Siegreich durch die Wüste
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Ein jüdischer Synagogenvorsteher bittet Jesus um Hilfe

Wenn wir die Berichte über das Leben von Jesus lesen, werden wir schnell feststellen, dass es auch hier Situationen gab, die selbst Jesus an seine Grenzen führten. Der Evangelist Johannes Markus berichtet im fünften Kapitel seines Evangeliums, wie Jairus zu Jesus kommt und ihn bittet, seine einzige Tochter zu heilen. Aus dem Bibeltext erfahren wir, dass Jairus Synagogenvorsteher war. Folglich können wir davon ausgehen, dass er eine Person war, die hohes Ansehen genoss, denn er leitete eine religiöse Versammlung, in diesem Fall die Versammlungen in der örtlichen Synagoge. Oberflächlich betrachtet hatte Jairus vieles erreicht. Die Menschen des Ortes, in dem er lebte vertrauten und schätzten ihn und er hatte eine Tochter. Doch dieses Glück wird eines Tages getrübt, denn eben diese Tochter wird todkrank. Trotz seiner gesellschaftlichen Position kommt er mit seiner Not zu Jesus. Tragischerweise wollen viele Menschen eben aufgrund ihrer Position nichts mit Jesus zu tun haben. Jarius bittet Jesus seiner Tochter die Hände aufzulegen um sie wieder gesund zu machen. Jesus geht auf die Bitte des Synagogenvorstehers ein. An dieser Stelle sei kurz auf eine Stelle aus dem Jakobusbrief verwiesen. Hier heißt es, dass Gott stolzen Menschen widersteht, demütigen Menschen – wie in unserem Fall Jairus – Gnade gibt (Jakobus 4,6). Folglich sehnt sich Gott danach Gnade zu geben, doch leider stehen sich viele Menschen mit ihrem Stolz selbst im Weg.

Jairus bekommt eine schlechte Nachricht.

Jesus, seine Jünger und Jarius machen sich auf den Weg. Doch wegen der großen Menschenmenge geht es nur langsam voran. Plötzlich kommen zwei Männer aus dem Haus des Jairus der Menschengruppe entgegen. Sie berichten ihm, dass seine Tochter soeben gestorben sei, er brauche Jesus nicht mehr, da selbst er nicht mehr helfen könne. Es ist interessant wie Jesus auf diese Nachricht reagierte. Eine moderne Bibelübersetzung schreibt hier, dass er über die Worte hinweg hörte. Praktisch bedeutet dies, dass er diese negative Botschaft ignorierte. Vielmehr wendet er sich an Jairus und ermutigt ihn, sich durch diese Nachricht nicht entmutigen zu lassen, sondern weiterhin zu vertrauen.

Negative Nachrichten überwinden

Ich bin der Überzeugung, dass diese Geschichte heute noch sehr aktuell ist. Die Frage ist, wie wir mit solchen negativen Nachrichten umgehen sollen. Können wir es uns leisten, diese zu überhören so wie Jesus es tat? Diese Frage muss man mit einem deutlichen "nein" beantworten. Auch negative Nachrichten müssen ernst genommen werden. Allerdings müssen wir uns dann entscheiden uns nicht davon beherrschen zu lassen. So wie Jesus Jairus ermutigte, will er auch uns heute ermutigen, indem er sagt: "Lass dich davon nicht entmutigen, sondern vertraue mir." Wir können das Negative in dieser Welt weder stoppen noch verhindern. Aber wir können uns dafür entscheiden, Jesus in allen Lebenslagen zu vertrauen.

Aber eben dieses "in allen Lebenslagen auf Jesus zu vertrauen" fällt uns oft schwer. Viel lieber nehmen wir selbst das Heft in die Hand und sind die großen Macher. Leider machen wir damit oft alles nur noch schlimmer. Schlechte Nachrichten setzen uns unter Druck und erzeugen psychischen Stress, der dann schwere gesundheitliche Folgen haben kann. Dies ist ein weiterer Grund zu lernen, in allen Lebenslagen auf Jesus zu vertrauen.

 

Autor seit 2 Jahren
2 Seiten
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