„Hals und Beinbruch!“ – wenn Schutzengel nicht mehr nachkommen …

Berge, Schnee, blauer Himmel und endlose Pisten – die Südtiroler Dolomiten gelten als eine der beliebtesten Wintersportdestinationen schlechthin. Namhafte Skigebiete wie die Plose oder der Kronplatz wirken wie gigantische Magneten auf urlaubsreife Ski- und Snowboardfans. In Scharen sammeln sich die Menschen aus aller Welt vor den Aufstiegsanlagen, um mindesten eine Woche lang ihrem Hobby zu frönen. Oben auf dem Berg ist die Vorfreude auf eine rasante Abfahrt greifbar. Man wünscht sich noch ein fröhliches "Hals und Beinbruch!" und schon geht es mit Vollgas den Hang hinunter. Dass der alpine Wintersport zu den verletzungsreichsten Sportarten überhaupt zählt, weiß zwar jeder. Doch wenn etwas passiert, dann eh den anderen, oder? Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und ein völlig falsches Modebewusstsein ("Helme sind uncool und nur was für Anfänger!") führen dann jedes Jahr zu Tausenden Unfällen. Diese spielen sich zudem nicht nur auf den Skipisten ab. Viele meinen, dass Rodeln eher Kindersache ist und somit wenig risikobehaftet. Falsch! Auch hier kann ein Helm Leben retten – besonders bei Kindern! Durchschnittlich 6000 Kopfverletzungen jährlich sind eine erschreckende Bilanz – von anderen Knochenbrüchen ganz zu schweigen.

In Italien und in Österreich gilt eine Helmpflicht für alle Skifahrer unter 14 Jahren. Gut, aber für viele Bergretter und Notärzte noch nicht gut genug. Circa 80 % der Kopfverletzungen hätten durch eine allgemeine Helmpflicht auf den Pisten vermieden werden können. Bei den meisten Kopfverletzungen, die in den Kliniken rund um die Skiregionen versorgt werden, handelt es sich um Schädel-Hirn-Verletzungen, die ohne weiteres zum Tod führen können. Schön ist anders!

 

Helmpflicht = 80% weniger Kopfverletzungen

Positiv anzumerken ist aber das wachsende Bewusstsein vieler Winterurlauber. Der Helm wird mehr und mehr "salonfähig". In der Schweiz gilt zwar keine Helmpflicht, weist aber dank gelungener Kampagnen die höchste Tragequote auf. In Südtirol führt die Polizei Helmkontrollen auf den Pisten durch. Bei Nichteinhaltung droht eine Strafe von bis zu 200 Euro und Entzug des Skipasses!

Der Skihelm – kleine Schale mit großer Wirkung!

Es ist also wieder so weit! Auf zum Skiurlaub mit der ganzen Familie. Wohin die Reise geht, ist im Grunde gleich! Ob es ein Winterurlaub in den Dolomiten im Feriendorf Hochpustertal ist oder man die Österreicher Alpen erleben möchte – Hauptsache man gestaltet sein Freizeitvergnügen so sicher wie möglich. Neben den Skiern, Snowboards und Schlitten sollte auch jeder einen passenden Skihelm im Gepäck haben. "Passend" ist hier das Schlüsselwort! Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass der Helm optimal sitzt. Ein locker sitzender, aber dafür farblich wunderschöner Skihelm bringt bei einem Unfall sehr wenig. Also eher ein paar Euro mehr für den optimalen Helm ausgeben und dafür mit einem sicheren Gefühl jeden Pistenkilometer genießen.

Danke für die Fotos!

photo credit: Meyer Felix via photopin cc

Autor seit 5 Jahren
135 Seiten
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