Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Bei der DKMS finden Sie Infos, wie sie sich als Spender registrieren lassen können. Regelmäßig finden an wechselnden Orten sogenannte Typisierungsaktionen statt. Dabei wird einmalig eine geringe Menge Blut abgenommen und auf bestimmte Faktoren untersucht. Dann erfolgt die Aufnahme in die Spenderdatei. Wird eine Spende benötigt, die den eigenen Blutmerkmalen ähnlich ist, folgen weitere Untersuchungen. Zunächst ist dies ein einfacher Speicheltest. Für den Spender fallen keinerlei Kosten an. Spenden sind natürlich willkommen.

Wie läuft die Knochenmarkspende ab?

Bei dem erkrankten Patienten werden zunächst alle Blutstammzellen durch Chemo- oder kombinierte Chemo-/Strahlentherapie zerstört. In dieser Phase ist das Immunsystem quasi nicht vorhanden und schon eine kleine Erkältung kann für den Betroffenen tödlich sein.

Diese Vorbereitung ist nötig, damit das gespendete Knochenmark aufgenommen werden kann und seiner Funktion - der Bildung von neuen funktionstüchtigen Blutzellen - nach gehen kann.

Zur Entnahme des Knochenmarks beim Spender stehen verschiedene Methoden zur Verfügung.

Unter Vollnarkose wird mit einer Punktionsnadel aus den Beckenknochen Blut und Knochenmark entnommen. Die Entnahme ist für den Spender nicht problematisch, da die entnommene Menge innerhalb kurzer Frist neu gebildet wird.

Eine andere Möglichkeit der Knochenmarkentnahme ist die periphere Stammzellen-Spende. Einige Tage lang wird dem Spender ein Mittel verabreicht, welches das Knochenmark zur Bildung von Stammzellen anregt. Anschließend können die Stammzellen aus dem Blut herausgefiltert werden. Der Spender wird dabei nicht narkotisiert. Die Prozedur dauert jedoch etwa 4 Stunden. Auf diese Art und Weise erfolgt zur Zeit am häufigsten die Knochenmarkspende.

Wie bei einer Bluttransfusion werden die Stammzellen über die Vene an den erkrankten Patienten verabreicht. Die Stammzellen wandern über das Blut ins Knochenmark und kommen dort ihrer Aufgabe nach, neue Blutzellen zu bilden. Ob dies erfolgreich ist, zeigt sich nach einigen Wochen.

Risiken einer Knochenmarkspende für den Spender

Die Nebenwirkungen auf Seiten des Knochenmarkspenders sind gering. An der Einstichstelle kann es zu Rötungen und Schwellungen kommen. Auch ein kleiner Bluterguss oder leichte Schmerzen können möglich sein.

Während der Vorbereitungstage, wenn dem Knochenmarkspender das Mittel verabreicht wird, welches die Bildung der Stammzellen anregt, kann es zu Beschwerden kommen, die denen einer leichten Grippe ähneln.

Bei der Entnahme der Stammzellen kann es zu Schwindel und Kreislaufproblemen kommen.

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