Kinderwunsch als Teenager?

"Dann wäre ich nie mehr alleine", so die Aussage von einem Mädchen, gerade mal 11 Jahre alt. "Es wäre jemand da, der immer bei mir bleibt..."

Leider ist das sehr unrealistisch gedacht. Es zeigt aber ganz deutlich, dass in diesem Alter auf keinen Fall die Denkweise eines Erwachsenen verlangt werden kann.

 

Schwangerschaft, Komplikationen, Schmerzen, Verantwortung: All diese Dinge werden auf Seite geschoben, bzw. nicht bedacht. Warum aber haben so viele junge Mädchen den Wunsch, Mutter zu werden? Und vor allen Dingen haben junge Mütter und auch deren Mütter, schon lange vor der Geburt mit Vorurteilen zu kämpfen.

Aufklären, zuhören und helfen

Auch wenn Sie persönlich meinen, dass Ihre Tochter noch viel zu jung ist, um Sex zu haben, reden Sie über Verhütung. Beantworten Sie Fragen, erklären Sie die verschiedenen Verhütungsmittel und klären Sie Ihre Tochter über die Folgen von mangelndem Schutz auf. Hier kommt nämlich nicht nur eine Schwangerschaft, sondern im schlimmsten Fall auch eine Geschlechtskrankheit oder eine HIV-Infektion in Frage.

 

Es bringt nichts, wenn Sie Ihrer Tochter den Freund verbieten. Ganz im Gegenteil, die Tochter wird sich weiter von Ihnen abwenden, und somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich den Wunsch nach einem eigenen Baby auch wirklich erfüllen wird. Erklären Sie in einem vernünftigen Ton Ihre Sichtweise, nennen Sie Beispiele, bieten Sie aber gleichzeitig an, bei allen Fragen und Problem da zu sein.

Wo kommt der Kinderwunsch her?

Ohne Frage, Babys sind niedlich, Babys riechen gut und Babys wecken in uns den Mutterinstinkt. Die oben genannte Aussage: "Dann wäre ich nie mehr alleine...", sagt viel, aber nicht alles. Sind unsere Kinder einsam? Haben wir durch unsere Arbeit und den Stress im Alltag nicht mehr genug Zeit? Oder sind es einfach die falschen Vorbilder, an denen sich unsere Kinder orientieren?

 

Versuchen Sie, diese Fragen zu klären. Nehmen Sie sich mehr zeit, machen Sie Familientage, reden Sie und geben Sie Ihrem Kind Geborgenheit. Vielleicht kennen Sie ein Mädchen, dass auch sehr früh Mutter geworden ist. Diese Teenager-Mutter hat sicherlich gemerkt, dass Babys eben nicht nur niedlich sind, sondern dass ein eigenen Babys auch Arbeit macht.

 

Wenn es Ihnen möglich ist, organisieren Sie ein Treffen mit einer anderen Teenager-Mutter. Bringen Sie Ihre Tochter mit der jungen Mutter zusammen. Solch ein Gespräch wirkt oft wunder. Vielleicht freunden sich die Mädchen an, und der Kinderwunsch lässt nach, sobald Ihre Tochter merkt, das ein Baby keine Puppe ist, die man hübsch anziehen und dann wieder beiseite legen kann.

 

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