Tischlein deck dich

Schräge Weihnachten sind eine Sache für sich. Die meisten Familien bleiben doch bei den vertrauten Farben und Symbolen. Oft steht ein separater Gabentisch bereit, oder die Geschenke werden auf dem Esstisch ausgebreitet. Das spielt für den Tischschmuck keine Rolle.
Ein hübscher Gabentisch braucht eine Tischdecke, die auch nach Weihnachten aussieht. Die Standardfarben sind rot mit weißen Schneeflocken Mustern. Reine Baumwolle soll es schon sein. Damit gönnt man sich zumindest zu Weihnachten etwas Besonderes. Warum? Es soll festlich zugehen, damit die Seele auch etwas von dem Fest hat.
Tischläufer sind in den letzten Jahren zu einer beliebten Alternative geworden.

Dazu gehören Platzdeckchen und eventuell Serviettenhalter. Diese Kombination gibt der Tafel nun wirklich den letzten Schliff. Die gute Hausfrau achtet bei der Anschaffung der Sets auf den Hinweis zur Tauglichkeitsbescheinigung für die 40 Grad Wäsche.

Für immer Dank

Jetzt kommt gleich der Clou. Wer hat schon einmal einen Riesengeschenksack bekommen? Hände hoch.
Was heißt Riesen und was geht da hinein? Reisen heißt mindestens einen halben Meter hoch. Die Farbe ist Nebensache, aber grün oder rot wird gern angenommen. Eventuell ist der Behälter noch mit Tannenzweigen, Nikoläusen oder den beliebten Rentiermotiven geschmückt.
Jutesäcke haben ihr eigenes Odeur. Plastikmaterial ist ebenfalls ok. Oben gehört eine ordentliche Kordel als Verschluss dazu. Schließlich soll der Empfänger auch etwas zum Fummeln haben. Das erhöht die Freude beim Auspacken.
Was kommt hinein? Geschenkkartons nebst Inhalt. Dies und das, eventuell eine Kaskade von Einzelteilen, die beim Auspacken für das Selfie des Jahres gut sind. Ist der Sack zu groß geraten? Dann kommt er eben auf den Stuhlsitz. Und - die Namensschilder nicht vergessen.

Ein gepflegter Tisch

Nun geht es zum Esstisch.
Nussknacker sollen richtig knacken. Es gibt nichts Schlimmeres als fragile Hausgeräte, bei denen der User sich vor dem Zupacken scheut. Ein Nussknacker darf durchaus einen großen Hebel haben, der es ordentlich krachen lässt. Der liebe Gott hat die Haselnüsse anders gemacht als die Kollegen Paranuss oder Walnuss. Ein Nussknacker soll die unterschiedlichen Formate problemlos meistern können.
Nussschalen springen gern in alle Richtungen auseinander. Man nehme nun ein offenes Modell oder ein solches mit Abdeckung - obwohl das Herabwedeln von Nussresten von der Couchdecke irgendwie auch zum weihnachtlichen Ritual gehört. Egal, ein Nussknacker mit imposanter Erscheinungsform muss es sein.

Farbsinfonie der Weihnachtsteller

Bei der Tafel achten viele Menschen genau auf die dazugehörigen Teller. Der Alltag soll an den Weihnachtstagen zurücktreten. Weihnachtsteller sind oft knallrot, haben grüne Tannenzweige als Symbol und werden durch versprenkelte Schneeflocken allegorisch geschmückt.Dazu sind alle Farbkombinationen erlaubt. 

Oma hatte noch ein 36er Service mit Einzelteilen, die alle aussahen wir die Zinnsoldaten. Bewahre Anno 2017! Weihnachtsteller kommen im Set daher. Bunt sind sie, und jeder sieht anders aus. Die Verteilung der konkurrierenden Muster setzt für den Familienvater mitunter ein diplomatisches Geschick voraus. Aber irgendwie kriegt das jede Familie hin, dass jedes Mitglied letztlich ein Exemplar bekommt, das glücklich macht. Zur Not kann man das Set auch zwei Mal bestellen. Dann gestaltet sich die diplomatische Lösung auch einfacher.

Servietten-Lust

Im Zeitalter von Fastfood ist die gekonnte Reinigung der Mundwinkel etwas in den kulturellen Hintergrund getreten. Macht auch nix, die Zeiten ändern sich ständig. Aber zum Hohen Fest, da ist Standard-Weiß tabu. Silberne Sternchenmuster zieren das weihnachtliche Add-On an der Festtafel. An Stoff reicht alles vom Papier über edlen Stoff bis stoffähnlichen Qualitäten. Finanziell ist die Anschaffung des Mundtuches meistens tragbar. Auf die Ornamente ist besonders zu achten. Neben Sternchen gibt es nämlich noch andere Muster …

Haben wir noch etwas vergessen? Bestimmt.

(Bild: holiho)

Autor seit 3 Jahren
120 Seiten
Laden ...
Fehler!