Hund zu verschenken - Kostenlos zum eigenen Rassehund

Dies wollen uns auf jeden Fall die Inserenten solcher Anzeigen glaubhaft machen. Leider ist das Internet voll mit Anzeigen dieser Art. Und wenn man sich die Klicks dieser Anzeigen ansieht, dann merkt man, dass diese viele Besucher haben.

 

In der Regel werden in solch formulierten Anzeigen ausschließlich Rassehunde angeboten. Die Bilder sind meist sehr schön gestaltet, und kleine, knuddelige Welpen schauen uns fragend und hilfesuchend an. Durchforstet man die Anzeigenrubrik nun aber etwas genauer, und schaut sich diese einzelnen Anzeigen genau an, dann sollte man einige Auffälligkeiten finden.

Achten Sie auf den Anzeigentext - Viele Anzeigen sind gleich

Solche Angebote stammen in den wenigsten Fällen aus Deutschland. Oft werden auf diesem Weg Rassehunde aus dem Ausland angeboten. In den meisten Anzeigen steht dass die Hunde alle gesund sind, einen Chip und einen gültigen Heimtierausweis, sowie alle nötigen Impfungen haben.

 

Da ist der erste Haken. Die Impfungen und der EU-Ausweis für den Welpen. Im Durchschnitt kostet die Impfung zwischen 80 und 120,00€, dazu kommen Kosten für die Allgemeinuntersuchung des Welpen. Wenn die Hündin im Durchschnitt 6 Welpen bekommt, dann hätte der Züchter Kosten von mindestens 720,00€ gehabt, um all diese Welpen Impfen zu lassen.

 

Glauben Sie ernsthaft, dass der Züchter so viel Geld ausgibt und selber keinen Gewinn erzielen will?

 

Suchen Sie nach der Postleitzahl - Sie sind im Ausland - herzlich willkommen

In den meisten Anzeigen ist es Pflicht, eine Postleitzahl anzugeben. Suchen Sie diese Postleitzahl im Internet und schauen Sie nach, wo der Hund herkommt. Wenn Sie nun in Ungarn oder Polen gelandet sind, dann haben Sie bereits den zweiten Haken entdeckt. Andere Länder, andere Vorschriften. Die Papiere sowie der Impfpass werden, wenn überhaupt, nicht auf Deutsch ausgestellt sein, und auch die verwendeten Impfstoffe können Sie nicht nachvollziehen.

 

Und weil der Züchter schon so nett war, und den Hund auf seine Kosten hat Impfen, Entwurmen und Untersuchen lassen, wird er sicher auch kein Problem haben, Ihnen das Tier auch noch kostenlos nach Hause zu bringen?!

Vergleichen Sie die Bilder verschiedener Anzeigen - Ein Hunde, viele Händler

Oft finden Sie ein und dasselbe Bild bei mehreren Anzeigen. Schauen Sie sich nun diese Anzeigen im Vergleich an, dann kommt der Anbieter dieser kostenlosen Rassehunde mal von hier, mal von dort. Wahrscheinlich variieren auch die Anzahl, und das Alter der Welpen ein wenig.

 

Zudem sind die Anzeigen meist in einem schlechten Deutsch verfasst, was dafür spricht, dass sich der kostenlose Rassehund im Ausland befindet. Spätestens jetzt sollten Sie sich von dem Gedanken, einen gesunden, gut sozialisierten Rassehund kostenlos zu bekommen, verabschieden.

 

Machen Sie den Test - Schreiben Sie den Händler an

Testen Sie das Angebot aus, und antworten Sie auf verschiedene Anzeigen, die alle die gleichen Bilder haben. Nehmen Sie jedes mal eine andere E-Mail-Adresse von der aus Sie Ihre Anfrage stellen, und erkundigen Sie sich nach weiteren Fotos, nach dem Alter der Welpen und fragen Sie bei dieser Gelegenheit auch nach einem Foto der Elterntiere.

 

Nun können Sie gespannt auf eine Antwort warten. In der Regel müssen Sie gar nicht lange warten, denn die Antwort kommt recht zügig. Seien Sie aber nicht überrascht, wenn Sie auf jeder Ihrer E-Mails die gleiche Antwort bekommen.

Und so wird der kostenlose Hund ...

Meist wird Ihnen nun angeboten, das Tier für einen Preis zwischen 150,00 und 250,00€ zu kaufen. Sicherlich ist das für einen Rassehund im Vergleich zu den Welpenpreisen in Deutschland noch immer sehr günstig. Günstig ist aber eben nicht kostenlos.

 

Und gleichzeitig mit der Antwort kommt auch das Angebot, wie der Hund zu Ihnen nach Deutschland gebracht werden kann. Ja einige dieser Händler bieten Ihnen sogar an, den Hund bis zu Ihnen an die Haustür zu bringen.

Dafür sollen Sie auch nur den aktuellen Benzinpreis zahlen. Wenn Sie nun die Kilometer von Polen, Bulgarien oder Ungarn bis zu Ihrem Heimatort rechnen, dann sind Sie spätestens jetzt schon Meilenweit von kostenlos entfernt.

 

Der Händler ist aber nicht dumm, und bietet Ihnen an, sich mit Ihm auf einem Rastplatz zu treffen. Dafür müssen Sie dann nur das Benzingeld überweisen, das angeblich bis dorthin benötigt wird. Den Hund und den Händler werden Sie dort allerdings niemals treffen.

 

Wahrscheinlich gibt es noch nicht einmal den in den Bildern so schön dargestellten reinrassigen Welpen. Das Foto ist wahrscheinlich schon ein paar Jahre alt, und das Tier steht gar nicht zum Verkauf.

 

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