1936, ein Kino

Carl, ein zwielichtiger Kinobetreiber, lebt mit der hübschen Sylvia zusammen. Bei ihnen ist auch noch ihr kleiner Bruder, der sich blendender Gesundheit erfreut, bis ihn Carl in seine Machenschaften miteinbezieht: Dieser ist mit Untergrund-Aktivitäten betraut. So sabotiert er ein städtisches Kraftwerk.

Sein Gegenspieler, bzw. der der ganzen Untergrund-Gruppe ist ein Scotland-Yard-Mann, der ebenfalls under Cover im Gemüseladen tätig ist und sich an Sylvia heranmacht, um mehr über Carl und die Bande zu erfahren. Eines Tages schickt Carl den kleinen Bruder Sylvias mit einer Bombe los, die prompt im Bus explodiert, in dem er fährt. Nun macht Sylvia Carl Vorwürfe, die in einer dramatischen Situation enden, denn Carl zeigt sich skrupellos. Sylvia schnappt sich das Messer, bevor es Carl kann und ersticht Carl, bevor er sie erstechen kann. Nunmehr ist sie auf der Flucht ...

Der Director und sein Hauptdarstelle ...

Der Director und sein Hauptdarsteller, Saboreur Carl (Oscar Homolka). (Bild: Bing)

Alfred Hitchcock

Der "Director der Spannenden Filme", der seine Eigenheiten hatte. Inzwischen sind die Anzüglichkeiten, mit denen er seine weiblichen Stars bedachte, in der facheinschlägigen Welt des Kinos bekannt, aber er wurde auch zum Vater der "Cameo"-Auftritte, der Erfinder des "McGuffins", hatte sein eigenes stilisiertes Conterfei auf dem Vorspann und fürchtete sich vor Eiern und der Polizei. Und das sind nur einige Fakten aus dem Leben des Briten, der das Kino mit Charme und Suspense bereicherte.

Alfred Hitchcock wurde 1899 geboren und gilt als "English Film Director", der auch als Produzent und Screenwriter bekannt wurde. Sein Spitzname war "Master of Suspense", was so viel wie "Meister der Spannung" bedeutet. Diesen hatte er sich in den ersten Jahren seiner sechs Jahrzehnte überdauernden Karriere erworben und gepflegt. Dabei war es eigentlich kein "Cinema", das er da umsetzte, sondern fotografierter Dialog, gefilmter Dialog. Aber das kann auch das typisch-britische Understatement sein, mit dem er den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen konnte, so, wie es ihm gerade passte. Geboren in Leytonston, London, wurde der sanfte Sir Alfred später Amerikaner. Er erhielt 46 Academy Awards, was doch eine hohe Zahl ist, gemessen daran, wie er diese Awards sehnsüchtig vermisste, wenn sie nicht an ihn vergeben wurden. 

Was ist eigentlich Sabotage?

Ist die absichtliche Störung von Funktionen von militärischen Abläufen oder zivilen Einrichtungen. Eine andere Definition lautet: "Eine Handlung, mit der jmd. (oft zu politischen Zwecken) einen Plan anderer vereitelt, indem er absichtlich Maschinen, Arbeitsmittel oder Waren zerstört". Das kann aber nicht die letztgültige Begriffsbestimmung sein, denn es werden auch oft ideelle Werte, Menschen und Gemeinschaftsgefüge zerstört, was mitunter berücksichtigt werden sollte, und selbst dann ist noch nicht sicher, ob der Begriff alle Dimensionen abdeckt.

Sabotage ist ein beliebtes Filmthema und wird auch gerne umgesetzt. Dieser Film entstand bereits 1936. In den 40ern entstand "Saboteur", sowie einige Filme, die das Thema Sabotage zwar nicht im Titel tragen, inhaltlich aber damit befasst sind. Auch 2014 wurde ein Film namens "Sabotage" veröffentlicht. In diesem übernimmt Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle und gibt einen gar nicht netten Zeitgenossen mit dem Spitznamen "Breacher", womit eigentlich schon viel gesagt ist. Er ist der Leiter einer Special Operation Unit der DEA, einer amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde, der seine eigene Mannschaft ausmanövriert und letztlich durch den Tod der Mitglieder praktisch eleminiert. Die Kritiker sahen in dem Streifen einen Akt von "zermürbender Gewalt" - und tatsächlich wird man erst darauf aufmerksam, wenn man die Streifen vergleicht, wie sehr diese an Präsenz gewann und die eigentliche Handlung praktisch zu dominieren begann.

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