Wie männlich sind Sie? (Bild: Tanja Lidke / pixelio.de)

Das Männlichkeits-Maß

Ist Ihr Ringfinger länger als Ihr Zeigefinger? Die relative Länge Ihres Ringfingers sagt vermutlich mehr über Ihre Männlichkeit aus als Ihnen bewusst ist. Messen Sie doch mal die Länge Ihres Zeigefingers und Ringfingers. Dazu das Maßband auf der Handinnenfläche am unteren Gelenk des jeweiligen Fingers ansetzen und bis zur Spitze messen. Die Länge der Fingernägel ist dabei natürlich außer acht zu lassen. Nun teilen Sie die Länge des Zeigefingers durch die Länge des Ringfingers. Das ergibt den Zeigefinger/Ringfinger-Quotienten. Das ultimative Männlichkeitsmaß.

Der Evolutions-Psychologe John Manning an der University of Central Lancashire führt Forschungsarbeit in diesem Gebiet aus. Ihm zufolge sind die relative Fingerlänge und die menschliche Psyche miteinander verbunden. Alles wird bereits im Mutterleib entschieden. Nach etwa 6 Wochen Schwangerschaft verändert sich das Testosteronniveau in der Gebärmutter. Wenn der Fötus nun höheren Mengen Testosteron ausgesetzt ist, entwickelt er männlichere Attribute und umgekehrt. Kleinere Testosteronmengen bringen weiblichere Attribute im Fötus hervor. Der Testosteronspiegel in dieser Zeit legt auch die Länge der Zeige- und Ringfinger fest.

Männer haben meist längere Ringfinger als Zeigefinger, bei Frauen sind diese Finger meist gleichlang. Der Durchschnittsquotient für Männer ist 0,98 und für Frauen 1,00. Wer einen Quotienten von 0,94 oder sogar weniger aufweist, hat überdurchschnittlich männliche Attribute.

Das gilt auch für Frauen. So sind Frauen mit einem längeren Ring- als Zeigefinger oft dursetzungsfähiger und risikofreudiger als ihre Geschlechtsgenossinnen. Männer mit gleichlangen oder mit längerem Zeigefinger als Ringfinger sind mit ihrer femininen Seite in Verbindung. Sie könnten z.B. sehr wortgewandt und kreativ sein.

In einem Zeitungsartikel habe ich außerdem gelesen, dass anscheinend auch die Größe eines gewissen männlichen Körperteils in Beziehung zu diesem Ringfinger/Zeigefinger-Quotienten steht. Je kleiner der Quotient, desto größer das Geschlechtsorgan. Diese Behauptung kam allerdings meines Wissens weder von dem oben genannten Wissenschaftler noch aus dem Buch Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern von Richard Wiseman, in dem ich von dieser wissenschaftliche Forschungsarbeit gelesen habe (Link führt zur Amazon Buchbeschreibung). Zum Wahrheitsgehalt dieser Aussage kann ich keinerlei Angaben machen.

Hintergrund der Studie zur Männlichkeit

Schon Casanova wusste, dass Männer längere Ringfinger als Zeigefinger haben. Er hatte einen Streit mit dem deutschen Maler Anton Raphael Mengs, der widerum einen längeren Zeigefinger als Ringfinger hatte. Das passt doch ganz wunderbar in diese Theorie mit dem männlichen Casanova und dem Maler mit der Kunst als eher feminines Attribut.

Viele Studien zu dem Thema wurden durchgeführt. So wurden Männer zum Gewichtheben angehalten und die Ergebnisse bestätigen die Theorie. Männer mit einem Zeige- zu Ringfinger Quotienten von 0,91 konnten 24 Pfund schwerere Gewichte heben als Männer mit einem Quotienten von mehr als 1,00.

Kurzstreckenläufern wurden die Fingerlängen gemessen und das Ergebnis enthüllt, dass die schnelleren Läufer einen niedrigeren Quotienten haben als die langsameren.

Den bekanntesten und besten britischen Fußballspielern wurden die Fingerlängen abgenommen und ihre Quotienten waren wesentlich niedriger als jene von unsportlichen Nicht-Fußballspielern.

Auch Filmgrößen wie Paul Newman, Bruce Willis, Johnny Depp, Jack Nicholson und andere haben einen Durchschnittswert von 0,96. Sehr Männlich.

In dem Buch Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern von Richard Wiseman erfährt man mehr Details der Studien.

Wie steht es mit Ihrem Männlichkeits-Quotienten?

Buchbeschreibung

Das Buch Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern beschreibt in äußerst amüsanter Weise verschiedene wissenschaftliche Studien, die sich einfach auf unser tägliches Leben anwenden lassen. Ich habe das Buch sehr genossen und dabei einige gute Tipps erhalten, mein Leben mit sehr einfachen Schritten zu verbessern.

Die Themen decken eine weite Bandbreite ab. Das Streben nach Glück wird ebenso wissenschaftlich abgehandelt wie Überzeugungskraft, Motivation, Kreativität, Attraktivität, Beziehungen, Stress, Kindererziehung und einige weitere Aspekte des Lebens.

Für jedes Thema werden verblüffende wissenschaftliche Forschungsergebnisse aufgeführt und einfach zu verwirklichende Anregungen für die Verbesserung des eigenen Lebens gegeben.

Kanadier, am 30.07.2011
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