In welchen Fällen ist eine Minderung der Miete der möglich?

Ein Mieter kann die Miete mindern, wenn ein erheblicher Mangel vorliegt. Ein Mangel liegt dann vor, wenn ein Mieter die Wohnung nicht mehr so nutzen kann, wie er das gewöhnlich tut. Beispiele für Mängel:

  • defekte Heizung

  • Schimmel im Bad

  • verstopfte Abflussrohre

  • defekte Türklingel

  • undichte Fenster usw.

Der Vermieter ist für solche Mängel verantwortlich, es sei denn, der Mieter hat die Mängel zu verantworten. Dies kann zum Beispiel durch mutwillige Zerstörung oder mangelhaftes Lüftungsverhalten im Falle von Schimmelbildung der Fall sein.

 

Mängel können auch außerhalb der Wohnung ihre Ursache haben. Etwa dann, wenn in der Nähe eine Diskothek oder eine Baustelle ist. Ob in diesen Fällen eine Mietminderung möglich ist, hängt davon ab, inwieweit der Lärm dem Mieter bei Mietbeginn ersichtlich gewesen ist.

Wie ist das richtige Vorgehen bei einer Minderung der Miete?

Sie sollten den Vermieter schriftlich über den Mangel informieren. Das erleichtert im Zweifelsfall die Beweispflicht.

 

Der Mangel sollte so genau wie möglich beschrieben sein und der Vermieter sollte dringend zur Beseitigung des Mangels aufgefordert werden.

 

Sobald der Vermieter über den Mangel informiert worden ist, kann der Mieter einen Teil der Miete einbehalten, bis der Mangel beseitigt worden ist.

Ratgeber: Mietminderung

Wie hoch kann die Minderung der Miete sein?

Die Höhe der Mietminderung ist abhängig vom Einzelfall. Berücksichtigt werden muss der Grad der Beeinträchtigung und die Dauer. Es ist sicher ein Unterschied, ob die Heizung im Sommer ausfällt oder im Winter für ein paar Tage oder sogar für Wochen. Je größer der Mangel, desto größer auch der Betrag um den die Miete gemindert werden kann. Am Besten lassen Sie sich vom Mieterschutzbund oder Ihrer Rechtsschutzversicherung beraten.

 

Grundlage der Miete, von der ein Betrag einbehalten wird, ist die Warmmiete inklusive der Nebenkosten.

 

Wenn der Mangel beseitigt worden ist, muss der einbehaltene Betrag durch die Mietminderung nicht an den Vermieter zurückgezahlt werden.

 

 

Wichtig: Dieser Artikel kann keine Beratung durch den Mieterschutzbund oder einen Rechtsanwalt ersetzen!

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