Jugendgruppen konnten in Sachsen reaktiviert werden

Mit Beginn des Jahres 2011 wurden für die Jugendfeuerwehren in Sachsen das Eintrittsalter gesenkt. Nun dürfen sich Kinder schon ab acht Jahren (vorher zehn Jahre) in Sachen Brandschutz engagieren. "Das wir damit mehr Kinder für die Feuerwehr begeistern können, belegen schon Zahlen", berichtete Daniel Löwenhagen schon nach wenigen Monaten als Koordinator der Jugendfeuerwehrarbeit im Vogtlandkreis erfreut. Immerhin wurden die Jugendfeuerwehren in Eichigt und Reuth wieder aktiviert. Dort sind insgesamt 27 Kinder und Jugendliche aktiv, wobei die Hälfte unter der alten Altersgrenze von zehn Jahren ist. Solche Zahlen zeigen deutlich, das die Herabsetzung der Altersgrenze den Feuerwehren Zuwachs bringt.

Dass aber schon vorher Kinder im Grundschulalter in Sachen Brandschutz geschult wurden, zeigen Beispiele aus Plauen und Callenberg (Zwickauer Land). Dort gibt es schon mehrere Jahre Bambini-Gruppen, welche auch Ausflüge zur Berufsfeuerwehr oder Polizei machen, Unterweisungen im Absetzen des Notrufes erhalten und sogar Erste Hilfe gelehrt bekommen. In Plauen leitet Andrea Hartmann von der Feuerwehr Stadtmitte eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft an der Lindgren-Grundschule in der Ostvorstadt. "Das läuft nun seit mehreren Schuljahren prima", bestätigte Hartmann auf Anfrage. Doch man will noch mehr Grundschulen überzeugen, das der Brandschutz und damit der Nachwuchs für die Feuerwehren wichtig ist. "Wir versuchen auch in den anderen Grundschulen mit Ganztagsangebot in der Stadt entsprechende Arbeitsgemeinschaften aufbauen", erläuterte Hartmann die Zukunftspläne.

Die persönliche Schutzausrüstung wird erklärt (Bild: Sabine Wolfram, Plauen)

Thüringen reagierte schon 2007 auf schwingende Mitgliederzahlen

Die Thüringer haben schon im Jahr 2007 die Altersgrenze gesenkt, so dass dort Kinder schon ab sechs Jahren in die Jugendfeuerwehr eintreten dürfen. "Wir haben einen messbaren Erfolg", erklärte Geschäftsführer Alexander Blasczyk vom Thüringer Feuerwehrverband. "Immerhin engagieren sich dadurch auch mehr Eltern in unseren Feuerwehrvereinen", berichtete er weiter. Dass mehr jüngere Kinder auch mehr Aufwand für die Feuerwehrjugendwarte bedeutet, gibt man in Thüringen auch zu. "Es werden Lehrgänge angeboten, wo man auch gesetzliche Vorgaben und Pädagogik den Jugendwarten näher bringt", erläutert Blasczyk die Unterstützung seitens des Landesverbandes.

Aber neben der Mehrarbeit für die Jugendwarte haben auch die Feuerwehren Auflagen bekommen, um die sechs- bis neunjährigen betreuen zu dürfen. "Das sind Auflagen der Feuerwehrunfallkasse Thüringen", berichtete Jugendwart der Feuerwehr Großrudestedt im Kreis Sömmerda. "Dazu gehören die veränderten Sanitäranlagen, so dass auch die kleineren Kinder diese problemlos nutzen können und auch Sicherheitsvorkehrungen im Gerätehaus, wie zusätzliche Handläufe an Treppen", nannte man nur zwei Beispiele. Aber auch in Thüringen wird den Kindern viel mit Spielen und Ausflügen über die Arbeit der Feuerwehren und den Brandschutz beigebracht.


Ab zwölf Jahren darf man in Bayern aktives Jugendfeuerwehrmitglied sein

Ganz anders sind die Altersgrenzen in Bayern. Jugendreferentin erklärte auf Anfrage, das Kinder und Jugendliche bei unserem südlichen Nachbarn erst ab zwölf Jahren aktiv in der Jugendfeuerwehr mitwirken dürfen. "Erst dann sind sie körperlich auch in der Lage mit den Geräten problemlos umgehen zu können", erklärt sie diese hohe Altersgrenze. "Allerdings steht es den Feuerwehr-Vereinen offen, auch Kinder unter zwölf Jahren aufzunehmen und sogenannte Kinderfeuerwehr-Gruppen – etwa ab sechs Jahren – zu gründen." In diesen Gruppen werden, ähnlich wie in Sachsen und Thüringen, den Kindern die Aufgaben der Feuerwehr eher spielerisch näher gebracht.

SabineWolfram, am 07.08.2014
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CDS Medien SAAR (SAARBOB GIBT ES JETZT AUCH IN ST.INGBERT)
Sabine Wolfram, Plauen (Oldtimer im Vogtland)
Sabine Wolfram, Plauen (Plauener Jugendliche sorgen für Sicherheit)
SAARBOB (SAARBOB reist durch das Saarland)

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