8 Dinge, die du aufgeben solltest

Gerade überlege ich, ob meine Liste wirklich ausreicht, oder ob sie nicht länger sein müsste. Doch lest selbst, ich denke, dass ihr nach diesen 8 Punkten eine bestimmte Frage habt. Vielleicht ist eure Reaktion auch, dass das nicht für euch gedacht ist, weil ihr diese Dinge nie tut. Meine Antwort darauf ist: Belüge dich nicht selbst!

1. Selbstzweifel

2. Negatives Denken

3. Furcht zu Versagen 

4. Dich selbst und andere kritisieren

5. Schlecht von dir selbst sprechen

6. Aufschieben

7. Furcht vor Erfolg

8. Gefallen wollen

Lehn' deine Leiter an den Himmel...

Die Dinge auszuführen, die der eine oder andere Leser unter euch vielleicht mal eben beiseite wischt - das sind Chancen, die ihr nicht nutzt, Menschen, die ihr nicht beachtet, Situationen, in denen ihr meint, keine Zeit zu haben etc.- ist mir zu langweilig und zu aufwendig. Es gibt zu Vieles, das einfach achtlos gelesen oder gehört wird. Doch manchmal müsst ihr Weisheiten und Hinweise öfter hören bevor eure Seele sie hört. Die obige Liste der acht Dinge, die ihr aufgeben solltet, die wir alle aufgeben sollten, gehört dazu.

Hier sind einige Tipps, wie ihr diese acht Punkte wirklich aufgeben könnt:

1. (Selbstzweifel) - Auch für dich ist alles möglich

© sokaeiko via pixelioDu kannst alles schaffen, das du dir ernsthaft vornimmst. Wie das funktioniert können dir Bücher und Filme wie 'The Secret' erklären. Wichtig ist, dass du an dich glaubst, dir selbst vertraust und niemals an dir zweifelst! Sobald du Zweifel spürst, rufe dir ins Gedächtnis, wie du etwas anderes geschafft oder erreicht hast. Spüre das Gefühl, das du damals hattest. Das kann die Aushändigung des bestandenen Abiturs oder Führerscheins sein und alles andere vorher oder nachher. Solange du atmest bist du am Leben und für diese Zeit ist auch für dich zu jeder Zeit alles möglich!

2. (Negatives Denken) - Kontrolliere dein Denken

Solange du lebst, ist wirklich noch immer alles möglich - egal wie alt du bist oder wie schlecht deine Ausgangssituation gerade ist. Also vertraue darauf, dass du positive Dinge erleben wirst. Auch hier können dir diverse Bücher und Filme helfen, falls du Schwierigkeiten damit hast, dein negatives Denken abzulegen. Es gibt auch in Volkshochschulen und in manchen Gemeinden Kurse und Gruppen für Positives Denken. Probiere aus, was für dich passt, nicht alles, was angeboten wird, hilft wirklich. Probiere es zunächst selbst: Achte auf deine Gedanken! Jeden Gedanke, in dem eine negative Bemerkung, ein NEIN oder NICHT in deinem Kopf erscheint, solltest du sofort eliminieren. Sobald dir ein negativer Gedanke auffällt, denke umgehend an etwas Positives - egal was, ohne Zusammenhang zu dem zuvor Gedachten. Kontrolliere dein Denken.

3. (Furcht zu Versagen) - Lampenfieber gehört dazu

Die Angst, eine Situation nicht meistern zu können, haben alle Menschen. Ganz ehrlich gesagt wären herausfordernde Momente ohne diese Angst, das Lampenfieber, die Anspannung und Aufregung auch nur halb so schön. 

Könnt ihr die Versagensangst nicht allein in den Griff bekommen, dann besucht einen Kurs - so etwas bieten viele Gemeinden und vor allem Volkshochschulen bereits an. In schlimmen Fällen hilft auch ein Psychologe oder Psychotherapeut (da lege ich mich nicht fest, denn damit kenne ich mich nicht aus). Fragt einfach nach. Ein Anruf schadet niemandem. Vielleicht findet ihr eine Selbsthilfegruppe - auch die helfen euch. Wir alle fühlen uns sofort etwas besser und gestärkt, wenn wir andere Menschen treffen, denen es ebenso geht wie uns.

Zudem solltet ihr euch in kleinen Kreisen ganz bewusst solchen Situationen, in denen Angst habt zu versagen, stellen. Selbst in einem VHS-Kurs könnt ihr von euch aus den Vorschlag machen, beispielsweise in einem kurzen Vortrag von 5 Minuten euer Hobby zu erklären, anderen ein neues Strickmuster beizubringen oder auch dass jeder sich vorn hinstellen muss, um sich selbst vorzustellen - das ist etwas ganz anderes als es kurz und knapp vom Sitzplatz aus zu tun.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass du dich bei allen Eltern der Klassenkameraden deines Kindes kurz vorstellst, um das Kind und die dazugehörenden Eltern kennenzulernen - und um dich in eine Situation zu bringen, die du meistern musst. Sollten diese Beispiele für dich puppig leicht sein, dann überwinde dich und springe beim nächsten Schwimmbadbesuch vom 3-Meter-Brett. Das hast du früher locker geschafft, sogar mit Salto rückwärts? Cool. Und wie sieht das heute aus? Hm. Da muss ich leider grinsen.

Du hast Angst im Beruf zu versagen und dabei helfen dir diese Übungen nicht? Mehr Selbstbewusstsein kann man vor allem durch Sport lernen. Zum einen mithilfe von Kursen in Selbstverteidigung oder Body-Shape, die deinen Körper (insbesondere die Rücken- und Bauchmuskulatur) stärken und zum anderen durch die Kontakte, die du dort knüpfst. Dein Gang wird aufrechter und du wirst deutlich mehr Beachtung bekommen.

Interessant ist dabei, dass dir dann die Situationen, die dir Versagensangst einflößten, im Nachhinein läppisch finden wirst. Doch es gibt noch einen anderen Effekt, wenn man einmal eine angsteinflößende Situation überstanden hat - man will mehr davon, denn das Adrenalin ist nur der eine Teil, den der Körper dazugibt. Ganz wichtig ist die Ausschüttung von Glückshormonen sobald man etwas geschafft hat, das zuvor jenseits der selbstgesteckten Grenzen lag. Das Lampenfieber kann dann zur Vorfreude werden.

4. (Dich selbst & andere kritisieren) - Ärgere den inneren Kritiker und höre anderen zu

a) Dich selbst kritisieren: Vermutlich standen die Deutschen bei Gott zu Zeit der Vergabe von Selbstkritik ganz vorn in der Reihe. So jedenfalls das Klischee, denn das Fremdbild eines Deutschen ist stets der (historisch bedingte) hoch gewachsene Bösewicht, der meistens blond ist (ätsch, da seid ihr Fremdlinge dem Hitler auf den Leim gegangen), hängende Mundwinkel hat und in muffiger, ruppiger Manier nur Kritik übt. Wir alle wissen, das dem natürlich überhaupt nicht so ist - oder etwa doch?

Kannst du über dich selber lachen, wenn dir etwas schiefgeht? Ärgerst du dich lange, wenn dir mal etwas kaputt geht? Häng dein Herz nicht an Dinge. Manches geht eben schief und Sachen gehen kaputt. Basta. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist kein Beinbruch, der tut arg weh, sodass du das gemerkt hättest; davon geht auch die Welt nicht unter, das hättest du mitgekriegt.

Hör also auf, ständig an dir selber herumzukritteln. DAS NERVT! Vor allem dich selbst. Gegen diese Selbstkritik kommst du auch (wie bei Pkt. 1. und 2.) über deine Gedanken an:. Zunächst verschaffe dir ein positives Selbstbild, indem du immer öfter dein Denken korrigierst (siehe Punkt 2) und beginnst dich schön, gut, perfekt für dieses Leben zu finden. Es ist nämlich so: Genau das bist du! Wir alle sind es!

Schön ist auch diese Übung: Sobald dein innerer Kritiker anfängt Sätze zu flüstern wie 'Ja klar, gerade du wirst das schaffen, selbst xy schafft das nicht, aber du glaubst du schaffst das!' Achte auf diese Momente und beginne damit, dir diesen kleinen Fiesling bildlich vorzustellen. Mach' ihn richtig hässlich und dann packst du ihn am Kragen und wirfst ihn aus dem Fenster oder beim Spaziergang in den Graben oder sag ihm wie hässlich er ist. Das macht Spaß und du wirst merken, dass der kleine Kerl sich verändert und sein Benehmen sich verbessert oder dass er immer häufiger verschwindet.

b) Andere zu kritisieren geht übrigens GAR nicht. Was geht es dich an, wie ich dies oder jenes tue? Ja, das könntest du jetzt sogar über mich denken, weil ich dir hier Tipps gebe. Was gehen mich deine Macken an? Nix. Ich kritisiere dich aber nicht, ich helfe dir. DAS ist etwas komplett anderes. Ich verurteile dich nicht, ich habe diese Verhaltensweisen zum Teil an mir selbst gefunden und sie erfolgreich geändert. Im absoluten Gegensatz übrigens zu den Beispielen, die ihr täglich in der Berichterstattung bestimmter Sendungen finden könnt. Ich kann schon seit langem ein bestimmtes Frühstücksfernsehen nicht mehr ertragen. Insbesondere, weil da in einer Weise nicht nur über Prominente, sondern auch Menschen wie dich und mich hergezogen wird, dass mir einfach übel wird. Die Moderatoren versuchen krampfhaft witzig und ironisch zu sein und meinen gleichzeitig, mit der von ihnen über den TV-Bildschirm kundgegebene Meinung für uns alle sprechen zu können. Lästern im Akkord und um die Wette im Auftrag der Nation. Das gibt die Rote Karte!

Höre anderen bewusst dabei zu, wenn und wie sie über andere herziehen. Versuche, dich zurückzuhalten. Doch versuche niemals, die Lästerer zu kritisieren - das geht nach hinten los. Sobald du dich selbst bei negativen Äußerungen über andere Menschen ertappst, ist die beste Maßnahme dagegen, umgehend etwas Positives über diese Person zu sagen. Am besten nimmst du dich in diesem Fall hier zurück, indem du erwähnst, dass es dir selbst auch hätte passieren können. Das heißt nicht, dass du schlecht von dir selbst sprechen sollst, sondern dich mit der Person, über die du kritisiert hast, auf eine Stufe stellst. Du blickst nicht länger auf andere herab und ziehst über sie her. Wichtig ist dabei die Formulierung, dass es 'DIR' (nicht 'jedem') hätte passieren können. So wird hier das Negative nach und nach eliminiert.

Besondere Erwähnung sollen hier deine Familienmitglieder finden. Wie oft habe ich Kolleginnen und Kollegen erlebt, die im Büro über ihre Ehepartner, Kinder, Schwiegereltern und andere Familienmitglieder oder sogar Freunde schlecht sprechen. Was geht es deine Kollegen an, welche Dummheiten dein Kind getan hat - oder welche Missgeschicke ihm oder deinem Ehepartner passiert sind? Welches Recht hast du, deine angeblich doch engsten und liebsten Angehörigen derart bloßzustellen? Du solltest sie achten und respektvoll behandeln.

5. (Schlecht von dir selbst sprechen) - Höre auf das Wort

Das unter 4. Gesagte wird hier erweitert. Es gibt ein Spiel, das 'Höre auf das Wort', doch das ist hier nicht gemeint. Höre auf das Wort, das aus deinem eigenen Munde kommt. Wer hier zweifelt: Nehmt euch vor, eine Woche lang - besser noch zwei Wochen (aus einem bestimmten Grund) - die Wahl eurer Worte zu überdenken. Dabei achtet ihr zunächst einfach mal darauf, wann ihr etwas Negatives über euch selbst sagt, also wirklich aussprecht. Das sind nicht nur die negativen Gedanken. Hier geht es um das, was ihr sozusagen 'über euch in die Welt posaunt'. 

Ihr werdet zwei Wochen brauchen, weil ihr eine Woche braucht, um euch an die Achtsamkeit zu gewöhnen. Das beginnt nach 2-3 Tagen, wenn euer Unterbewusstsein mit der Erinnerung kommt: 'Du wolltest doch...' Dann fallen euch die ersten Worte plötzlich auf und nach zwei Wochen registriert ihr, wie viel Schlechtes ihr über und von euch selbst 'herumerzählt'. Dazu gehören auch all eure Missgeschicke, all eure Fehler, die negativen Erlebnisse mit euren Partnern, Kindern und Freunden usw. 

Kontrolliere deine Aussagen, auf das, was du sagst und wie du es sagst!

6. (Aufschieben) - Sei vorbereitet

Spätestens hier habt ihr mich erwischt. Ich bin die Königin des Aufschiebens - gewesen!

Klar, wenn man seine Dinge halbwegs im Griff hat, weiß man, was zu tun ist, wann und wo. Muss man deshalb die Dinge auf den letzten Drücker erledigen und die angenehmen Dinge stets vorziehen? Nö. Muss man nicht. 

Hat bislang trotzdem super geklappt, stimmt's? Klar, bei mir auch, aber es ging mir auf die Nerven. Fakt ist, dass es ein viel schöneres, angenehmeres Gefühl ist, sich der Dinge umgehend anzunehmen und sie zu erledigen. Selbst dann, wenn die Sachen wirklich unangenehm und ätzend sind. Es ist doch beispielsweise viel schöner, wenn man am Jahresende für seine Steuererklärung nur maximal 10 Minuten benötigt, vielleicht 15, weil wieder drei Seiten Formular neu hinzugekommen sind - oder?

Nun, der Trick besteht darin, die Dinge nicht nur im Griff zu haben, sondern sie immer im Blick zu haben. Das bedeutet für die Steuererklärung, dass man seine Belege sofort einsortiert oder aufklebt (dann geht nie etwas verloren). Zudem kann man an jedem Monatsende mit Eingang des Honorars oder Gehalts seine Beträge addieren und notieren - und am besten auch gleich die kumulierten Zahlen errechnen. Letzteres ist übrigens ziemlich spannend, weil man sich damit stets sein Jahresgehalt vor Augen hält. Ist das beeindruckend, dann ist alles in Ordnung. Fühlst du dich unterbezahlt - dann ändere etwas! Dazu später mehr, voraussichtlich in einem meiner nächsten Artikel. Fazit: Sei stets optimal auf die Dinge vorbereitet, dann hast du dieses ständige Aufschieben bald hinter dir gelassen.

7. (Furcht vor Erfolg) - Erfolgsangst und Chancen ausschlagen

Oh mein Gott! Hilfe, ich bin erfolgreich!. - Eh, wie? Ja, ich weiß auch nicht so recht. Ich musste erst nachdenken. Doch es stimmt. Ich könnte erfolgreicher sein, wenn ich mir nicht so oft selbst im Wege stünde. Wie das? Nun, frage dich selbst, wie viele interessante, schöne und spannende Dinge (hier geht es nicht um Wellness und Erholungsphasen) hast du in diesem Monat getan? Eine Menge? Schön. Wie viele dieser Dinge haben dich auch nur einen Schritt vorangebracht? Sobald du den 6. Punkt der acht Dinge, die du aufgeben solltest in Griff bekommen hast, wird die nächste Angewohnheit, also diese hier, schwieriger. 

Solange du nämlich Dinge hast, die du wichtiger (weil die aufgeschobenen Dinge langsam brenzlig dringend werden) nennen kannst als die Chance auf ein Vorankommen anzunehmen, hast du eine Ausrede. 'Das ging ja nicht, weil... ich so viel so tun hatte. Hast du diese Ausrede nicht mehr, wirst du plötzlich auch wagen, Chancen wahrzunehmen, die dir Erfolg bescheren könnten. Du wirst mehr wagen.

Du glaubst nicht, dass du Chancen vertan hast oder bezweifelst, dass dir je Chancen geboten wurden? Gönne dir doch mal einen Moment für diese Übung: Setze dich mit einem Notizblock und einem Stift in deinen Lieblingssessel und lasse dein Leben Revue passieren. Dabei kann man schon bei den frühen Berufswünschen beginnen, doch für den Beginn reichen die letzten ein bis zwei Jahre. Frage dich: Was wollte ich erreichen, wer wollte mir helfen und welche Chancen habe ich ausgeschlagen oder wann habe ich angebotene Hilfe zurückgewiesen?

Schreibe dir einfach in Stichworten auf, in welchen Lebensbereichen du weiterkommen wolltest, denn diese Methode gilt wirklich für alle Bereiche wie Liebe, Beruf, Familie, Gesundheit und Fitness, eigenes Zuhause, persönliches Weiterkommen in irgendwelchen Dingen, die du lernen willst. Alternativ kannst du auch deine Wünsche und Ziele vom Jahresbeginn herausholen und diese durchgehen. Gab es wirklich keine Möglichkeit, regelmäßig Sport zu treiben oder endlich mit dem Spanischkurs oder was auch immer zu beginnen? Bist du wirklich niemandem begegnet, der dich zu einem Date ausführen wollte, das du ausgeschlagen hast? Hast du die Literaturagentin für deinen Roman nicht getroffen, aber hier auf Pagewizz gibt es ganz 'zufällig' mehrere Literaturagenten, die hier als Autoren Artikel veröffentlichen und es ist dir gar nicht aufgefallen oder du nimmst sie nur als Autoren war? Ich muss selber lachen während ich dies schreibe, denn: Wo sind die Regisseure, die meine Drehbücher haben wollen? Oder wo ist der Regisseur, der mir zeigt, wie ich meine Drehbücher selbst verfilme? Falls unter euch Lesern 'zufällig' jemand sein sollte ... dann schreibt mir bitte - das meine ich ernst, auch wenn es zum Lachen ist.

Ganz interessant wird es bei der Frage nach den größeren Anschaffungen. Keine Gelegenheit gehabt, etwas Geld vom Urlaubsgeld zu sparen oder monatlich ein paar Euro beiseite zu legen? Ich rechne mal vor: 12 Monate hat das Jahr. Jeden Monat 100 Euro in den Sparstrumpf sind am Ende eines Jahres immerhin 1.200 Euro. Ganz für euch, ohne Bank, ohne Sparverträge oder anderen Schnickschnack, der mehr Kosten als Zinsen bringt. Für € 1.200 kannst du dir die erste DSLR Kamera und ein gutes zusätzliches Objektiv leisten. Auch dies zählt zu den Erfolgen im Leben. Seine Ziele zu erreichen hängt von den ersten Schritten ab - selbst wenn diese winzig und wackelig sind. Jeder Weg hat mit einem ersten Schritt begonnen.

Erfolgsangst mischt sich oft mit Selbstzweifeln, negativem Denken und der Furcht zu versagen, daher ist es wichtig, zuerst an diesem Punkten zu arbeiten.

8. (Gefallen wollen) - Gefalle dir, dann gefällst du anderen? Nö.

© Sandra Ender/ fotocommunityWir alle verspüren den Wunsch, anderen Menschen zu gefallen und wir hoffen, dass wir gemocht werden und einen positiven Eindruck hinterlassen. Doch um dieses Gefallen, das schnell in 'Gefallsucht' enden kann, geht es hier nicht. 

Du willst anderen gefallen, damit sie positiv über dich denken und nur Gutes über dich erzählen. Das ist beinahe unmöglich, wenn du zuvor nicht die Punkte 1. bis 5. eliminiert und aus deinem Leben verbannt hast.

Wenn du in deinem Leben etwas zum Positiven verändern willst (egal was), dann beginne damit, einige Regeln zu brechen bzw. aus deinem eigenen Reglement und deinem Trott auszubrechen. Das geschieht bei den meisten Menschen unbewusst, sobald sie die ersten sieben Punkte dieser Liste für sich erledigt haben. In diesem Moment wird es deiner Familie, deinem Freundeskreis und auch den Kollegen auffallen, dass du dich irgendwie verändert hast. Oft sind es zuerst nur einzelne Personen, die dich in irgendeiner Form 'zur Vernunft' (nach ihren Regeln) rufen wollen, weil du aus dem gewohnten Rhythmus (und der Schublade, in die dich die anderen gepackt haben) ausbrichst. Das Fremdbild (dein bei den anderen gespeichertes Image) stimmt plötzlich nicht mehr. Dein Selbstbild hingegen wird dir plötzlich gefallen. 

DIES ist der Moment, von dem an es dir komplett egal sein sollte, sein muss, ob du den anderen so noch gefällst oder nicht. Du musst dir dabei von Tag zu Tag sicherer werden und deiner inneren Stimme vertrauen, dass der von dir eingeschlagene Weg sich für dich richtig anfühlt. Dann ist es völlig egal, was andere über dich denken, über dich reden, dir nachsagen. Selbst wenn du dich nur ausprobierst und dich verrennst wie ein Teenager - du bist anschließend um eine Erfahrung reicher, die die anderen nicht gemacht haben, bist du um Wege und Abenteuer reicher, die die anderen nie gehen und wagen würden.

Die Gedanken anderer kannst du beeinflussen, aber nicht verhindern oder aufhalten. Wer nur gefallen will, der versucht, den schönen Schein zu wahren und die Gedanken anderer auf diese Weise zu beeinflussen. Alles Zeitverschwendung! Mach' dein eigenes Ding und vertraue deinem Unterbewusstsein, deinem Instinkt und deiner inneren Stimme. Dann wist du dir selbst übrigens immer gefallen, denn dann lehnt deine Leiter direkt am Himmel.

Lili, am 31.12.2014
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Bildquelle:
via fanpop.com (Working Girl - ein amerikanischer Kultfilm)
twinlili/pixelio.de (Kreativer werden und mehr daraus machen)
Das Wohnzimmer von César Manrique (César Manrique - ein Architekt auf Lanzarote)
Der Davidstern - Petra Bork via pixelio (Deutsch-jüdische Fragen)

Autor seit 3 Jahren
30 Seiten
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