Traditionell wird der Plauener Weihnachtsmarkt am Dienstag (22.11.2016) nach dem Totensonntag und vor dem 1. Advent eröffnet. Die Kinder der Stadt und natürlich auch die Gäste treffen sich um 17.45 Uhr am Besucherbergwerk "Ewiges Leben" zum Lichtlumzug. Von dort aus werden das Christkind aus der Partnerstadt Steyr, die Wattefrau, der Weihnachtsmann und das Bornkinnel auf den Altmarkt begleitet, um das Weihnachtslicht dorthin zu bringen. Um 18 Uhr erfolgt die Eröffnung des Weihnachtsmarktes, der bis zum 4. Advent für die Besucher täglich geöffnet hat.
Mehr als 60 weihnachtlich geschmückte Stände laden zum verweilen ein. Doch damit nicht genug, denn es wird ein reichhaltiges Programm in der Vorweihnachtszeit geboten. So kann man täglich um 16 Uhr auf der Bühne am Rathaus Plauener Kindereinrichtungen und Vereine und Musiker aus der Region bewundern. Auch im Vogtlandmuseum gibt es in jedem Jahr eine weihnachtliche Sonderausstellung und im Besucherbergwerk gibt es eine Weihnachtsmannwerkstatt.

Doch neben den traditionellen Elementen auf dem Plauener Weihnachtsmarkt, findet man auch moderne Highlights. So unter anderem der Wettbewerb, den die Besucher entscheiden, über den schönsten Verkaufsstand. Auch das Kochen von Polizei und Feuerwehr zugunsten gemeinnütziger Vereine ist eine Erfindung der Neuzeit.

Geschichtliches aus der Plauener Weihnachtszeit

In Plauen hat nicht immer der Weihnachtsmann die Geschenke gebracht. Noch unsere Großeltern bekamen die Geschenke vom Bornkinnel. Leider gibt es zu diesem Gabenbringer nur wenige Überlieferungen. Aber eine Ähnlichkeit zum Christkind ist erkennbar, denn das Bornkinnel wurde als weiß gekleidete, engelähnliche Figur beschrieben. Auch eine goldene Krone trug es im Haar. Heute kann man eine geschnitzte Christkindfigur im Museum anschauen. Diese wurde vermutlich um 1520 in Zwickau gearbeitet und war nachweislich ab dem 17. Jahrhundert in der Johanneskirche in einer Weihnachtskrippe aufgestellt.

Die Anfänge des heutigen Plauener Weihnachtsmarktes stammen aus dem Jahr 1714. Da genehmigte Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz einen sechsten Jahrmarkt. Der Rat der Plauener Bürgerschaft hatte den Herzog um diese Erlaubnis ersucht. Festgelegt wurde der Mittwoch nach dem 3. Advent. Ab 1729 taucht die Bezeichnung "Weynachts-Marckt" in den Chroniken auf. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Markt auf mehrere Tage erweitert. So durfte dann vom 22. Dezember bis Heiligabend der Handel betrieben werden. Bereits 1930 wurde in der Marktordnung festgelegt, dass der Weihnachtsmarkt am zweiten Samstag vor dem Heiligabend beginnen darf. Nachdem der Altmarkt 1949 von den Trümmern des zweiten Weltkrieges befreit war, wurde dort auch wieder der Weihnachtsmarkt abgehalten. Zwischen 1977 und 1981 wurden auch einige andere Standorte für den Weihnachtsmarkt getestet. Am Ende kehrte der besinnliche Markt wieder auf den Altmarkt zurück.

Besonderheiten rund um den Plauener Weihnachtsmarkt

Auch in diesem Jahr ist das Christkindl Postamt wieder geöffnet. Dort können bis Anfang Dezember Postkarten und Briefe an das Christkind abgegeben werden. Entweder bestückt man die Post selbst mit dem entsprechenden Porto oder gibt seine Adresse mit 2,50 Euro ab. Dann ist es gesichert, dass man bis zum Heiligabend Post vom Christkind mit dem Sonderstempel bekommt.
Täglich ab 16 Uhr ist auch der Weihnachtsmarkt im bunten Treiben zu finden. Jeden Dienstag und Donnerstag kann man sich mit dem Geschenkebringer auch zwischen 16.30 und 17.30 Uhr photographieren lassen. Auch am Mittwoch gibt es etwas Besonderes in Plauen. Da kommt um 18 Uhr der Sandmann zu Besuch. Auch die Weihnachtsmann-Werkstatt im Besucherbergwerk wird in diesem Jahr wieder geöffnet haben. An allen Adventswochenenden fährt am Nachmittag die Bier-Elektrische durch Plauen. Hierfür sind Vorbestellungen bei der Plauener Straßenbahn notwendig.

Öffnungszeiten und Parkplätze

Der Plauener Weihnachtsmarkt hat Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Am Samstag kann man bis 21 Uhr verweilen und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Parkplätze gibt es in der Innenstadt mit wenigen Gehminuten. So steht der Neustadtplatz und auch die Parkhäuser in der Innenstadt bieten viele kostenpflichtige Stellplätze. Für weitere Informationen steht die Internetseite der Stadt Plauen zur Verfügung.

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