Fehler 1: Das Ziel der Präsentation ist unklar.

Jede Präsentation hat nur dann eine Daseinberechtigung, wenn sie ein Ziel verfolgt. Es kann z.B. sein, dass Sie die Aufgabe bekommen, eine Präsentation vorzubereiten, in der dem Management der Stand ihres aktuellen Projektes präsentiert werden soll. Das Thema ist nun zwar klar, aber keineswegs das Ziel.

Ist das Ziel der Präsentation vielleicht

  • das Management ganz allgemein zum Stand des Projektes zu informieren,
  • mehr Budget zu beantragen,
  • die Zeitplanung zu ändern
  • oder von Erfolgen oder Misserfolgen zu berichten?

Klären Sie vorab die Erwartungshaltung der Zuhörer und das Ziel der Präsentation. Fragen Sie sich bei der Präsentationsvorbereitung folgendes:

  • Was soll sich beim Publikum durch die Präsentation verändern?
  • Welche 2-3 Punkte soll das Publikum auf jedem Fall verstehen?
  • Was soll das Publikum nach der Präsentation über das Thema denken?

Fehler 2: Zu viele Details

Hier ist die zentrale Frage: Wie viele Details muss das Publikum wissen, damit mein zuvor definiertes Ziel erreicht wird oder sie den Sachverhalt verstehen?


Häufig wird das Publikum mit Fachwissen und Details nahezu überfrachtet. Die Folge ist, dass das Publikum weder folgen kann, noch sonderlich interessiert ist.

Haben Sie Mut zur Lücke. Halten Sie lieber Ihre Hauptpräsentation kurz und verlagern Sie Extra-Informationen in Folien, die Sie nur zeigen, falls jemand eine Frage dazu hat.

Fehler 3: Die verwendete Grafiken zu komplex

Wie in Punkt 2 erläutert, verlieren sich viele Präsentationen in Details. Entsprechend sind häufig auch die verwendeten Grafiken zu komplex. 
Zu viele Informationen führen allerdings eher zu Verwirrung als zu mehr Klarheit.


Halten Sie die Grafiken einfach und fragen Sie sich, bevor sie Grafiken einsetzen:

  • Was will ich mit der Grafik ausdrücken?
  • Was ist die wichtigste Information, die vermittelt werden soll?
  • Wie kann ich diese wichtige Information noch besser darstellen?

Gut ist es beispielsweise, die wichtigsten Informationen auf der Folie farblich herauszustellen.

Fehler 4: Einleitung weckt kein Interesse

Mark Twain hat einmal gesagt: "Anfang und Ende einer Rede sollten gut und das Stück dazwischen kurz sein. "Vielleicht haben Sie auch schon einmal wie folgt begonnen: "Mein Thema ist heute: Eine Abhandlung der verschiedene Präsentationstechniken, angereichert mit Daten aus aktuellen empirischen Untersuchen..." Das klingt nicht schlecht, aber nicht unbedingt praxisnah und spannend.

Versuchen Sie es doch mal so: "Angenommen ... Sie sollen eine Präsentation halten. Wünschen Sie sich dann nicht auch genau zu wissen, worauf bei der Vorbereitung ankommt?"

Das "Angenommen" oder "Stellen Sie sich vor" erzeugt beim Publikum innere Bilder und sie beginnen sich ein Szenario vorzustellen, dass Sie ihnen vorgeben. 
Solche Einleitungen machen neugierig und steigern die Spannung.

Fehler 5: Abruptes Ende

Immer wieder habe ich Präsentationen erlebt, die mit den Worten enden:

  • "Das war's."
  • "Ich bin fertig."
  • "Gibt es noch Fragen?"


Auch hier gilt: Das geht besser.

Bedanken Sie sich lieber und bringen Sie nochmals die Kernbotschaft des Vortrages zusammenfassend rüber. Anschließend können Sie dann gerne anbieten, Fragen zu beantworten.

Es gibt sicherlich noch viele weitere Punkte, die zu guten Präsentationen beitragen. Wenn Sie die oben genannten 5 Punkte beachten, ist aber schon einmal ein guter Anfang gemacht.

Laden ...
Fehler!