Strategie 1: Förderung des Zugehörigkeitsgefühls

Fördern Sie das Zugehörigkeitsgefühl Ihrer Mitarbeiter. Wichtig ist hierbei, dass Sie den einzelnen Mitarbeiter so wie er ist, also als Individuum wertschätzen. Solidarität in einer Gruppe ist nur dann möglich, wenn die Mitarbeiter sich ausdrücken dürfen. Und nur so können diese ihre Erfahrungen und ihr Wissen gewinnbringend in die Gruppe einbringen.

Kaffeeecken, und Teamevents können helfen, dass die Mitarbeiter sich besser kennlernen und somit Austausch und Information selbstverständlich werden.

Strategie 2: Sinn

Bei der Strategie geht es darum, dass der Mitarbeiter den Sinn seiner Arbeit erlebt. Diese Strategie kann ich Ihnen wirklich ans Herz legen. Denn wenn ein Mitarbeiter nicht weiß, wozu er arbeitet, wird sich auch langfristig keine Motivation einstellen.

Stellen sie sicher, dass der Mitarbeiter weiß, welche Bedeutung seine Arbeit im Unternehmen hat. Wenn er am Gesamtprozess nur einige Teilschritte ausübt, ist ihm seine Bedeutung im großen Ganzen vielleicht einfach nicht klar. Vielleicht würde aber der Gesamtprozess ohne diesen Teilschritt gar nicht funktionieren.

Unterstützen Sie ihre Mitarbeiter, sich über die Bedeutung Ihrer Produkte oder Dienstleistungen für die Käufer im Klaren zu sein. Die Produkte erfüllen einen Nutzen, denn sonst würde sie niemand kaufen. Mitarbeiter, die sich darüber im Klaren sind, haben häufig eine höhere Motivation, da sie den Sinn ihrer Arbeit erkennen.

Strategie 3: Überraschende Belohnungen

Ein Thema, dass ich häufig höre, wenn es um Mitarbeitermotivation geht, ist die Frage: Wie ist es denn mit Prämien, Gehaltserhöhungen und ähnlichen Anreizen?

Hierbei kommt es ganz darauf an, wie man sie einsetzt.

Es gibt aber eine große Gefahr: Wenn die Prämien gelichbleibend sind und immer zum gleichen Zeitpunkt kommen, gewöhnen sich die Mitarbeiter daran. Die Prämien werden dann gar nicht mehr als Motivation wahrgenommen, sondern sind selbstverständlich. Wenn sie dann mal nicht oder im geringeren Umfang gezahlt werden, verkehrt sich die Wirkung sogar ins Gegenteil – sie demotivieren.

Auch haben monetäre Anreize meistens eher ein kurzfristige Wirkung – nach einem Monat sind sie wieder vergessen.

Nehmen wir als Beispiel mal den Herrn Müller. Er ist Bauleiter bei einem mittelständischen Unternehmen. Jedes Jahr im Mai wird eine Prämie gezahlt. Die Höhe der Prämie hängt eigentlich vom Unternehmenserfolg ab, aber in den letzten Jahren wurden immer 1,5 Monatsgehälter gezahlt.

Für Herrn Müller gehört das Geld inzwischen fest zu seiner Planung dazu. Er denkt gar nicht mehr darüber nach, sondern gibt das Geld jedes har für den Familienurlaub aus.

Nun ist aber die Wirtschafslage schlechter geworden und das Unternehmen ist nicht mehr ganz so erfolgreich. Daher kann als Prämie nur noch ein halbes Monatsgehalt gezahlt werden. Das reicht nun nicht mehr für den Urlaub. Satt durch ein halbes Monatsgehalt Prämie motiviert zu werden, ist Herr Müller demotiviert.

Aber das muss nicht sein: Es gibt Studien, die zeigen, dass monetäre Anreize motivieren können, aber sie müssen überraschend kommen. Statt also Jahr für Jahr im Mai eine Prämie in Höhe von 1,5 Monatsgehältern zu zahlen, sollte man überraschend vorgehen. Mal eine Prämie nach einen erfolgreichen Quartal, mal eine extra Weihnachtsprämie und mal eine außerplanmäßige Gehaltserhöhung nach einem erfolgreichen Projektabschluss. So können auch monetäre Anreize motivierend wirken.

Strategie 4: Ziele

Mitarbeiter brauchen klare Ziele und sollten sich bei der Arbeit weiterentwickeln können. Vereinbaren Sie die Ziele gemeinsame mit den Mitarbeitern und vereinbaren Sie auch, wie diese Ziele überprüft werden können. Zeigen Sie, dass Sie Ihren Mitarbeitern viel zutrauen und geben ihnen Freiräume und Verantwortung.

Ziele und Aufgaben sollten herausfordernd sein, aber den Mitarbeiter nicht überfordern.

Wenn noch weitere Kompetenzen oder Wissen notwendig sind sollten sie den Mitarbeiter unterstützen, sich weiterzubilden. Setzen Sie auf stetiges Lernen.
 

Es gibt sicherlich noch viel mehr Aspekte, die die Mitarbeitermotivation unterstützen. Mit diesen vier Strategien ist aber bereits ein guter Anfang gemacht.

 

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