Was ist Infrarotwärme?

Infrarotwärme (bzw. Infrarotstrahlung) können wir mit dem Auge nicht wahrnehmen. Allerdings spüren wir sie beinahe täglich, da sie auch von der Sonne angegeben wird. Infrarotwärme dringt in die haut ein und erzeugt ein Wärmegefühl - die sogenannte Tiefenwärme.

Man unterscheidet zwischen drei Arten von Infrarotstrahlung. Diese haben unterschiedliche Wellenlängen und dringen daher auch unterschiedlich tief in den Körper ein, was zu unterschiedlichen Effekten führt. Die kurzwellige Infrarotstrahlung A (IR-A) dringt 4-5 mm tief in die Hautschichten ein. Die mittelwellige IR-B dringt etwa 2 mm tief ein und die kurzwellige IR-C bloß 0,1 mm.

Infrarotstrahlung A wird daher häufig im medizinischen Bereich eingesetzt, während IR-B und IR-C eher für die Wellness Anwendung genutzt werden.

Welchen Effekt hat die Infrarotstrahlung?

Die Wirkung von Infrarotwärme ist umfangreich. Sie wird vielseitig eingesetzt. Dabei können sowohl einige Punkte gezielt behandelt, als auch der gesamte Körper gleichmäßig bestrahlt werden. Zu den positiven Effekten zählen:

  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Die Durchblutung wird angeregt
  • Schmerzempfindlichkeit wird gesenkt
  • Der Stoffwechsel wird angeregt

Erreicht werden diese positiven Ergebnisse durch die Wärme, welche in der Infrarotkabine erzeugt wird. Auch andere Wärmequellen sind bekannt dafür, dass sie Beschwerden lindern und das Wohlbefinden verbessern können.

Vorteile der Infrarotkabine

Oftmals wird die Infrarotkabine der finnischen Sauna vorgezogen, da sie kompakter ist und flexibler aufgestellt werden kann. Außerdem sind die Anschaffungs- und Betriebskosten meistens deutlich günstiger.

Kleinere Infrarotkabinen für eine oder zwei Personen finden schnell einen passenden Platz. Beachtet werden muss bloß, dass eine Stromquelle in der Nähe ist und man ein wenig Abstand zu Decke und Seitenwänden einhält.

Die Aufwärmzeit einer Infrarotkabine ist deutlich kürzer als die Aufwärmzeit einer finnischen Sauna. Das liegt daran, dass die Strahler den Körper direkt erwärmen und man nicht über die Erhitzung des Innenraumes zum schwitzen gebracht wird.

Viele Leute finden es außerdem entspannter in einer Infrarotsauna zu sitzen, da der heiße Dampfaufguss in einer klassischen Sauna als unangenehm empfunden werden kann. Wieder andere vermissen den Dampfaufguss, weswegen dieser Punkt wohl kein pauschaler Vorteil ist und vom individuellen Geschmack abhängt.

Aufbau der Infrarotsauna

Infrarotkabinen unterscheiden sich untereinander in Größe und Ausstattung. Einige Modelle sind für eine oder zwei Personen, in andere passen ganze vier oder fünf Leute. Außerdem gibt es Infrarotkabinen mit Liegesitz, welche eine komfortablere Körperhaltung ermöglichen.

Erwärmt wird der Körper über Infrarotstrahler. Diese sind in den Seitenwänden und/oder an der Decke befestigt. Die Anzahl der Strahler variiert. Viele Infrarotkabinen sind außerdem mit Farb- und Aromatherapien ausgestattet. Dadurch kann über Düfte und Farblichter ein zusätzlicher Wellness Effekt erzeugt werden.

Für noch mehr Komfort haben einige Kabinen Hifi-Systeme verbaut oder Touch Bedienfelder zur Einstellung von Temperatur und Zeit.

Die Kabine wird gewöhnlich aus Holz gefertigt. Oft verwendet wird dabei Hemlockholz. Das Holz muss von zeit zu zeit gepfelgt werden, meist reicht dazu aber das abwischen mit einem feuchten Tuch. Aggressive Reinigungsmittel sollten auf keinen fall verwendet werden, sie können das Holz angreifen.

Quellen:
http://infrarotkabine.pro/
https://de.wikipedia.org/wiki/Infrarotw%C3%A4rmekabine

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