Die körperliche Seite des prämenstruellen Syndroms

Unter vermehrten Kopfschmerzen leidet ein großer Teil der Frauen. Migräne-Patientinnen erleben in den Tagen vor den Tagen häufigere Attacken.

Die Brüste schwellen an, sind berührungsempfindlich und schmerzen.

Es kommt zu einer verstärkten Pickelbildung.

Frauen klagen über Bauchschmerzen, Völlegefühl, verstärkten Blähungen und Verstopfung, bei gleichzeitigem Heißhunger auf Süßes.

Die Bauchkrämpfe strahlen in den Rücken in Höhe der Lendenwirbelsäule aus.

Wassereinlagerung bewirkt eine Erhöhung des Körpergewichtes.

Hitzewallungen, Kreislaufprobleme und Schwindel sind weitere Befindlichkeitsstörungen

Die psychischen Beschwerden des prämenstruellen Syndroms

Depressive Verstimmung, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Ängste, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen sind mögliche Anzeichen eines prämenstruellen Syndroms.

Verstärkt werden die Beschwerden durch Stress und Hektik, eine falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.

Da die Beschwerden so unspezifisch sind und auch von Monat zu Monat variieren können, ist es hilfreich über Monate ein PMS-Tagebuch zu führen. In diesem werden die einzelnen Beschwerden notiert und deren Schweregrad auf einer Skala einsortiert.

Um andere Erkrankungen ausschließen zu können, empfiehlt sich in jedem Fall der Besuch beim Arzt.

Behandlung des prämenstruellen Syndroms

Frauen können mit einfachen Änderungen in ihrer Lebensführung viel dafür tun, sich auch an den Tagen vor den Tagen wohl zu fühlen. 

Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Meditation und Yoga können Beschwerden lindern.

Eine ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, sowie ausreichend Bewegung – möglichst an der frischen Luft – haben positive Auswirkungen auf das prämenstruelle Syndrom.

Bei sehr starken Beschwerden bietet die Naturheilkunde Hilfe. Pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer oder Wolfstrapp, Schüßler-Salze oder homöopathische Mittel können Linderung bringen.

Homöopathie bei prämenstruellem Syndrom

Das homöopathische Mittel wird danach ausgesucht, welche Beschwerden im Vordergrund stehen. Jede Frau bekommt "ihr" individuelles Mittel. Es gibt kein allgemeines homöopathisches Mittel gegen das prämenstruelle Syndrom. Häufig verordnete Mittel sind Sepia, Lycopodium, Natrium muriaticum oder Pulsatilla. Das prämenstruelle Syndrom eignet sich aus homöopathischer Sicht nicht zur Selbstbehandlung, sondern erfordert einen erfahrenen Homöopathen oder eine Homöopathin.

Autor seit 4 Jahren
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