Die Geschichte der Flipflops

Bereits die ersten Ägypter sollen um 4.000 vor Christus in der Urform der Zehenstegsandale durch die Wüstenstädte entlang des Nils gelaufen sein, Jesus wird sie getragen haben. Sie war aus unterschiedlichen Materialien von Leder, Sisal oder Stroh von den Massai bis zu den Japanern und Chinesen bekannt, ebenso bei den Griechen und Römern.

Amerikanische Soldaten brachten neuere Modelle nach dem 2. Weltkrieg aus Japan in die USA. In den fünfziger Jahren wurden sie als Badeschlappen populär, in den sechziger integrierte man sie in den kalifornischen Lebensstil der Surfer und Strandfans. Die Beachboys lassen hier grüßen.

Die Hippies begeisterten sich ebenso für lederne Sandalen – Freiheit für die Füße. Legendär ist der Text "Roman sandals won't be seen" aus dem Song "Okie from Muskokee" als kleiner Seitenhieb an die damaligen Hippies, dass ein anständiger Cowboy selbstverständlich Stiefel trägt. Ebenfalls Bob Dylan merkte in seinem "Subterranean Homesick Blues"an: "Don't wear sandals. Try to avoid the scandals.”

Partyfein mit Strass
Havaianas Slim

Havaianas, Flip-Flop oder Flipflop?

Als Havaianas wurden die ersten brasilianischen Badeschuhe im Jahre 1962 produziert. Die stabilen Plastikmodelle, die es entweder in schwarz mit weißen Riemchen oder weiß mit schwarzen Riemchen gab, waren der Renner. Sie hielten jeden tropischen Regenguss aus, benötigten keine Lederpflege und auch Menschen in den Favelas konnten sie sich leisten. Aus den Schlappen der Armen wurde ein gefragtes Modeprodukt, als die Farbvielfalt und die Modelle sich erweiterten.

Der Name Flip-Flop wurde in Deutschland in 1997 von der Triathletin Stefanie Schulze beim Marken- und Patentamt registriert.

Flipflop ist der englischsprachige Oberbegriff für diese Badeschuhe aus Kunststoff.

Flipflops als Wandbehang in einem Shack / einer Bar
Flipflops als Urlaubssynonym

Flipflops als Urlaubssynonym (Bild: Reisefieber)

Was sind Flipflops genau?

Als Flipflops werden Zehenstegschuhe aus flachem Kunststoff ohne Absatz bezeichnet. Ihre Herstellung ist recht einfach, da sie in der Regel aus einer flachen Sohle mit einem Halteriemen bestehen, der durch ein Loch befestigt wird. Sie werden preiswert in Massen in Asien produziert. Modelle aus anderen Materialien wie z.B. Leder oder Stoff sind streng genommen keine Flipflops, sondern Zehentrennersandalen.

Havaianas als Modeaccessoires

Im Sommer passen sie gut zu kurzen Hosen und Röcken. Schick sind die Zehentrennersandalen auch zu Jeans bzw. Caprihosen bzw. 7/8-Hosen. Neu ist die Variante mit einem Fesselbändchen, das zusätzlichen Halt gibt.

 

 

 

Zehenstegsandalen

Als Dianette oder Zehentrennersandale sind sie in Leder oder Stoff mit hübschen Verzierungen wie Blumen, Muscheln oder buntem Stoffriemen auch mal stadtfein. Ein Fußbett oder eine weiche Velourledersohle verwöhnt die Füße.

Ob Flip-Flop, Havaiana oder Zehentrenner - die Schuhe sollten nicht täglich getragen werden. Modelle ohne Fußbett sind langfristig nicht gut für die Fußgesundheit. Für längere Fußmärsche oder ganze Tage sind sie nicht gedacht. Die Belastung auf die Zehenmuskulatur sowie die Beine ist groß. Die Zehen krallen sich förmlich in den Schuh und der Fuß kann nicht abrollen. Genau wie High-Heels können sie Hüft- und Rückenprobleme bewirken. Man sollte nach ein paar Stunden die Schuhe wieder wechseln.

Achten Sie beim Kauf darauf:

  • die Schuhe sollten groß genug sein
  • die dürfen nicht zwischen den Zehen drücken
  • die Sohle sollte dick und stabil sein
  • die Ränder darf man nicht verbiegen können

Upcycling von Flipflops - Sozialprojekt und Umweltschutz

In Kenia werden die an den Stränden gesammelten Flipflops wiederverwertet. Sie werden von kenianischen Künstlern von Ocean Sole gereinigt und gebürstet und zu Tierchen verarbeitet. Die Künstler stammen aus den kenianischen Slums. Dies gibt den Menschen vor Ort Arbeit und soll auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen.

Eine gute Sache! In Europa kann man die Tierchen bei Upcycling Deluxe in Berlin bestellen. Ocean Sole wurde 1997 von der Meeresschützerin Julie Church gegründet.

Recycelte Kunst aus Flip Flops
Reisefieber, am 14.03.2014
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Bildquelle:
Reisefieber / Alkoholfreier Cocktail (Kostenlose Rezepte für Cocktails ohne Alkohol)

Autor seit 3 Jahren
164 Seiten
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