Positiv besetzt

Ein Kompliment ist eine "freundliche Äußerung" (1). Man tritt dem Gesprächspartner wohlwollend gegenüber. Man will ihm also wohl, man will ihm Gutes tun.
Und es tut dem Empfänger tatsächlich gut. Darum schafft ein Kompliment auch eine durchweg angenehme Atmosphäre zwischen zwei Menschen.

You are so beautiful ... (Bild: PublicDomainPictures/ pixabay.com)

Emotionale Resonanz

Jeder Mensch hat bestimmte Stärken. Er hat ein Talent besonderer Güte. Diese Eigenschaft wird durch ein Kompliment betont; es wirkt wie ein Lob. Ein Lob lässt den Menschen schwere Lasten leichter tragen, wie es in einem alten Sprichwort ähnlich heißt. Ein Kompliment hilft dem Empfänger, wenn man es im vorigen Sinne interpretiert.

 

Hilfe ist immer gern gesehen, und sie wird im Normalfall mit Dank erwidert. Durch das Kompliment und die Gegenreaktion wird also zwischen den beiden Akteuren eine positive Beziehung hergestellt, ähnlich einer atmosphärischen Brücke.

Hilfestellung unter Freunden (Bild: Peggy_Marco/ pixabay.com)

Schattenseiten

Die negative Seite des Kompliments ist die Schmeichelei. Dabei werden die dem Empfänger bekannte Vorzüge überhöht ausgedrückt, um für den Sender einen Vorteil zu erhalten.
Im Amerikanischen spricht man auch vom "fishing for compliments". Darunter versteht man ein Verhalten, das nach Anerkennung giert oder gar schreit. Der zukünftige Empfänger fordert die Anerkennung quasi heraus.

fishing for compliments (Bild: ClkerFreeVectorImages/ pixabay.com)

Reaktionen

Dank ist bei uns im Westen die übliche Reaktion auf ein Kompliment.

In China soll dies ganz anders sein (1).
Dort weist der Empfänger das Kompliment mehrfach zurück im Sinne von "zu viel der Ehre". Schließlich wird das Zeichen des Wohlwollens doch akzeptiert.
Andere Länder, andere Sitten.

Bitte recht freundlich! (Bild: burtontherunner/ pixabay.com)

Ein Feiertag der Motivation

Am 1. März wird weltweit der internationale "Tag des Kompliments" gefeiert.
Die Amerikaner sollen ihn erfunden haben.
Und die Idee ist beim Nachdenken gar nicht so abwegig. Wenn ein Kompliment unterstützend und motivierend wirkt, dann kann ein solcher Feiertag sehr viel innerhalb einer Gemeinschaft bewegen. Schließlich ist die Motivation der Treibstoff des erfolgreichen Handelns.

Feiertag des Kompliments (Bild: Alexas_Fotos)

Worauf kommt es an?

Es gibt natürlich auch für dieses Thema sogenannte "Komplimenten-Hasser" und eine Menge Bedenken-Räte. Positiv betrachtet, kann man den Vorgang aber auch kultivieren. Ernst gemeinte und natürlich eingesetzte Komplimente fördern dann das Gemeinschaftliche in der Gruppe und "boosten" die gemeinsame Leistung.

Alle reden von Empathie. Diese Kunst der Einfühlung schafft Sympathie. Und dies bedeutet wieder "Zuneigung"; sie schafft Gemeinsamkeiten und fördert das Miteinander.
Niemand ist eine Insel, jeder ist auf andere angewiesen. Daraus entstand der Begriff der "community". Je mehr man über das Thema nachdenkt, umso wichtiger wird es.

Ein Kompliment wirkt wie ein Lob. Und das Lob ist ein leichter Ton, es hilft. Also liken wir kräftig weiter.

Give me five! (Bild: https://pixabay.com/de/freu...)

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