Auswirkungen des Medikamenten-Cocktails

Allein schon dieser Arznei-Mix kann zu Wechselwirkungen zwischen den Mitteln und zu einer Vielzahl an Nebenwirkungen führen.

Dann kommt noch hinzu, dass die Arzneimittelwirkung in der Regel nur an jüngeren Erwachsenen getestet wird. Aber der Körper von Senioren reagiert häufig komplett anders auf die Medikamente. Manchmal benötigen Senioren einfach eine andere Dosierung, aber in einigen Fällen wirkt das Arzneimittel beim Senior komplett anders und ist damit nicht mehr zur Behandlung geeignet.

Aber es gibt auch kaum Forschungsergebnisse zu der Wechselwirkung von Medikamenten, wenn mehrere Erkrankungen gleichzeitig mit unterschiedlichen Arzneien behandelt werden.  

Was ist die Priscus-Liste ?

Der Begriff Priscus kommt aus dem lateinischen und bedeutet "alt".

Die Priscus-Liste wurde von erfahrenen Experten erstellt mit dem Ziel neue Therapieansätze für Senioren zu entwickeln.

Auf der Priscus-Liste sind 83 Wirkstoffe aufgelistet, die für Senioren ungeeignet beziehungsweise riskant sind. Dabei handelt es sich zum Großteil um Medikamente, die relativ häufig verschrieben werden. Dazu gehören Mittel gegen Depressionen und Demenz.

15-20% der zu Hause lebenden Senioren nehmen regelmäßig Medikamente ein, die auf der Priscus-Liste genannt sind. In Altersheimen sind es schon 40%. Das liegt daran, dass die Zahl der an Depressionen und Demenz Erkrankten in Altersheimen höher ist als bei den Senioren, die in der Lage sind, sich alleine zu Hause selbst zu versorgen.

Anhand der Priscus-Liste können Senioren Ihre verordneten Medikamente kontrollieren und gegebenenfalls Ihren Arzt darauf ansprechen.

In der Priscus-Liste sind die ungeeigneten Wirkstoffe nicht nur einfach aufgelistet. Es werden auch Alternativen genannt. Für den Fall, dass ein Mittel trotzdem gegeben werden soll, werden Maßnahmen zur besseren Kontrolle genannt.

Hier kann die Priscus-Liste aus dem Internet heruntergeladen werden: Priscus-Liste

Ausblick für die Zukunft

Wünschenswert wäre eine bessere Erforschung der Medikamentenwirkung auf Senioren. Immerhin bekommen die über 60-jährigen die meisten Medikamente verschrieben und nicht die jungen Erwachsenen.

Damit wäre ein weiterer Schritt zum Altern in Würde getan.

 

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