von 50 Euro verzeichnen. Die Frage ist hierbei, wie lange die Geräte betrieben werden. 15 Jahre ist eine lange Lebensdauer für ein Gefriergerät. Wer weiß, wie sich die Technologie entwickelt und was es in 10-15 Jahren auf dem Markt gibt? Vielleicht kaufen Sie längst vorher ein neues Gerät? Es ist zumindest möglich!

Trotzdem ist der Testsieger von Miele empfehlenswert, denn er hat natürlich noch einige weitere Vorzüge. Es ist allerdings ein kleines Modell mit nur 80 Litern, zu den besten großen Gefriergeräten später mehr. Dieser Vergleich zeigt aber, dass es auch Argumente für ein günstiges Gefriergerät geben kann.

Stromverbrauch relativ zum Kaufpreis betrachten

Der Stromverbrauch alleine ist also noch nicht aussagekräftig und für die Kaufentscheidung hilfreich. Ob es nun das Energielabel A+ oder A++ ist, macht nur einen geringen Unterschied. Bei ähnlichem Kaufpreis sollten Sie natürlich das sparsamere Modell bevorzugen. Ist die Preisdifferenz allerdings so groß wie im oben genannten Beispiel, hilft es nur, genau nachzurechnen.

Die großen Testsieger im Test von Stiftung Warentest

Im Test wurden 23 Gefriergeräten untersucht, darunter auch große Gefrierschränke und Gefriertruhen.
Das am besten bewertete große Modell mit einem Gebrauchsvolumen von 250 l ist der der Liebherr Premium GNP 3666-20.

Mit einem Fassungsvermögen von 150 l deutlich kleiner aber ebenfalls sehr gut ist der Siemens GS26PE00. Das Modell gibt es aber auch in größer (323 Liter), die Bezeichnung ist Siemens GS54NAW40.

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