Holzkasten für Brot

Holzkasten für Brot (Bild: FelixMittermeier / Pixabay)

Der Brotkasten

Der Brotkasten aus Holz gehört neben dem Modell aus Ton oder der Blechbüchse zu den beliebtesten Aufbewahrungsgefäßen für Backwaren. In dem falschen Modell kann das Brot leider schimmeln.

Das erste Testkriterium ist die Frage, wie gut der Kasten das Brot frisch hält und ob es gut belüftet wird, damit es nicht schimmeln kann.

Das zweite Testkriterium ist die Verarbeitung des Produktes und die Frage, ob im Holz möglicherweise Schadstoffe beispielsweise durch eine Lackierung enthalten sein können. Billigprodukte aus Fernost erfüllen dieses Kriterium häufig nicht.

Wooden painted breadbin

Wooden painted breadbin (Bild: Ella's Kitchen Company Limited / Flickr)

Ist der Kasten aus Holz überhaupt am besten, um Brot frisch zu halten?

In einem Vergleich des WDR hat der Brottopf aus Ton am besten abgeschnitten. Lesen Sie dazu auch diesen Artikel. Brot wurde einmal in einer Plastiktüte, einmal in einem klassischen Tontopf und einmal in der Papiertüte aufbewahrt. In der Plastiktüte war es nach einigen Tagen geschimmelt, in der Papiertüte ist es schnell trocken geworden. Einen Brotkasten aus Holz haben die Tester leider nicht berücksichtigt. Dabei funktioniert diese Methode nach meiner Erfahrung auch sehr gut, bereits meine Großeltern haben in der Küche einen Rollbrotkasten aus Holz gehabt, in dem sie vor allem kräftige Krustenbrote gelagert haben. Der Vorteil ist nämlich, dass das Brot atmen kann und gleichzeitig vor Feuchtigkeitsverlust geschützt wird. Ich würde behaupten, ein guter Holzkasten ist genauso gut wie ein Tontopf. Der Vorteil ist die Größe, für eine Familie bietet er viel mehr Platz, neben einem großen Bauernbrot passt noch eine Tüte mit Brötchen hinein.

Grundsätzlich können Sie jedes Brot ganz einfach in den Kasten legen, in den von mir betitelten Testsieger können Sie sogar Brot ohne Tüte lagern. Diese Kästen haben am Boden einen Rost, der für Belüftung sorgt.

Ich würde aber dazu raten, bei einem einfachen, preiswerteren Modell das Brot in der Papiertüte vom Bäcker in den Kasten zu legen. Sollte es nämlich zu einer Schimmelbildung kommen, was eigentlich nicht sein darf aber leider vorkommen kann (heutige Industriebrote verhalten sich bei der Lagerung nicht wie traditionell hergestellte Brote, aber das ist ein anderes Thema), verbreitet sich der Schimmel nicht im ganzen Brotkasten, sondern bleibt in der Tüte. Es muss aber eine atmungsaktive Papiertüte ohne Kunststoffbeschichtung sein.

Weißbrot wie Baguette oder Toast und Brötchen können Sie sogar in eine Frischhaltetüte aus Kunststoff geben und diese dann im Kasten lagern, dann trocknen sie nicht aus und können am nächsten Tag noch einmal aufgebacken werden.

 

  • Der Holz Brotkasten hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber jeder anderen Aufbewahrungsmethode inklusive Tontopf: die Kruste von kräftig gebackenen Broten bleibt länger knusprig.

 

Da dieser Aspekt für mich sehr wichtig ist, entscheide ich mich für ein Modell aus Holz. Im Zweifelsfalle nehme ich einen geringfügigen Feuchtigkeitsverlust in Kauf, wenn dafür die Kruste knusprig bleibt. Wenn Sie lieber weiches Brot mögen, brauchen Sie keinen Brotkasten aus Holz, dann können Sie Ihr Brot in einem Topf aus Ton oder sogar in einem Behälter aus Kunststoff oder Metall lagern.

Einsame Zirbe

Einsame Zirbe (Bild: simonkendler / Flickr)

Die Holzart entscheidet darüber, wie lange das Brot frisch bleibt

Viele billige Holzkästen für die Aufbewahrung von Brot bestehen aus irgendwelchen zusammengepressten Holzresten, die im schlimmsten Fall sogar lackiert oder beschichtet sind. Etwas besser ist da schon die Variante aus preiswertem Weichholz wie Kiefer oder Pinie.

  • Je härter das Holz ist, desto schwerer können Schimmelpilze und Bakterien eindringen.

 

Unbehandeltes Buchenholz oder Eichenholz sind sehr gut für die Frischhaltung geeignet. Das Nonplusultra für jeden Brot Gourmet ist aber der Zirbenholzkasten, das Zirbenholz für die Kästen stammt normalerweise aus Österreich oder Bayern. Die Zirbe hat von Natur aus eine antibakterielle Wirkung und wird traditionell für die Herstellung von Brotkästen verwendet. In einem Kasten aus Zirbenholz haben es Schimmelpilze am schwersten. Mein Testsieger ist völlig unbehandelt und frei von Schadstoffen, er hat einen herausnehmbaren Rost, der für eine sehr gute Belüftung sorgt. Ein solcher Kasten ist wirklich eine Anschaffung für das ganze Leben, wenn man ihn gut pflegt. Außerdem sieht er wunderschön aus, der höhere Preis ist für mich persönlich gerechtfertigt.

Schadstoffe in Aufbewahrungsboxen aus Holz für Brot

Es gibt auch andere Produkte, die empfehlenswert sind. Renommierte Markenhersteller lassen ihre Produkte teilweise auf Schadstoffe prüfen. Im Internet findet man viele preiswerte Produkte, von denen ich persönlich abraten würde.

Das gilt zum einen für alle Modelle aus Leimholz, hier werden Holzreste mit Klebstoff miteinander verbunden. Weit verbreitet ist das Stäbchenleimholz, man findet aber sogar Sperrholz bzw. MDF, das aus Sägemehl und Leim hergestellt wird. Auch Bambus wird normalerweise geklebt, Bambuskästen bestehen meistens aus kleinen, zusammengeleimten Bambusstücken.

 

  • Kaufen Sie am besten keinen Kasten aus Leimholz, da Sie nicht wissen können, welcher Klebstoff für die Herstellung verwendet wird.

 

Es besteht die Gefahr, dass Schadstoffe enthalten sind, die dann auch in das Brot übergehen können. Testberichte zu anderen Produkten aus Holz wie beispielsweise Kinderspielzeug von Ökotest haben dies mehrfach gezeigt.

Achten Sie auch auf die Artikelbeschreibung, wenn Sie einen Kasten aus Holz für Ihr Brot kaufen möchten. Häufig besteht nur die sichtbare Oberfläche aus Holz, im Inneren sind billige Pressplatten oder sogar Kunststoffplatten verarbeitet.

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