Darauf kommt es an: 1. Lagertemperatur

Gute Weine gewinnen geschmacklich noch, wenn sie Jahre und Jahrzehnte lagern. Richtig lagern wohlgemerkt. Wein mag keine Temperaturschwankungen. Das gilt für Unterschiede zwischen Tag und Nacht genauso wie für Jahreszeiten. Um Weine bis zu einem Jahr aufzuheben, sind Lagertemperaturen von bis zu 20 Grad in Ordnung. Um sie jedoch über mehrere Jahre aufzubewahren, empfiehlt sich ein Weinkeller mit einer gleichbleibenden Lagertemperatur, die zwischen acht und zwölf Grad liegt.

2. Luftfeuchtigkeit

Je höher die Luftfeuchtigkeit im Weinkeller ist, desto besser. 50 und 80 Prozent sollen es sein. Denn nur dann bleiben die Korken der Weinflaschen elastisch und schließen richtig. Fürs kurzzeitige Lagern genügt es allerdings, wenn eine Luftfeuchtigkeit von 35 Prozent vorherrscht. 

3. Lichtverhältnisse

Es hat schon seinen Grund, warum Weinflaschen aus buntem Glas gemacht sind. Sie sollen den Wein vor Lichteinfall schützen. Doch UV-Strahlen hält auch das nicht ab. Je mehr Licht an den Wein gerät, desto weniger haltbar ist er. Das Licht löst Oxidationsprozesse aus, die den Geschmack des Weins verändern. Notfalls also abdecken!

4. Vorsicht Gerüche!

Orte mit intensiven Gerüchen wie beispielsweise die Küche sind nichts für Weine. Denn alle Gerüche der Umgebung können sich auf den Wein übertragen und ihn ungenießbar machen.

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5. Lieber liegend lagern

Weinflaschen sollten liegend lagern, damit die Korken von innen benetzt werden. Sonst werden sie trocken und rissig und damit undicht. Nur in einem Keller mit ausreichend Luftfeuchtigkeit können Weinflaschen theoretisch stehend aufbewahrt werden, sagen die einen. Doch es gibt Gegenstimmen, die dazu raten, lieber auf Nummer sicher zu gehen und die Flaschen liegend zu lagern.

Vorfreude auf einen guten Tropfen: Weinregale als Hingucker

Die Wohnung ist eigentlich der falsche Ort, um Weine richtig zu lagern. Dort sind Riesling & Co. nur kurzzeitig gut aufgehoben. Aber genau für die Lagerung einiger weniger Flaschen gibt es richtig pfiffige Lösungen. Schließlich sind Weinflaschen samt Etikett so schön gestaltet, dass sie es verdienen, auch optisch gewürdigt zu werden. Sogar im Wohnzimmer.

Effizient stapeln: Flaschenregale aus Holz, Stein und Tonziegeln

In einem feuchten Keller mit relativ konstanten Temperaturen (8 bis18 Grad) lagert Wein am besten. Jahreszeitliche Schwankungen von bis zu 5 Grad sind völlig in Ordnung, nur plötzliche Temperaturschwankungen gilt es zu vermeiden. Die Flaschen sollten auch im Weinkeller auf keinen Fall in Kartons gelagert werden, denn da sind Pappe, Klebstoff und Weichmacher im Spiel. Alles Dinge, die dem Wein über Jahre schaden. Auch Weinkisten aus Holz sollten geöffnet werden, damit die Luft zirkulieren kann.

Wer keinen Keller zur Verfügung hat, muss auf einen Weinklimaschrank ausweichen. Doch das bedeutet Stromkosten – Tag und Nacht und über Jahre.

Experten raten eher dazu zu überlegen, tote Winkel und wenig genutzte kleine Räume eines Hauses in einen begehbaren Weinklima-Keller umzurüsten. Mit Klimaanlage, passenden Böden, gedämmten Wänden, einer Tür aus Lichtschutzglas. Zugegeben: nicht ganz billig. Da muss man schon wirklich Weinliebhaber sein. 

Eine weitere Möglichkeit: Irgendwo einen Keller anzumieten. Gerade feuchte Keller werden wenig genutzt und stehen oftmals leer. Einfach mal bei Nachbarn rumfragen.

 

Auf was es bei Weinregalen ankommt

Für den Kauf von Weinregalen gilt: Sie müssen robust und feuchtigkeitsbeständig sein. Sie können aus Metall, Beton, Stein oder Ton sein. Vor allem Standfestigkeit ist wichtig. Denn sind Regale komplett mit Weinflaschen bepackt, wirken da enorme Kräfte. Außerdem unbedingt darauf achten, dass die Regale für Flaschen verschiedener Größen geeignet sind. Manchmal sind sie nämlich für Literflaschen zu klein.

Bau­märkte, Einrichtungshäuser und Versand­handel halten da stabile Konstruktionen in allen erdenklichen Maßen parat – auch zum Selbstbauen. Weinregale lassen sich so platzsparend in den Keller einpassen.

Mondstein, am 17.11.2012
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