Die Steinkirche

Von Scharzfeld aus sehen Sie direkt auf den historischer Steinberg, auf dem sich die Steinkirche auf einem Plateau befindet. Um die Steinkirche zu erreichen gehen Sie, vom Dorf aus, einen leicht gewundenen Pfad hinauf. Nach 10 bis 15 Minuten haben Sie Ihr Ziel erreicht. Verweilen Sie auf einen der Bänke, und lassen die farbenfrohe Landschaft auf sich wirken.

Die Steinkirche

Die Steinkirche (Bild: B.Wollrabe)

Eine historische Kulturstätte

Die Steinkirche ist eine historische und interessanteste Kulturstätte im Harz.

Die geschätzte 10 000 Jahre alte Karst-Höhle diente als Zufluchtsort der Kirche im Mittelalter. Gut erhalten sind die Kanzel, das Taufbecken und der Altarplatz. Direkt am Eingang der Höhle befindet sich ein Schacht, von dem gesagt wurde, dass dieser Schacht ein Fluchtweg  zu einem Kloster im 5 Km entfernten in Pöhlde war. Das Kloster wurde 950 erbaut und 1525 gesprengt. Auf den Grundmauern wurde 1668 die noch heute erhaltene Kirche gebaut.

Um den Schacht genauer zu erkunden, wurden 1997 nach 18 m Tiefe neue, natürliche Abzweigungen gefunden. Die gesamten Höhlengänge sind noch nicht erforscht. Bei Ausgrabungen wurde entdeckt, dass in früherer Zeit die Rentierjäger in der geschützten Höhle ihr Lager aufschlugen. 

Anstieg vom Bahnhof (Bild: B.Wollrabe)

Ausgrabungen

Bei Ausgrabungen 1925 wurden Münzen gefunden, die den Zeitraum von 10000 v. Chr. und älter der Steinkirche bestimmen. Entdeckt wurden weitere Gegenstände. Armbrustbolzen, Gürtelschnallen, Schmuck, Knochennadeln und Tierknochen. Aufgrund der Gebrauchsgegenstände und Gefäßscherben konnten Rückschlüsse auf das Leben und der Zeit gezogen werden. Ausgewertete Fundamentreste beweisen, dass der Höhleneingang in der damaligen Zeit mit einem Holztor verschlossen war. Vor dem Höhleneingang war ein Friedhof. Wie Knochenfunde beweisen, wurden die Menschen in Holzsärgen beigesetzt. In dieser Zeit war die Karsthöhle eine große Felsanlage.

Karstrundweg

Karstrundweg (Bild: B.Wollrabe)

Das Osterfest

Jährlich zum Osterfest lockt das traditionelle Osterfeuer Gäste und Einheimische an. Eine Augenweide und ein Erlebnis besonderer Art sind die vielen kleinen und große Feuer, die auf dem Steinberg am ersten Osternabend brennen. Lassen sich dieses Spektakel nicht entgehen. 

Jeder Gast ist in Scharzfeld herzlich willkommen. Individuell für jeden Gast, sind Unterkünfte  ausreichend vorhanden. In einer kleinen Pension, Privat oder im Hotel. Kinder sind gern gesehene Gäste. Gesellige Events, wie Theaterabende, sind ebenso abwechslungsreich wie die hervorragende Küche.  

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Durch den Wald (Bild: B.Wollrabe)

Ein Teil der Burgruine
Die Burgruine

Die Burgruine (Bild: B. Wollrabe)

Die Burgruine

Um zu der mittelalterlichen Burgruine zu gelangen, wandern Sie von der Steinkirche weiter durch den Wald den ausgeschilderten Pfaden entlang. Sie erreichen Ihr Ziel nach 1,5 Km. Eine andere Möglichkeit um zur Burgruine zu gelangen ist vom Ortsausgang aus, gegenüber dem ehemaligen Bahnhof. Dieser Weg geht stetig leicht bergauf. Bei mäßigem Tempo gehen Sie 30 bis 40 Minuten. Dort angekommen versetzt Sie der Anblick der restaurierten Burgruine zurück in das Mittelalter und lässt Sie die kleinen Strapazen vom Aufstieg vergessen. Die Burgruine ist ein sehenswerter, romantischer Ort und lädt zum längeren verweilen ein.

In ihrem Bann gefangen, vergessen Sie die Zeit. Lassen Sie sich von diesen romantischen Ort verzaubern, und träumen Sie von mittelalterlichen Zeiten, von Rittern und ihren Burgfräulein.

Wandern durch den Wald zur Burgruine

Im Wald (Bild: B.EWollrabe)

Im Wald gibt viel zu sehen

Ein Parasolpilz

Die Burgruine, auf einem Dolomitfelsen erbaut, ist eine Befestigungsanlage, die wahrscheinlich im Jahre 1000 n. Chr. erbaut wurde. Urkundlich erwähnt wurde die Burg erst im Jahr 1131. Über eine neu befestigte Außentreppe können Sie bis zum Plateau hinauf gehen und die gut erhaltenen Wehrtürme und Teile der Wehrmauer begehen. Sie werden mit einen fantastischem Ausblick auf die umliegenden Dörfer belohnt. Gut zu erkennen ist das Gefängnis, das im 17. Jahrhundert als Staatsgefängnis benutzt wurde. Nach vielen geschichtlichen Ereignissen, wurde die Burg 1761 durch die Franzosen vernichtet. Es wurde kein Versuch unternommen die Burg neu zu errichten. Auf dem Vorplatz, der früheren Vorburg, befindet sich heute eine Gaststätte, wo Sie nach diesem Zwischenstopp, gestärkt von Kaffee und Kuchen, oder einem deftigen Mittagessen, weiter wandern zur Einhörnhöhle.

Die Außentreppe (Bild: B.Wollrabe)

Die Ruine als Kletterwand

Umrunden Sie die Burg, und vielleicht sehen Sie Kletterkünstler, die an der Nordseite der Burg, an der steilen Felswand üben. Die natürliche Kletterwand wird auch überregional genutzt. Aus Naturschutzgründen wird beim Brüten verschiedener Vögel ein Kletterverbot ausgesprochen.

Das Einhorn vor der Höle
Das Einhorn

Das Einhorn (Bild: B.Wollrabe)

Die Einhornhöhle

Weiter geht es zur Einhornhöhle. Eine der großen Karsthöhlen im Harz und eine bedeutete Kulurtstätte in Niedersachsen. Die Einhornhöhle, Bärenhöhle genannt, ist eine natürliche Höhle, die Menschen und Tiere in früherer Zeit bewohnten. Archäologen entdeckten, dass diese Höhle vor über 3 Millionen Jahren entstanden ist, und vor 10 000 Jahren bewohnt wurde. Zeugnisse aus der Vergangenheit beweisen durch viele Knochenfunde, dass Menschen und Höhlenbären in dieser Höhle ihre Unterkunft hatten. 

Für Interessierte ist ein kleines Museum ist zu besichtigen und vielerlei Informationen  liegen bereit. Innerhalb der Baude sind ausreichend Sitzplätze vorhanden und für das leibliche Wohl wird gesorgt. 

Die Baude (Bild: B.Wollrabe)

Mit  fachkundiger Führung ist der größte Teil der Höhle begehbar. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen können an der Führung teilnehmen. Denken Sie daran, das Höhlen im Sommer  recht kühl sind. Feste Schuhe und eine Jacke sind zu empfehlen. 

Dieser erlebnisreiche Tag wird Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben. Lassen Sie den Abend in einem gemütlichen Gasthaus in Scharzfeld oder Umgebung ausklingen und genießen Sie die Harzer Küche.

 

Die blaue Grotte in der Höhle

Die blaue Grotte in der Höhle (Bild: B.Wollarbe)

Alma, am 21.11.2012
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Bildquelle:
Barbara Lechner-Chileshe (Warum gibt es unterschiedliche Haut- und Augenfarben?)

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