Welche Kleider sind an der Konfirmation vorgeschrieben?

Wie schon erwähnt, diese Frage ist heute durchaus gestattet. Und gleich vorneweg die Antwort: Nein, ein Konfirmationskleid muss nicht schwarz sein.

Eine strenge Regel, was man an diesem für Christen wichtigen Tag zu tragen hat gibt es nicht, gleichwohl gibt es natürlich Konventionen, wie etwa auch für die kirchliche Trauung. Diese Konvention besagt eigentlich nur, dass man sich des Anlasses bewusst ist und die Kleidung diesem auch gerecht wird. Dabei ist eigentlich alles erlaubt, das gefällt und dabei ein gewisses Maß an Feierlichkeit ausdrückt.

Zerrissene Jeans oder ein Minirock, der die Maße eines Gürtels hat, gehören sicherlich nicht dazu. Auch sollte der Anlass selbst nach wie vor im Mittelpunkt stehen, denn das Kirchenschiff ist nicht der Catwalk, der Pfarrer ist nicht die Supermodel-Jury und die Anwesenden sind die Gemeinde und nicht das Publikum … Das bedeutet ganz klar, dass man nicht mit tief ausgeschnittenen Dekolletees, engen knappen Kleidchen und High Heels punkten muss. Aber man muss natürlich genauso wenig wie ein graues Mäuschen die Konfirmation entgegen nehmen. Denn irgendwie steht man ja doch auch zumindest ein bisschen im Mittelpunkt und das den ganzen Tag, wenn die Feierlichkeit weitergeht. Auf Foto gebannt sogar ein Leben lang. Wie auch immer, ein wenig »rausputzen« ist erlaubt und längst auch normal.

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Wie gewagt darf ein Konfirmationskleid sein?

Wer wagt, gewinnt. Ob das immer so ist, sei einmal dahingestellt. Klar ist, dass man mit einem klassisch schlichten und schwarzen oder dunkel gehaltenem Kleid an der Konfirmation nichts falsch macht und gewissermaßen auf der sicheren Seite ist. Einerseits gibt es praktisch niemand, dem die Farbe schwarz nicht stünde, andererseits ist schwarz zeitlos und bei jedem Schnitt geeignet. Darüber hinaus, kann ein schwarzes Kleid so manches Gramm an der »falschen« Stelle recht gut kaschieren und macht kleine Körper optisch etwas gestreckter. Das kommt denjenigen zugute, die vielleicht ein wenig darunter leiden, dass sie in der Konfirmandengruppe die kleinsten sind und am wenigsten erwachsen wirken. Ein schwarzes Konfirmationskleid lässt sich problemlos mit jedem Schmuck oder andersfarbigen Accessoire kombinieren, allzu viel Sicherheit in Farbenkunde oder ähnlichem ist also nicht vonnöten.

Was den Schnitt angeht, darf ein Konfirmationskleid durchaus auch etwas gewagter sein, damit ist aber ganz sicher nicht gemeint, dass mit den (noch sehr jungen) weiblichen Reizen geprahlt werden soll, sondern ganz einfach auch etwas ungewöhnlichere oder verspielte, vielleicht asymmetrische Formen gewählt werden dürfen. Wer vom Schwarz weggeht, wagt auch nicht sofort zu viel, sofern sie nicht gerade das knallbunte Kleidchen mit Papageiendruck trägt, das viel eher an einer karibischen Strandbar zuhause wäre. Frische Pastelltöne hingegen, durchaus auch mit dezenten Mustern, können etwas Fröhlichkeit in die Konfirmationsfeier bringen und bieten eine gute Alternative zum traditionell schwarzen Konfirmationskleid.

 

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Grundsätzlich gilt die Regel: Es ist schön, wenn man sich ein wenig von Althergebrachten abhebt, jedoch sollte man vermeiden, um jeden Preis auffallen zu wollen. Übermäßiges Tragen von auffälligem Modeschmuck und ein Auftreten, als sei man auf dem Weg zur großen Gala gilt es ganz klar zu unterlassen. Was es ebenfalls zu vermeiden gilt, ist bereits im Vorfeld einen Wettstreit um das schönste, teuerste und exklusivste Kleid anzuzetteln. Leider ist genau dies jedoch immer häufiger der Fall. Vielleicht würde es helfen, im Konfirmandenunterricht auch das zu thematisieren und evtl. gemeinsam etwas wie einen »Dresscode« zu erstellen, so dass jeder seine Freiheit hat und doch keiner durch völlig überzogenes Auftreten aus dem Rahmen fällt.

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