Verschiedene Formen des Asthma bronchiale

Grob unterschieden wird in allergisches und nicht-allergisches Asthma bronchiale. Die Ursachen für die Entstehung sind vielfältig.

Das allergisch bedingte Asthma wird ausgelöst durch Reize aus der Umwelt, welche eine allergische Reaktion im Körper auslösen.

Das nicht-allergische Asthma wird durch andere Reize ausgelöst. Dazu gehört unter anderem die Einnahme von unverträglichen Medikamenten, Atemwegsinfektionen, Umweltgiften (z.B. Lösungsmittel) und Zigarettenrauch.

Ablauf der Erkrankung

Der Verlauf kann in drei Stadien eingeteilt werden. Zunächst kommt es durch allergene oder andere Reize zu einer Entzündung der Bronchialschleimhaut. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer immer größeren Empfindlichkeit gegen die auslösenden Reize.

Das vermehrt gebildete Sekret kann durch Krämpfe der Muskulatur in den Bronchien und durch eine Verengung der Atemwege (Wassereinlagerung in die Schleimhaut) nicht abfließen und schädigt wiederum die Bronchialschleimhaut.

Bei einem Asthmaanfall kommt es zu akuter Luftnot, wobei die Ausatmung erschwert ist. Der Anfall ist begleitet von Angstgefühlen. Wie häufig die Anfälle auftreten, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt Erkrankte, die mehrmals täglich unter Anfällen leiden und auch Patienten, die lediglich einige Anfälle pro Jahr erleben. In den Intervallen zwischen den Asthmaanfällen sind die Betroffenen in der Regel beschwerdefrei. 

Die Behandlung

Beim allergisch bedingten Asthma sollte der Auslöser gemieden werden. Eventuell kann eine sogenannte Hyposensibilisierung erfolgen. Atemschutzmasken können dort helfen, wo der Kontakt mit dem Auslöser nicht vermieden werden kann.

Im akuten Anfall helfen Medikamente, deren Wirkung innerhalb von wenigen Minuten eintritt.

In den beschwerdefreien Zeiten wird der Einsatz von Medikamenten je nach Schweregrad nötig sein. Dies dient der Vermeidung von Anfällen. Daher müssen diese Medikamente regelmäßig und teilweise dauerhaft eingenommen werden. 

Das ändert sich in Ihrem Leben

Die Diagnose ist erst einmal beunruhigend, aber wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie ein weitgehend normales Leben führen.

  1. Nehmen Sie die Langzeit-Medikamente regelmäßig ein, auch wenn Sie nicht unter akuten Beschwerden leiden.
  2. Lassen Sie sich vom Arzt beraten, wie die Inhalations-Medikamente richtig eingenommen werden.
  3. Führen Sie ein Asthma Tagebuch und bringen Sie es zu jedem Termin mit Ihrem Arzt mit.
  4. Lassen Sie sich vom Arzt darüber aufklären, an welchen Anzeichen Sie eine Verschlechterung bemerken können und was Sie im Falle eines Infektes tun sollten.
  5. Informieren Sie Ihre Angehörigen darüber, wo Sie ihre Notfallmedikamente aufbewahren und was im Notfall zu tun ist.
  6. Wenn Sie die Wohnung verlassen, nehmen Sie Ihre Notfall-Medikamente immer mit.
  7. Zigarettenrauch reizt die Atemwege zusätzlich. Vermeiden Sie daher den Tabakkonsum und halten Sie sich - wenn möglich – nur kurz in verrauchten Räumen auf. Bitten Sie Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen darum, nicht in Ihrer Gegenwart zu rauchen.
  8. Sie müssen nicht auf Sport verzichten. Gerade Ausdauersport wirkt sich günstig auf die Atemwege auf.
  9. Achten Sie auf ausreichend Schlaf und versuchen Sie Stress zu vermeiden.
  10. Mit Asthma bronchiale können Sie selbstverständlich verreisen, wenn Sie die Pollenflugzeiten (im Falle eines allergisch bedingten Asthmas) beachten. Generell wirkt sich ein Höhen- oder Meeresklima günstig auf die Atemwege auf.
  11. Sie sollten die vom Arzt gezeigten Atemübungen regelmäßig durchführen, auch wenn Sie gerade nicht unter Beschwerden leiden.
  12. Auslöser sollten soweit möglich gemieden werden.

Wichtiger Hinweis

Asthmatiker sollten die Einnahme von Schmerzmitteln immer mit ihrem Arzt besprechen, da einige Mittel einen Asthmaanfall auslösen können. Dazu gehören Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Schmerzmittel mit entzündungshemmender Wirkung. Die Einnahme von Betablockern ist kontraindiziert. 

Autor seit 4 Jahren
97 Seiten
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