Wann spricht man überhaupt von Verstopfung?

Nicht jede subjektiv empfundene Verstopfung ist auch eine behandlungsbedürftige Verstopfung. Wenn über einen Zeitraum von über 3 Monaten weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche üblich sind und der Stuhl zudem hart ist und nur unter Schmerzen und starkem Pressen entleert werden kann, liegt eine Verstopfung vor.

Welche homöopathischen Mittel kommen bei Verstopfung in Frage?

Die vorgestellten Mittel stellen nur eine Auswahl an möglichen Mittel dar, um einen Überblick darüber zu geben, welche homöopathischen Möglichkeiten es gibt, Verstopfung zu behandeln.

 

Bei einer Verstopfung fehlt häufig der Stuhldrang. In diesem Fall kommen unter anderem die hömöopathischen Mittel Alumina, Bryonia, Calcium und Graphites in Betracht.

 

Alumina ist das Mittel der Wahl wenn der Stuhl so hart ist, dass mechanisch mit dem Finger nachgeholfen werden muss, um den Stuhl abzusetzen.

 

Bei starker Trockenheit des Enddarms einer sehr gereizten Stimmung kommt Bryonia in Betracht.

 

Menschen, die Calcium benötigen, leiden ebenfalls unter Verstopfung ohne Stuhldrang, haben aber keinerlei Beschwerden dadurch.

 

Bei Verstopfung mit Juckreiz am After sollte man an Graphites denken.

 

 

Bei einer Verstopfung, bei der zwar Stuhldrang besteht, der Stuhl aber nicht entleert werden kann, kommen die homöopathischen Mittel Ambra grisea, Lycopodium, Nux vomica und Sulphur in Frage.

 

Die Besonderheit der Ambra grisea-Verstopfung besteht darin, dass der Stuhl nicht im Beisein anderer abgesetzt werden kann.

 

Bei Lycopodium ist der Stuhl nur zu Beginn der Entleerung hart und schwierig abzusetzen, dann wird er weicher oder sogar flüssig.

 

Menschen, die stark unter Stress leiden und vorwiegend sitzend arbeiten, benötigen sehr häufig Nux vomica. Es besteht ein starker Stuhldrang, jedoch kann kein Stuhl abgesetzt werden. Sobald aber eine kleinste Menge Stuhl abgesetzt wurde, ist das Befinden direkt besser. Die Verstopfung und der Stress führen dazu, dass der Betroffene extrem empfindlich wird und bei der kleinsten Kleinigkeit aufbrausend und gereizt reagiert.

 

Wechselt die Verstopfung mit Durchfall und ist ein Brennen und Jucken am After zu spüren, sollte an Sulphur gedacht werden. Die Entleerung des Stuhls ist schmerzhaft und wird deshalb zurückgehalten.

 

 

Was können Sie sonst noch tun?

Trinken Sie ausreichend. Besonders geeignet sind Kräutertees, Saftschorlen und Wasser.

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit Vollkorn-Produkten und viel Obst und Gemüse.

Bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag und betätigen Sie sich sportlich.

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