Zur Osterzeit in der Fränkischen Schweiz - Ein alter Brauch kehrt alle Jahre wieder


Einer der beiden geschmückten Brunnen in WaischenfeldDie Gebietsregion Fränkische Schweiz im bayerischen Oberfranken lockt alle Jahre wieder Urlaubsgäste an, die sich die Gegend anschauen und die eine Auszeit dort verbringen möchten. 
Ob nun im kleinen Felsenstädtchen Pottenstein, eine der "Hochburgen" in der Fränkischen Schweiz, im Wallfahrtsort Gößweinstein, bekannt durch seine Basilika, dem Luftkurort Waischenfeld, gelegen am Fluß Wiesent oder in Forchheim mit seiner sehenswerten Altstadt:
Überall kann man gut Urlaub machen, besticht die Fränkische Schweiz doch durch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, interessanten Ausflugszielen für Groß und Klein und einen moderaten Preis-Leistungsverhältnis.


Kulturelle Gepflogenheiten, oftmals sehr natur- und heimatverbunden, doch auch von religiösen Riten bestimmt, üben ebenfalls eine gewisse Anziehungskraft auf verschiedene Personengruppen  aus und sind durch den gesamten Jahresablauf hindurch zu finden.

Eine Tradition aus Franken


Mehrfach kopiert, doch in der Urform eigentlich aus der Fränkischen Schweiz stammend, sei hier das Osterbrunnenschmücken erwähnt, im Volksmund auch als "Brunnenputzen" bezeichnet.
Brunnen werden – wie der Name schon sagt – in der Karwoche mit Kränzen aus gebundenen Girlanden und ausgeblasenen, bemalten Eiern verziert. In der Region besitzt beinahe jede, manchmal auch noch so kleine Ortschaft, einen eigenen Brunnen. Bisweilen werden wahre "Kunstwerke" von den Einheimischen in mühevoller Kleinstarbeit geschaffen.
Das Sammeln und Verschönern des nötigen Eierbestands nimmt meist viel Zeit in Anspruch, müssen doch alle Eier ausgeblasen, liebevoll bemalt und dann noch aufgehoben werden. Im Allgemeinen kalkuliert man immer mit ein, dass ein gewisser Teil davon möglicherweise beim Lagern oder Schmücken zu Bruch geht. Nicht selten beteiligt sich auch das ganze Dorf daran, "seinen" Brunnen zu gestalten.
Ist das sogenannte "Brunnenputzen" endlich beendet, wird dies dann von den tatkräftigen Helfern gebührend gefeiert. In Waischenfeld beispielsweise ist dazu die gesamte Bevölkerung, sowie jeder anwesende Gast auf das Herzlichste eingeladen.

Erstaunlich ist, daß es ca. schon 1 Woche vor Ostern bis 2 Wochen nach dem Fest zahlreiche Osterbrunnen in verschiedenen Formen und Größen in der Fränkischen Schweiz zu bestaunen gibt. Jeder ist in seiner Art einzigartig und sieht anders aus. Das beflügelt einen so manchen, eine Reise durch die Fränkische Schweiz zu wagen. Von den ansässigen Touristenbüros werden deshalb spezielle Busfahrten zu den Osterbrunnen angeboten. Urlauber und Touristen machen gerne davon Gebrauch. 

Bedeutung des "Brunnenputzens"


Die Tatsache, warum das Osterbrunnenschmü-cken in früherer Zeit durchgeführt wurde, begrün-dete sich u. a. darin, dass im Wasser (das in der  Region ja nicht immer vorhanden war) und in den Eiern ein Bildnis des Lebens gesehen wurde. Nicht zuletzt der religiöse Gedanke an das Geschehen in der Karwoche mag vielleicht einen gewissen Anteil dazu beigetragen haben, die Osterbrunnen gerade pünktlich zum Fest in aller Pracht erstrahlen zu lassen. 

     © verwendete Fotos  "Osterbrunnen"  by Leserin

Informationen aus Wikipedia

Aus der Fränkischen Schweiz stammt der Brauch, Osterbrunnen zu schmücken. Am Karsamstag werden zur Vorbereitung auf Ostern öffentliche Dorfbrunnen mit bemalten Ostereiern und anderem Verzierungen zu Osterbrunnen geschmückt. Mündliche...
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