Kundenmagazine sind Papierverschwendung

Außerdem finden wir diese Art der Magazine überflüssig. Sie sind eine reine Umweltbelastung. Der Wasserbedarf für die Produktion von einem Kilogramm einfachem Kopierpapier hergestellt aus Altpapier beträgt beispielsweise ca. 22 Liter (Quelle: http://www.pro-regenwald.de/hg_papier). Von Holz- und Energieverbrauch gar nicht zu reden. Wenn man sich dann noch die Kosten für die Auslieferung vor Augen hält, wird die Umweltbilanz endgültig zum Desaster. 

Reaktion von Payback 11.07.2017

"Gerade weil wir uns in der Abwägung von Geschäft und Natur verantwortungsbewusst verhalten möchten, sehen wir von einer höheren Auflage [nur 200.000 Exemplare] ab. Wie auch Sie gehen wir davon aus, dass sich eben nicht jeder Kunde dafür interessiert – wir halten Relevanz für den Kunden für sehr wichtig."

Dem kann man nur zustimmen. Allerdings wäre es dann wahrscheinlich am einfachsten gewesen den Kunden zu fragen, ob er das Magazin überhaupt haben möchte.

Die Herstellung von einem Kilogramm ...

Die Herstellung von einem Kilogramm Papier benötigt 22 Liter Wasser (Bild: kloxklox_com / Pixabay)

Feedback von Payback: Willkommen im 19. Jahrhundert!

Also hat sich meine Frau kurzerhand in ihren Payback-Account eingeloggt um das Magazin abzubestellen. Diese Option wird im Kundenkonto allerdings gar nicht angeboten. Mehr noch findet sich gar kein Hinweis auf ein solches Magazin. Wir verfassten ein kurzes Schreiben über das Kontaktformular an Payback. Wir teilten dem Unternehmen mit, dass - ungeachtet eventueller Kosten für das Magazin - wir dieses allein aus Umweltgründen gar nicht haben wollen.

Positiv zu bemerken ist, dass Payback sich schon am nächsten Tag per Mail meldete.

Das Magazin sei für Payback-Kunden natürlich kostenlos. Anders gesagt: Der Preis auf dem Umschlag ist nichts anderes als ein Werbetrick, um die Wertigkeit des Magazins in den Augen der Leser zu steigern. Das ist sicher nicht verboten, aber für unser Gefühl doch etwas plump.

Der Rest des Schreibens machte uns dann endgültig fassungslos. Es gibt laut Payback keine Möglichkeit das Magazin abzubestellen. Schließlich sei es ja kostenlos.

Reaktion von Payback 11.07.2017:

"...kann der Kunde, der Erhalter des kostenlosen Magazins uns jederzeit ganz einfach per Mail an z.B. herrlich@payback.net mitteilen, dass er das Magazin nicht mehr haben möchte."

Es gibt also die Möglichkeit das Magazin abzubestellen. Das ist erfreulich zu hören, die ursprüngliche Aussage des Kundenservice, die uns schriftlich vorliegt, hatte das noch verneint.

Der Preis für die Umwelt ist zu hoch

Wir hatten einmal überschlagen:

Es gibt in Deutschland ca. 29 Mio. Besitzer einer Payback-Karte (Quelle: https://www.payback.net/ueber-payback/daten-fakten/). Das nach Unternehmensangaben mehrmals jährlich erscheinende Magazin hat 54 Seiten und nach unserer Waage ein Gewicht von 138 Gramm. Unser Magazin ist mit "Sommer 2017" gekennzeichnet. Gehen wir deshalb davon aus, dass es vier Mal im Jahr erscheint.

Das bedeutet: Unter der Annahme, dass Payback allen Kartenbesitzern in Deutschland das Magazin zustellt, braucht das Unternehmen pro Jahr ca. 16.000 Tonnen Papier. Dies sind nach den Angaben von Pro REGENWALD über 350 Mio. Liter Wasser. Oder anders gesagt: 2,8 Mio. Badewannen voll Wasser. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass Payback für den Druck Altpapier verwendet.

Auch wenn ich solche Magazine prinzipiell recht überflüssig finde und es bevorzugen würde, wenn Payback das Geld für solche Werbemaßnahmen stattdessen an die Kartenbesitzer weiterreicht, kann ich verstehen, dass manche Menschen so ein Magazin gern lesen.

Reaktion von Payback 11.07.2017:

"Die Auflage liegt je Ausgabe bei ca. 200.000 Exemplaren – bei einer Ausgabefrequenz von derzeit 2 Magazin-Ausgaben in 2018."

Vermutlich ist das Jahr 2017 gemeint. 400.000 Exemplare pro Jahr sind aus unserer Sicht erfreulich wenig. 

Der Kunde ist König - und sollte die Wahl haben

Aber: Payback-Kunden nicht die Wahl zu lassen, ob Sie sich an dieser Form der Umweltverschmutzung beteiligen wollen, ist aus meiner Sicht skandalös.

Bitte schreibt Payback an und sagt dem Unternehmen, was Ihr über dieses Verhalten denkt.

Ich freue mich auf Kommentare zu diesem Artikel. Wenn Ihr meiner Meinung seid, teilt ihn bitte auch auf Facebook. Herzlichen Dank!

Update 11.07.2017:

Wir freuen uns sehr, dass so schnell Payback reagiert hat - und es eine Möglichkeit gibt, das Magazin abzubestellen.

Eine Entschuldigung für die falsche Information des Kundenservices, die uns schriftlich vorliegt, wäre noch nett gewesen. Aber man kann ja nicht alles haben.

 

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