3D-Herzen und digitale Hilfen

In der letzten Zeit liest man immer öfter von neuartigen künstlichen Gliedmaßen, die den Menschen einen Teil ihrer verlorenen Beweglichkeit wiedergeben. Der berühmte Physiker Stephen Hawkins soll sich über einen Computer ausdrücken können. Herzen und andere Organe werden angeblich in Kürze im 3D-Drucker hergestellt. Kleidung wird mit Sensoren bestückt, die unsere Lebensvorgänge kontrollieren.
Wir befinden uns, so scheint es, am Anfang einer Ära, die dem Outfit des Terminators aus dem Hollywood-Film näher kommt.
Androide, Cyborg, oder Roboter - es ist an der Zeit, dass wir uns um solche Fragen kümmern und mehr Klarheit schaffen.

Androide, Cyborg, Robot und Co.

Der Terminator aus dem Film ist ein Cyborg. Er besteht aus biologischen und maschinellen Bestandteilen.
Das Wort ist aus einer Mischform von Kybernetik und Organismus gebildet worden. Die biologischen Bestandteile des Terminators sind Haut und Haare. Die maschinellen Bestandteile bestehen aus Gliedmaßen, elektronischen Instrumenten und der entsprechenden innerkörperlichen Verkabelung.

Cyborgs im engeren Sinn gibt es bereits seit Jahren, auch außerhalb der Science Fiction. Bei enger Auslegung des Begriffes werden mitunter die Träger von Prothesen und Herzschrittmacher zum Begriffsraum des Cyborgs gezählt.
Futuristische Wearables und digitale Tattoos können dann ebenfalls unter diese Kategorie fallen.

Ein Roboter weist dagegen keine biologischen Merkmale auf. Er ist eine reine Maschine ohne Leben im biologischen Sinn. Wenn die Ingenieure dieser Maschine eine menschenähnliche Gestalt verleihen, dann nennt man dieses Gebilde einen Androiden.
Als Androiden bezeichnet man also einen Roboter, der wie ein Mensch aussieht, aber keine menschlichen Merkmale besitzt. Ihm fehlen menschliche Intelligenz, Gefühle und Selbstbewusstsein.

Die japanischen Roboter, die die Hände von Politikern schütteln, sind also Androiden, weil sie so lustig menschenähnlich aussehen. Die Fußballroboter werden ebenfalls in diese Kategorie eingereiht.
Roboter führen mechanische Arbeiten aus, die ihnen über Computerprogramme vorgegeben werden. Schweißroboter in der Automobil-Industrie sind ein gutes Beispiel. Sie erledigen die Arbeiten zuverlässig, aber ohne eigenen Geist und ohne Emotionen. Im privaten Bereich liest man in den letzten Jahren von Rasenmäher- und Fensterputzrobotern.

Roboter im Wettbewerb (Bild: IgorSuassuna / pixabay.com)

Androiden haben eine lange Geschichte

Schon seit mehreren hundert Jahren gibt es in diesem Sinne Androiden, wie den menschlich aussehende Leierkasten oder in neuerer Zeit den "einarmigen Banditen".
Diese Automaten wurden oft zu Unterhaltungszwecken eingesetzt. Der Unterschied zum heutigen Industrieroboter liegt im Wesentlichen in der Art der Programmierung.
Die vorindustriellen Exemplare wurden über Lochstreifen oder ähnliche Methoden zur Ausführung ihrer Tätigkeiten gebracht. Heute verwendet man zur Ansteuerung digitale Verfahren.

Ängste und Vorbehalte

Die Furcht der Menschen vor Neuerungen in der Technologie ist nicht neu.
Da die Menschen die Hintergründe der maschinellen Evolution in der Regel nicht kennen, entstehen aus Unwissenheit Ängste und Vorbehalte. Schon im 19. Jahrhundert waren die Maschinenstürmer Menschen, die sich um ihre Arbeit gesorgt haben.
Der Terminator kleidet also das alte Thema des Dramas Die Weber von Gerhart Hauptmann in ein neues Gewand. Mit einem wesentlichen Unterschied: die Geschichte des Termintors erzählt von einem Aufstand der Maschinen gegen den Menschen.
Diesmal revoltieren die Maschinen.

Roboter Cyborg KI

Roboter Cyborg KI (Bild: OpenClips/ pixabay.com)

homo sapiens - Version 2.0?

Webmaschinen oder Kampfmaschinen. Es scheint, als sei alles schon einmal dagewesen.
Oder geht in dieser Science Fiction Story unterschwellig doch etwas Anderes, etwas Unheimliches vor sich? Sind die Automaten der Zukunft von einem anderen Kaliber als die frühindustriellen Webautomaten? Vielleicht entwickeln die Systeme der Zukunft ihre eigene Intelligenz? Wenn ja - werden die Roboter dann eines Tages dem menschlichen Geist überlegen sein?
Man kann es auch anders – positiv – sehen. Wenn wir es richtig anstellen, dann werden die Maschinen der Zukunft uns die stereotypen, langweiligen Arbeiten abnehmen. Der menschliche Geist hätte nun mehr Zeit, um sich auf die nächste Stufe der intellektuellen Entwicklung zu katapultieren. Unsere 200 Milliarden Neuronen sind angeblich zu 95% ungenutzt. Darin ist noch reichlich Potenzial für den intellektuellen Aufstieg enthalten.
Die filmische Umsetzung der Science Fiction Story kann hier als ein Anreiz zum Nachdenken dienen.

Vom Unterhaltungswert vermittelt die Terminator Serie jedenfalls ein Gruseln und Schaudern - genau, was wir im Kino brauchen.

Hasta la vista - bis zum Sommer 2015 mit dem Terminator 5.

 

Textquellen: wikipedia. de, Bildquelle: pixabay.com

 

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