Der fragwürdige Ruf, den Paintball genießt, ist gewiss nicht ganz unbegründet. So manifestiert sich der erste Gedanke an Paintball doch bei den meisten Menschen in Form von Erwachsenen, die Krieg spielen wollen. Dabei hat sich Paintball schon lange zu einer spannenden Sportart weiterentwickelt.

Die Wurzeln des schlechten Rufs

Es wird geschossen! Die Munition (mit Lebensmittelfarbe und Öl gefüllten Gelatinekugeln - also der Paintball an sich) wird mithilfe eines Luftdruckgewehres (Markierer) verschossen. Ziel des Spiels ist es, den Gegenspieler abzuschießen (mit Farbe zu markieren).

Der älteste Ast am Paintballbaum nennt sich Woodland oder Szenario. Hier werden, vergleichbar mit Computerspielen wie "Counter Strike", tatsächlich kriegsähnliche Szenarien nachgestellt. Die Markierer sehen oft wie echte Waffen aus, und der Kleidungsstil der meisten Spieler ist dementsprechend militärisch. Olivgrün und Tarnfarben haben die Oberhand. Bei sogenannten "Big Games" stehen sich oft mehrere Hundert Spieler gegenüber.

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Die Auswirkung auf den Sport

Das Bild eines Woodland-Spieles ist somit die am meisten verbreitete Vorstellung vieler Menschen. Dies führt dazu, dass Paintball mitunter für tragische und entsetzliche Ereignisse verantwortlich gemacht wird. Gänzlich verübeln lässt sich diese Ansicht nicht, da sich viele Menschen mit dem Thema Paintball nur sehr oberflächlich auseinandersetzten – wenn überhaupt.

Dies wiederum hat zur Folge, dass dem Sport die Lobby fehlt. Schieß- und Waffensportvereine scheinen dagegen fast schon unantastbar. Beim Biathlon wird scharf geschossen, beim Fechten ist es das Ziel, seinen Gegner in einem Duell mit stumpfen Stichwaffen zu treffen. Mittlerweile gibt es Übertragungen im Fernsehen von Kampfsportveranstaltungen, bei denen es erlaubt ist, den am Boden liegenden Gegner mit Schlägen kampfunfähig zu prügeln. Also wo zieht man hier die Linie?

Paintball ist der ideale Teamsport!

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Turnier-Paintball ist Teamsport pur!

Turnier oder Speedball sind Varianten von Paintball, bei denen es rein um den sportlichen Gedanken geht. Die Grundregeln lassen sich mit denen von Völkerball vergleichen. Es geht darum, auf einem relativ kleinen und begrenzten Feld, die gegnerische Mannschaft zu markieren oder eine Flagge, die sich in der Mitte des Feldes befindet, auf die gegnerische Seite zu bringen. Als Deckung dienen hauptsächlich aufblasbare Plastikbunker (Sup Air) in verschiedenen Formen und Größen.

In diesem sehr schnellen und aufregenden Sport kommt man als Einzelspieler nicht weit: Zusammenarbeit, Kommunikation, Vorplanung und Fitness sind hier die Schlagwörter. Dank dieser Attribute entdecken immer mehr Unternehmen Paintball als teambildende Sportart für Firmenveranstaltungen. 

Die Zukunft von Paintball

Es gibt weltweit wesentlich mehr Menschen, die Paintball spielen, als beispielsweise Snowboarder. In den USA werden Turniere im Fernsehen ausgestrahlt und als Collegesport angeboten. In Deutschland gibt es eine Bundesliga, in der "Millennium Series" treten Mannschaften aus ganz Europa gegeneinander an. 

Wohin der Paintball-Weg in Zukunft geht, ist zwar aufgrund des teilweise falsch verstandenen Rufes noch ungewiss, Potenzial ist aber auf alle Fälle vorhanden. Bowling, Bogenschießen, Inlinehockey und Faustball sind für die nächsten World Games 2017 schon gelistet. Paintball könnte dort alleine schon vom Unterhaltungswert locker mithalten.

Paintballspieler kommen aus allen Schichten und Altersklassen. Was sie zusammenschweißt, ist die Freude an Bewegung, der Zusammenhalt untereinader und nicht zuletzt die Adrenalinschübe während des Spiels. 

Man kann jedem nur ans Herz legen, gemeinsam mit ein paar Freunden ein Spielchen zu wagen. Nur wenn man etwas kennt, es ausprobiert und sich darüber ausgetauscht hat, kann man sich ein fundiertes Bild davon machen.

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Über die Autoren

The Hagenz, das sind Angelica & Daniel Hagen.

Angelica ist diplomierte Übersetzerin für Italienisch, Deutsch und Englisch mit über 16 Jahren Berufserfahrung.

Daniel ist gelernter Koch und Hotelbetriebswirt; 15 Jahre lang bereiste er als Tauchlehrer und Basenleiter die Welt.

Seit 2009 leiten die beiden nun ihre eigene Text- und Übersetzungsagentur "The Hagenz". Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.the-hagenz.com.

 

Autor seit 5 Jahren
135 Seiten
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