Im Test 2014: Latexmatratzen - Kaltschaummatratzen - Federkernmatratzen

Auch im Matratzen Test 2014, einem Produkte Vergleich den Stiftung Warentest in unregelmäßigen Abständen durchführt, findet man wieder kompakte Informationen über eine überschaubare Anzahl an Schlaufunterlagen aus dem mittlerweile riesigen Matratzenmarkt. Das Heft 9/2014 beschäftigt sich diesmal mit Latex-, Kaltschaum- und Federkernmatratzen, sowie mit einer kleinen Auswahl an den in Mode gekommenen amerikanischen Betten, den sogenannten Boxspringbetten. Einleitend wird zunächst über die Unterschiede, oder besser gesagt den Vor- und Nachteilen der einzelnen Matratzenarten eingegangen. Da jeder Mensch einen unterschiedlichen Anspruch an sein Bett hegt, ist es natürlich enorm wichtig, im Vorfeld zu wissen, auf welcher Matratze man beispielsweise leicht ins Schwitzen gerät, und so mancher, der sich die Bettdecke im Schlaf höher zieht, weil er schnell friert, tut sich natürlich keinen Gefallen damit, wenn er keine wärmeisolierende Schlafunterlage auswählt.

In diesem Vergleichstest konnte erstaunlicherweise eine Matratzenart punkten, die heutzutage eigentlich immer seltener verlangt wird, und dementsprechend im Angebot der Händler eher rückläufig ist. Die Rede ist von Latexmatratzen. Insgesamt 5 Latexmatratzen sind im Matratzen Test 2014 an den Start gegangen. Drei Modelle überzeugten die Tester durch gute Liegeeigenschaften und lange Haltbarkeit. Zwar schlägt die Anschaffung mit ca. 300 - 700 Euro ganz schön zubuche, dafür darf man sich dann aber auch über eine deutlich bessere Haltbarkeit als bei Federkern- oder Kaltschaummatratzen freuen. Der Grund, warum der Rückzug von Latexmatratzen vom Markt seine Anfänge nahm, war, dass Menschen, die unter einer Latexallergie leiden, diese Matratzen schnell aus ihrem Schlafzimmer verbannten. Ein Eiweißstoff, der im Naturmaterial Latex enthalten ist, lässt Allergiesymptome ähnlich einem Heuschnupfen auftreten. Allerdings liegt die Empfindlichkeit gegenüber diesem Stoff lediglich bei 2 % der Bevölkerung.

Informationen zur Allnatura Supra-Comfort Matratze (gut "2,2), dem Testsieger, erhalten Sie auf der Internet-Seite der unabhängigen Verbraucherorganisation test.de. Der Testabruf ist zwar gebührenpflichtig, dies ist dennoch gut angelegtes Geld, wenn man bedenkt, dass Ihre Schlafqualität davon profitieren kann. Um die Allnatura Supra-Comfort Matratze (lt. Stiftung Warentest ca. 680 Euro) im Internet beziehen zu können, muss man schon ein wenig forschen. Am besten fragen Sie in einem Matratzenfachgeschäft, dass die Marke Allnatura führt nach, ob man Ihnen diese dort bestellen kann, falls sie nicht vorrätig sein sollte.

Stiftung Warentest vergab an keine Kaltschaummatratze die Note "gut"

Diesmal nahm Stiftung Warentest wie bereits erwähnt auch sieben Kaltschaummatratzen unter die Lupe, oder sollte man in diesem Fall vielleicht besser sagen, unter die Walze genommen. Matratzen aus viskoelastischem Polyurethan findet man heutzutage recht häufig in deutschen Schlafzimmern.. Diese sind sehr leicht und lassen sich daher auch gut handeln, wenn es um die Betthygiene geht. Preiswerter als andere Matratzenarten sind Schaummatratzen dennoch nicht. Mit 700 Euro gelang es der teuersten Matratze, als Sieger aus diesem Vergleichstest hervorzugehen.

Erneut fiel den Testern auf, dass die Hersteller die korrekten Härtegradangaben immer noch nicht in den Griff bekommen haben. Daran wird sich vermutlich auch in Zukunft wenig ändern, denn die Ungenauigkeiten sind auf Produktionsprozesse zurückzuführen. Daher bleibt dem Verbraucher nichts anderes übrig, als Matratzen vor dem Kauf Probe zu liegen, um sicherzugehen, auch die gewünschte Härte zu erhalten. Wer sich zum Kauf über das Internet entschließt, bekommt die Matratze nicht nur bequem ins Haus geliefert, er hat natürlich auch ein Anrecht darauf, dass die Ware der Deklaration entspricht.

Malie Pure Green (Test Matratze 2014) (Bild: amazon.de)

Wissenschaftliche Studien belegen - schlechte Schlafqualität birgt gesundheitliche Risiken

Was in unserem Körper während des Schlafs geschieht, wissen die wenigsten von uns so ganz genau zu erklären. Dass er der Erholung dient, dürfte noch nachvollziehbar sein. Dass Schlafmangel jedoch den Abbau von Eiweißprodukten im Gehirn verhindert, wodurch das Risiko an Alzheimer zu erkranken steigt, dürfte noch weniger bekannt sein. Forscher in aller Welt beschäftigen sich mit Schlafforschung aus rein wissenschaftlichem Interesse. Dabei liegt ihr Augenmerk natürlich ausschließlich auf die Auswirkungen von Schlafmangel auf die Gesundheit. Ob sie sich dabei Gedanken über die Matratzen machen, auf denen die Probanden ihre Nächte verbringen? Wohl eher kaum. Das Resultat der verschiedenen Studien ist erschreckend: Schlechte Schlafqualität begünstigt Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Depression, Übergewicht und wie bereits erwähnt, fand man sogar einen Zusammenhang mit der gefürchteten Krankheit Alzheimer. Nächtliches Hin- und Herdrehen, weil der Schlaf auf sich warten lässt, kann zudem Jahre später zur Herzinsuffizienz führen. Auch das Immunsystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Anfälligkeit für Erkältungen und grippalen Infekten nimmt zu.

Elli, am 25.11.2014
1 Kommentar Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Bildquelle:
Amazon.de (Boxspringbetten Test - Testergebnis vs. Erfahrungen)
Biberna/Amazon (Matratzenauflage wasserdicht - sie schützt die Matratze nicht nur v...)

Laden ...
Fehler!