Blick auf den Festplatz
Plauener Vogelschießen

Plauener Vogelschießen (Bild: Sabine Wolfram Plauen)

Geschichte beginnt vor 500 Jahren

Bereits im 16. Jahrhundert hat sich in Plauen eine Gilde der Scheiben- und Bogenschützen gebildet. Damit beginnt auch schon die Tradition des Vogelschießens in der vogtländischen Spitzenstadt. Denn zu den Wettkämpfen kamen damals schon viele Schaulustige zusammen. Es dauerte auch nicht lange bis Musikanten dabei waren, um die Zuschauer zu begeistern und zu unterhalten. Dazu kamen noch der Bierausschank, die Möglichkeit zu Würfeln und auch die ersten Karusselle. Die Tradition der Volksfeste in Plauen war geboren und wurde bis in die heutige Zeit fortgesetzt.

Im Jahr 1884 wurde das neue Schützenhaus "Treffer" eröffnet. Dieses Fest beging man am Pfingstwochenende und organisierte dafür einen großen Schützenumzug. Und obwohl das Fest als solches zwischenzeitlich über viele Jahre nicht mehr statt fand, ist es seit 1996 wieder im Festplan der Stadt Plauen vorhanden und seit dem auch nicht nur bei den Plauenern beliebt.

Festablauf

Am Freitag des Pfingstwochenendes um 18 Uhr ist die Eröffnung des Rummels. Fahrgeschäfte, Schieß- und Losbuden und natürlich Imbissgeschäfte laden ein über den Festplatz zu schlendern. Ob kleine Besucher oder Erwachsene den Weg zum Treffer finden, für Alle wird etwas geboten. Bis zum Sonntag des folgenden Wochenendes kann man den Rummel ab 14 Uhr besuchen. Der Mittwoch lädt mit dem Familientag ein, wo es ermäßigte Preise gibt. Am Donnerstag ist ab 18 Uhr Ladies-Night. Alle Damen und auch die Besucher, die so aussehen, können die Fahrgeschäfte zu reduzierten Preisen nutzen. Am zweiten Freitag des Festes findet nach Einbruch der Dunkelheit ein großes Feuerwerk statt.

Schützenfest zum Vogelschießen

Um die Tradition aus den vorherigen Jahrhunderten fortzuführen, gibt es am Pfingstsamstag ab 14 Uhr den Aufmarsch der Schützen. Der Plauener Schützenverein "Treffer e.V." übernimmt diese Aufgabe. Immerhin hat er sein Domizil direkt neben dem Festplatz. Nach dem Freibier-Anstich, der auch zu den Traditionen bei Volksfesten gehört, wird der Schütze mit der ruhigsten Hand und dem schärfsten Blick gesucht. Dazu findet ein Wettkampf statt, wo die Teilnehmer mit der Armbrust auf einen Holzadler schießen. Der beste Schütze darf sich dann bis zum Pfingstfest im nächsten Jahr "Plauener Adlerkönig" nennen.

Anfahrt zum Vogelschießen

Aus Richtung Reichenbach kommend ist die Festhalle ausgeschildert. Diesen Hinweisen muss man nur folgen, um zum Vogelschießen zu gelangen. Wer aus Richtung Hof oder Chemnitz über die Autobahn kommt, sollte die Abfahrt Plauen Ost nutzen und gelangt damit auf die Strecke von Reichenbach kommend. Alle anderen Besucher können in Plauen den Beschilderungen für Reichenbach folgen, um zum Festplatz zu kommen. Allerdings sind die Parkmöglichkeit dort sehr beschränkt, so dass sich die Nutzung der Plauener Straßenbahn anbietet. Denn nur wenige Meter vom Treffer entfernt befindet sich die Haltestelle "Vogtland-Klinikum". Dort halten die Linien 3, 4 und 6.

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