Eine Idee wird geboren - Die "Buchstabenjunkies" sind da

Es war einmal eine Gruppe von sieben verlagsunabhängigen und einer Verlagsautorin, die sich online über die Möglichkeiten austauschten, die Werke unbekannter Autoren bekannter zu machen.

Man wurde sich schnell einig, dass es zwei Hauptprobleme gibt: Erstens neigen Autorinnen und Autoren untereinander häufig zu Neid und Missgunst, was eine gemeinsame Aktion schwierig macht. Gemeinsamkeit ist aber eine Grundvoraussetzung, denn Einzelkämpfer werden es niemals schaffen, sich Gehör und Sichtbarkeit zu verschaffen.

Zweitens kommt man irgendwann an den Punkt, an dem Werbung auch Geld kostet. Flyer, Webspace und viele andere Dinge sind nur gegen Bares zu haben. Was also tun, wenn nicht jeder mit seinem kaum vorhandenen Barvermögen einsteigen kann?

Es wurden also zwei Überlegungen angestellt: Erstens brauchten wir ein gemeinsamen Forum, in dem sich unbekannte Autoren einerseits gegenseitig mit Rat und Tat unterstützen und andererseits auch Kontakt zu Lesern möglich ist.

Zweitens musste eine potenzielle Geldquelle her. Da wir Autoren sind, lag es nahe, ein Gemeinschaftsprojekt in Angriff zu nehmen. Die Idee: Ein gemeinsames Thema und jeder Autor und jede Autorin steuert eine Geschichte dazu bei. Es wurde also eine Anthologie ins Auge gefasst. Natürlich musste das Kind dann auch einen Namen haben. Bevor ein Buchtitel festgelegt wurde, haben wir zunächst einen Gruppennamen gesucht, denn künftige Projekte sollten möglichst auch unter diesem Label laufen. Wir entschieden uns für den Namen "Buchstabenjunkies".

Aktivitäten bei Facebook und Twitter - Und plötzlich war da eine Gruppe

Eher zufällig ergab sich nach einiger Zeit die Notwendigkeit, eine eigene Facebook-Gruppe zu gründen. Auch diese Gruppe wurde kurzerhand "Buchstabenjunkies" getauft und sollte allen unbekannten Autorinnen und Autoren eine Plattform bieten. Den Spagat zwischen dem Anspruch, dass jeder dort werben dürfen sollte und dem Wunsch, dass trotzdem mehr Gespräche stattfinden, als Werbung, haben wir so gelöst: Es wurde zusätzlich zur Gruppe noch eine gleichnamige Fanpage eingerichtet. Alles, was dort gepostet wird, sollte über einen verlinkten Twitter-Account (natürlich wieder unter gleichem Namen) weiter verbreitet werden.

Genau so wurde es umgesetzt und die Gruppe wuchs schnell. Die Möglichkeit der Fanpage wurde rege angenommen und in der Gruppe selbst entwickelten sich viele gute und teilweise auch einfach nur heitere Gespräche.

Während wir all diese Strukturen schufen, arbeiteten wir acht Autoren natürlich weiter an unserer Anthologie. Die Koordination lief über E-Mail und Chats. Wir hatten uns mittlerweile auf das Oberthema "Träume" geeinigt und alle waren fleißig am Schreiben. Es kam uns sehr zugute, dass wir auch technisch versiertes "Personal" an Bord hatten. So stellten Coverdesign, Konvertierung, Webseitenlayout und alles, was damit zusammenhing, auch kein Problem dar. Für das abschließende Lektorat und Korrektorat war ebenfalls gesorgt worden.

Durch aktive Aufbauarbeit wuchsen die Zahl der Gruppenmitglieder, die Zahl der "Likes" auf der Fanpage und die Zahl der Follower bei Twitter schnell und stetig.

Die heiße Phase der Veröffentlichung - Schlussredaktion, letzte Feinjustierungen, Vorbereitung der Printversion

Die Geschichten waren zur selbst gesetzten Deadline am 31.10.2012 allesamt fertig. Der Redakteur brachte sie in eine Reihenfolge und ergänzte die Titelei, die Autorenvorstellungen am Ende des Buches und das Impressum. Anschließend wurde alles ins MOBI-Format konvertiert. Wir haben uns entschlossen, zunächst allein auf Amazon zu publizieren, da das Marketing für eine Plattform schon aufwändig genug werden würde. Außerdem war eine nachgelagerte Veröffentlichung als Print über die Amazon-Tochter Create Space beschlossene Sache.

Mir fällt in diesem Projekt die Rolle des Herausgebers zu. Das bedeutet eigentlich nur, dass die Veröffentlichung über meinen Autoren-Account auf Amazon läuft. Über den Vertrauensvorschuss, den die anderen Beteiligten mir damit entgegengebracht haben, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Immerhin werde ich der Einzige sein, der die Entwicklung der Verkaufszahlen im Auge behalten kann und es ist mein Konto, auf dem die Erlöse eingehen werden. Der damit verbundenen Verantwortung bin ich mir sehr bewusst und werde sie sehr ernst nehmen.

In der Printversion haben wir uns entschlossen, die Autorenvorstellungen durch sogenannte QR-Codes anzureichern. Diese an Barcodes erinnernden Grafiken können mit einem Smartphone gescannt werden und führen dann direkt auf eine im Code hinterlegte Internetseite.

Die Einstellung der Buchdatei bei Create Space musste natürlich auch ich übernehmen – es war ja mein Konto. Unser Layouter begleitete mich dabei im Chat von A bis Z. Dadurch, dass er uns eine für Create Space optimierte Cover-Datei erstellt hatte, ging das ziemlich glatt über die Bühne. Abschließend veröffentlicht wird die Printversion in Kürze. Bis dahin ist das E-Book zum Einführungspreis von 99 Cent zu haben. Dieser Preis wird mit Erscheinen der Printversion dann angehoben.

Das E-Book wurde von Amazon am 04.11.2012 zum Verkauf freigeschaltet.

Wie wird es weitergehen?

Ob und wie es weitergeht, entscheidet sich durch den Erfolg dieses ersten Projekts. Diese Anthologie stellt einen Versuchsballon dar. Wir wollen sehen, ob diese Idee überhaupt trägt. Sollte das Ganze ein Flop werden, hätten wir außer Zeit nichts verloren. Sollte es aber gut laufen, dann werden sicher weitere Anthologien oder auch andere Projekte folgen. An diesen werden sich dann auch andere Autorinnen und Autoren aus unserer Facebook-Gruppe beteiligen. Wir sind sicher, dass wir viele tolle Leute in unseren Reihen haben.

Merken Sie sich den Namen "Buchstabenjunkies". Man wird noch von uns hören.

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Homepage Buchstabenjunkies

Facebook-Fanpage Buchstabenjunkiess

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Rene_Junge, am 05.11.2012
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Bildquelle:
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Autor seit 4 Jahren
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