Die Notfall-Apotheke für Tiere - Die wichtigsten homöopathischen Mittel

Sicherlich kennt jeder Hunde- oder Katzenbesitzer diesen einen Moment: Das Tier hat sich verletzt, eingeklemmt, einen Splitter in der Pfote, oder ist über die heiße Herdplatte gelaufen. Was nun? Meist ist die Panik recht groß und niemand weiß so recht, was zu tun ist, oder wo die Medikamente sind. Damit solche Situationen in Zukunft organisiert und ruhig ablaufen können, gibt es nachfolgend einige Tipps, wie dem Tier geholfen werden kann.

 

Die Haus-Apotheke für Tiere sollte nicht in der hintersten Ecke vom Schrank, oder an einem anderen, schwer zugänglichen Ort verstaut werden. Am sichersten ist ein zentraler Platz im Wohnzimmerschrank, sodass diese Notfallapotheke stets griffbereit ist. Dennoch sollte die Haus-Apotheke für kleine Kinder nicht erreichbar sein.

 

Neben normalen Mullbinden, Pflastern, einer Schere und Desinfektionsmittel, sollte die Notfallapotheke für Tiere die wichtigsten homöopathischen Mittel enthalten. Hierzu zählen u.a. Mittel gegen Fieber, Erbrechen, Durchfall, Verbrennungen, Insektenstiche usw. Auch ein Mittel für Notfallsituationen sollte in der Haus-Apotheke für Tiere enthalten sein.

120502_Terrasse_ 076 (Bild: weisserstier / Flickr)

Die wichtigsten homöopathischen Mittel - Helfen, wenn Hilfe nötig ist

Nux Vomica: Bei Durchfall und/oder Erbrechen, Fahrkrankheit

Apis: Bei Bienen- oder Wespenstichen

Aconitum: Bei Fieber (alternativ Belladonna)

Echinacea: Bei Verbrennungen (alternativ Johanniskraut-Öl äußerlich)

Cocculus: Bei Fahrkrankheit

Euphrasia: Bei einer Entzündung der Augen

Arnica: Bei Quetschungen, Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen

Graphites: Bei einer leichte Entzündung der Ohren

Hepar sulfuris: Bei einer stark schmerzenden Ohrentzündung

 

Rescue-First Aid Remedy-Globuli: Zur Notfallbehandlung, bei einem Schock oder nach einem Unfall.

 

Betaisodona Salbe: Zur Desinfektion von Wunden und für einen Salbenverband nach offenen Verletzungen.

 

Da viele Hunde nach einem Unfall unter Schock stehen, und ggf. ganz anders als gewohnt auf ihr Umfeld reagieren, sollte auch ein passender Maulkorb im Erste-Hilfe-Kasten vorhanden sein.

Nützlich ist auch ein Zettel mit der Telefonnummer des Tierarztes oder dem Tierheilpraktiker. So ist diese im Notfall stets griffbereit und auffindbar. Auch der Impfpass sollte in dem Erste-Hilfe-Kasten aufbewahrt werden.

Das Verabreichen der Mittel - Die richtige Dosis

Homöopathische Mittel gibt es in verschiedenen Potenzen. Für den normalen Hausgebrauch sind sogenannte D-Potenzen am besten geeignet. Eine D6-Potenz ist für die Notfallapotheke vollkommen ausreichend. Verabreicht werden die einzelnen Mittel in akuten Fällen zu Beginn einer Behandlung stündlich. In der Regel wird das entsprechende Mittel danach dreimal täglich verabreicht. Die Dosierung sollte zwischen fünf und zehn Globuli betragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Dogge, oder ein Dackel behandelt wird.

 

Auf jeden Fall sollte das Tier jedoch einem Tierarzt, oder einem Tierheilpraktiker vorgestellt werden. Denn nur durch eine direkte Untersuchung und Beschauung des Tieres kann eine genaue Diagnose und eine dem entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Homöopathische Mittel können zwar sehr hilfreich sein, sollten aber niemals einen Tierarzt ersetzen.

 

 

 

 

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