Reizüberflutung

Handys, Fernsehen und Computer – ein unkontrollierter Umgang mit diesen Medien ist schlecht. Kinder sollten in unserer schnelllebigen Zeit vor Reizüberflutung geschützt werden.


Eltern als Kumpel

Besonders in der pubertären Lebensphase ist es wichtig, dass Kinder in der Gesellschaft ihren eigenen Platz finden und sich den Eltern gegenüber abgrenzen. Wenn die Eltern allerdings zu kumpelhaft sind, wird das Kind auf seinem Weg in ein selbständiges und unabhängiges Leben behindert.

Kinder-Konkurrenz

Kinder lassen sich nicht vergleichen. Jedes Kind ist individuell und der Entwicklungsfahrplan der Einzelnen sowieso. Beim Vergleich mit anderen Kindern wird meistens nur den Fokus auf etwas gesetzt, was das Kind gerade noch nicht kann, statt seine bestehenden Fähigkeiten zu stärken.


Schlechtes Vorbild
Wer das Gegenteil von dem vorlebt, was er seinem Kind "predigt", wird damit nicht erfolgreich sein. Und Eltern, die auf jeden Fall ein gutes Vorbild abgeben wollen, wirken gekünstelt und das durchschauen Kinder sehr schnell. Deshalb: Als gutes Vorbild muss man nicht unbedingt perfekt sein.

 

Elternzeit

Elternzeit (Bild: Skley / Flickr)

Disziplin ist ungeeignet

Immer mehr Eltern lassen sich in Sachen Kindererziehung beraten. Laut Statistischem Bundesamt sind die Beratungen in den letzten Jahren um 30 Prozent gestiegen. Wie schwierig und anstrengend Kindererziehung sein kann wissen, das wissen die Eltern und fühlen sich oft sehr hilflos dabei. Besonders, wenn sie das Gefühl haben, alles Mögliche versucht zu haben und dann doch am Ende ihres Lateins sind. Da wird schon mal überlegt, ob man bei der Erziehung der Kinder vielleicht mehr Strenge walten lassen, mehr Grenzen aufzeigen und auch die eine oder andere Strafe aussprechen sollte.


Andererseits löst gnadenloses Gehorchen allein auch keine Probleme in der Kindererziehung und daher stellt sich schon mal die Frage: Wieviel Disziplin brauchen die Kinder heute in der Erziehung? Pädagogen vertreten dabei eine klare Position. Lernt ein Kind nur das Gehorchen, bleiben Kreativität, selbstständiges Denken und Handeln sowie Teamfähigkeit auf der Strecke. Vor allem aber könnte das Vertrauen verloren gehen. Setzt man das Gehorchen und Disziplin kurzfristig ein, mag es Erfolg versprechen, langfristig jedoch verliert das eingeschüchterte Kind das Vertrauen in die Eltern. Sollten also Gehorsam das Maß der Singe sein, leidet die Beziehung Kind und Eltern und es ist schwer diesen Schaden wieder zu reparieren. Im Übrigen: Je älter das Kind wird, umso weniger wird es gehorchen.


Damit Kinder lernen und begreifen – so sind sich die Pädagogen einig – ist Disziplin kein gutes erzieherisches Mittel. Auch Hirnforscher haben in Studien nachgewiesen, dass weder Strenge noch Disziplin positiven Einfluss auf Kinder haben. So sollen Kinder besonders dann gut lernen, wenn sie keine Angst vor Strafen haben und glücklich sind. Eigentlich kann das jede Mutter und jeder Vater selbst beobachten. Denn genau diesen Eindruck machen Kinder, wenn sie versunken und konzentriert beispielsweise an einer Lego-Landschaft bauen. Da ist kein Druck, da wird von Seiten der Eltern nichts verlangt und die Freude am Spielen und Lernen ist entfacht. Da kommt selbst gestalterische Lust sowie Kreativität auf und lässt die kleinen Bastler oft auf eigene Ideen der Gestaltung kommen. Kein Wunder, denn wenn Kinder mit Spaß und Freude spielend lernen, aufnahmebereit sind und vielleicht auch scheitern, werden Sie es einfach noch einmal versuchen. So funktioniert das nur, wenn Kinder angstfrei sind und in einem Gefühl der Geborgen- und Vertrautheit leben. Lernen die Kinder lustvoll, dann bilden sich im Gehirn Strukturen mit denen es möglich ist, Probleme im Leben konstruktiv und kreativ zu lösen. Druck, Furcht und Angst würden den Vorgang nur stören.

Autor seit 1 Jahr
5 Seiten
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