Arctic Fancy (Bild: Sabine Wolfram)

Der neue Standort

Die Vorbereitungen sind recht einfach. Zuerst muss ein neuer Standort gesucht werden. Zwar wird immer wieder bei vielen Stauden auf sonnige Plätze im Garten verwiesen. Aber auch im Halbschatten kann man sie pflegen. Die Blüte setzt dabei nur zwei bis drei Wochen später ein. Was für die meisten Kleingärtner kein Problem darstellt.
Die Pflanzstelle wird gut aufgelockert. Eventuell auch noch frische Komposterde unter die vorhandene Erde mischen. Das ist aber nur erforderlich, wenn an dieser Stelle vorher andere Pflanzen standen. Das Pflanzloch braucht man erst ausheben, wenn man weiß wie viel Platz man wirklich benötigt.

Vorhandene Stauden verjüngen

Nach einigen Jahren am selben Standort sollten Stauden verjüngt werden. Spätestens wenn sich bei den Pflanzen weniger Blüten gezeigt haben, ist es Zeit zu handeln. Auch wenn die Büsche, wie zum Beispiel bei der Pfingstrose einfach zu groß werden, sollte man die Pflanze teilen und damit verjüngen. Das geht recht einfach, da man nur die vorhandene Staude ausgräbt. Man sollte sich dabei nicht von dem oberen Grün täuschen lassen. Die Wurzeln können sich schon um die Pflanze ausgebreitet haben und natürlich auch in die Tiefe.

Bei Flachwurzlern, wie der Schwertlilie, benötigt man nur ein scharfes Messer um den sogenannten Horst zu teilen. Danach ein bis zwei Tage liegen lassen, damit die Schnittstelle etwas abtrocknen kann. Dies verhindert, dass schädliche Bakterien oder Keime dort in die Pflanze gelangen und sie damit zerstören können.

Bei Tiefwurzlern, wozu auch die Pfingstrose gehört, benötigt man schon Kraft und den Spaten, damit der Wurzelstock geteilt werden kann. Auch hier ist es gut, wenn man die Schnittstellen etwas abtrocknen lässt. Danach werden die Pflanzen am neuen Standort eingesetzt. Allerdings sollte man nur mäßig wässern, damit die Wurzel nicht durch zu viel Nässe der Fäulnis preis gegeben wird.

Neue Pflanzen setzen

Im Herbst kauft man sich auch neue Stauden oder bekommt sie von Gartennachbarn geschenkt. Gekaufte Pflanzen sind meist im Topf und können sofort eingepflanzt werden. Dabei wird der Wurzelballen aus dem Topf entnommen und in das Pflanzloch gesetzt. Die Erdoberfläche vom Beet sollte mit der Erdoberfläche vom Wurzelballen abschließen.
Bei Stauden, welche man geschenkt bekam, gilt wieder, dass man die Schnittstelle abtrocknen lässt. Danach können sie wie oben beschrieben eingepflanzt werden. Nun gilt es noch vor dem Winter das Grün von den Pflanzen zu entfernen. Vor extremem Frost kann man die Pflanzen noch mit Zweigen schützen, welche einfach darüber gelegt werden. Darüber noch eine Schicht Laub und die Pflanzen werden den Winter gut überstehen. Auf das Anhäufeln von Erde sollte man dabei verzichten.

Ein Ratschlag zum Schluss

Pflanzen, welche aus privatem Besitz stammen, wachsen oftmals besser im eigenen Garten, als gekaufte Waren. Und viele Kleingärtner freuen sich einfach darüber, wenn man um ein Stück von einer Staude bittet und sind auch gerne zu Tauschgeschäften bereit. Das spart nicht nur Geld, sondern fördert auch die Nachbarschaft.

Autor seit 5 Jahren
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