Personen

Der Militär-Arzt

Story

 

# 1346, Skiff, hat offenbar Befehle missachtet, da er in einem Einsatz noch mehr Geiseln entdeckte. Der Anführer der Einheit aber befahl den Rückzug. Die führte zum Ende des Engagements von Skiff und den weiteren Mitarbeitern. Sie geben ihm alle ihre Marken zurück und quittierten den Dienst.

Fünf Jahre später in einem Labor des russischen Verteidigungsministerium 63-10 wird ein Virus entdeckt. Alle die ehemaligen Mitarbeiter haben inzwischen neue Jobs oder sind im Gefängnis gelandet, gefangen oder als Aufseher. Die ehemalige Mitarbeiterin scheint beim Kommandanten zu wohnen, einer wurde Sicherheitsmitarbeiter, einer wurde zum Dealer. Der ehemalige Commandant bekommt einen Auftrag und trommelt seine Einheit wieder zusammen.

 

Ein Mann mit einem schwarzen Koffer trifft ein

Eine Basis, die es offiziell nicht gibt, hat ein Signal geschickt, das nicht entschlüsselt werden kann. Die Basis liegt auf einer Insel. Transmitter müssen ausgeschaltet werden. Es sind Interkontinentalraketen innerhalb dieses Labors vorhanden. Evakuieren der Basis und Zerstören derselben ist die Aufgabenstellung, außerdem gilt es die Informationsbank des Labors zu sichern. Der letzte Punkt "Bewerten Sie die Situation aus wissenschaftlicher Sicht" ist von ihnen allein nicht zu schaffen, deshalb bekommen sie einen Arzt beigestellt. Dieser gibt ihnen noch schnell das Gegenmittel.

 

Sie entern die Basis, obwohl es schon wieder Missverständnisse in der Befehlsstruktur gibt und stellen fest, dass die Basis aus Putins Zeit stammt. Lisa findet raus, dass es Aktivitäten im Labor gibt, aber keine Personen. Die Personen sind aber alle in der Kantine, laut Personenortungssystem. Sie finden wirklich drei Leichen und eine lebende Laborantin, die in eine "Reaktionsphase" in die offengelegten Stromkabel läuft und einen Forscher, der in einer Art Transformation auf das Team losspringt, bis ihn der Arzt erschießt. Das hätte er aber laut Richtlinien nicht gedurft. Der Hubschrauber trifft ein, doch der Arzt, der sich auf Paragraph 77 der Expeditionscharta beruft, schickt eine Leuchtkapseln in die Luft. Also müssen sie alle im Labor bleiben ...

Impressionen

Laborantin mit dem Ergebnis der Analyse (Bild: https://youtu.be/8HH2LAfvT80)

Rezeption

Wenn die Ära Putin zu Ende geht, könnte es in verschiedenen Labors der Welt, die die Erbschaft des Sowjetsystems darstellen, zu solchen oder ähnlichen Situationen kommen, ungeachtet dessen, dass Russland seit Jahrzehnten nun eine Verfassung hat und sogar einen Juristen an der Spitze, der Universitätsprofessor war. Es ist die Frage, wie die ehemaligen Jus-Student*innen mit dem was da kommt umgehen werden, als Epigonen der Ära Putin. Es ist immer Kampf um Fairness, Möglichkeiten und die Zeit.

Ist es denn wahr, was der Arzt sagt oder gibt es eine Anpassung an das Virus, wie schon in früheren Zeiten? Hört das Team einfach nicht gut genug zu, weil es um Kampf im Vordergrund geht, nicht aber um das was die Versuchstiere eventuell "zu bieten" gehabt hätten?

 

Am Rande steht die Frage danach, wie das Personenortungssystem implementiert wurde, sodass der Mitarbeiter von Versuchstieren nicht zu unterscheiden ist. Vielleicht ist es eine ethische Frage, doch ethische Überlegungen scheinen in letzter Zeit bei den Autoren von Drehbüchern immer stärker in Vergessenheit zu geraten.

Autor seit 9 Monaten
58 Seiten
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