Update August 2016

Die Folgend des Brexit und Nachrichten über ein neues Referendum der Schotten.

Text siehe unten.

Wie groß ist Schottland?

Das Land umfasst eine Fläche von etwa 80.000 qkm. Damit macht es gut ein Drittel der geografischen Ausbreitung der jetzigen Region des United Kingdom aus.

(Bild: Nemo/ pixabay)

(Bild: Nemo/ pixabay)

UK (United Kingdom) heißt im offiziellen Sprachgebrauch: Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus den Landesteilen England, Wales, Schottland und Nordirland als Verwaltungsgebiet.

UK umfasst ca. 240.000 qkm Bodenfläche. Die BRD ist etwa gleich groß. Unser Land besteht zurzeit aus 16 Bundesländer unterschiedlicher Ausdehnung. Bayern befindet sich mit etwa 70.000 qkm flächenmäßig in der Größenordnung von Schottland.

Welchen Flächen- Effekt hätte eine Abspaltung?

Wenn Schottland sich von UK abspaltet, so bedeutet dies also einen Landesabgang von etwa 30%. Bei uns würde es bedeuten, dass flächenmäßig z.B. zwei bis drei der größten Bundesländer aus der Republik austreten würden. Jeder Einzelne kann sich vorstellen, was dies für Deutschland bedeuten würde.

Menschen und Wirtschaft

In UK leben ca. 64 Millionen Menschen. In Deutschland sind es etwa 80 Millionen.

Schottland hat 5 Millionen Einwohner und trägt mit knapp 8 Prozent zu der Wirtschaftsleistung von UK bei.
Allerdings liegen die größten Ölvorkommen im Bereich des schottischen Landesteils. Für Großbritannien würde eine schottische Unabhängigkeit also auch ein gravierendes Energieproblem mit sich bringen.

Brexit und ein neues Referendum?

Nach dem Brexit Votum wird berichtet, dass Schottland möglicherweise in der EU bleiben möchte. Mehr als 60 Prozent der Schotten sind nach Medienberichten für einen Verbleib in der EU. Dazu strebt man offenbar ein neues Referendum an – über eine Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien. Im Vergleich zu dem Referendum aus dem Jahr 2014 haben sich die politischen Umstände auf der Insel gravierend geändert. Die Europäer verfolgen interessiert die weitere Entwicklung.

(Bild: MIH83)

Warum wollen viele Schotten unabhängig sein? (2014 Referendum)

Den weniger informierten Leser erstaunt es, dass Schottland im Jahr 1999 sein eigenes Parlament zugebilligt bekam. Wir lesen in den Nachrichten von aktuellen Zugeständnissen bei einer eigenständigen Steuererhebung und bei der Bestimmung der Sozialabgaben. Es handelt sich also auch um wirtschaftliche, finanzielle und fiskalpolitische Themen.

Und dann liest man von einer großen Portion Nationalstolz. Gefühle also.

Wir als Zuschauer verlassen nun diesen Themenbereich und wenden uns den Geschichten und den Besonderheiten dieses schönen Landes zu.

Ein Blick in die Geschichte

Auf den ersten Blick sieht man: viel Blut. Wann immer der deutsche Filmfreund einen Hollywood-Streifen über Schottland auswählt, so sieht er – Schlachten. Braveheart ist ein berühmter Blockbuster aus dem Genre.

Wer etwas in den Geschichtsbüchern blättert, der entdeckt die Unterwerfung des Landes unter die Engländer nach einer blutigen Schlacht um 1750, in der der berühmte "Bonnie Prince Charlie" von einem englischen Heer geschlagen wurde.

Schottland gehört also seit etwa 300 Jahren zu England.

Whisky, Whiskey und Mystery

Edinburgh ist die Hauptstadt Schottlands. 

In Edinburgh gibt es u.a. den Stone of Cone oder Stone of Destiny zu bestaunen. Es handelt sich der Sage nach um einen uralten Krönungsstein der schottischen Könige. Für den Freund von Fantasy und Mystery gibt es interessante Legenden im Zusammenhang mit ägyptischen Pharaonen, König David und der Artussage. Im Film "Highlander" wird der Stein ebenfalls thematisiert.

Wenn Sie einmal nach Edinburgh fahren, so finden Sie in der näheren Umgebung bestimmt eine nette Whisky-Brennerei.
Viele Betriebe in Schottland sind familiengeführt und bieten nach Voranmeldung Degustationen an. Wir schlagen vor, dass Sie sich dazu einer Gruppe in einem Kleinbus anschließen. Dann ist die Heimfahrt zu Ihrem Hotel sehr viel angenehmer.

Haben wir etwas vergessen?

Oh, ja – den Dudelsack und den Tartan Kilt. Und die Clans.

Der Dudelsack ist das schottische National-Instrument. Interessanterweise, so lesen wir, hat diese sogenannte Sackpfeife möglicherweise ihren Ursprung in Indien. Wer hätte das vorher gedacht?

Der Tartan Kilt ist ein Stoffmuster, das in zahlreichen Variationen von den schottischen Clans zum Zeichen ihrer jeweiligen Zugehörigkeit gewebt wird. Die Tartanbahn hat damit nichts zu tun. Es handelt sich dabei um den Oberflächenbelag für Kunststoffbahnen in der Leichtathletik. Die Bezeichnung führt sich auf den Markennamen eines Unternehmens zurück.

Viele Clans, im Sinne von Stämmen oder Großfamilien, führen den Namensvorsatz Mac oder Mc im Familiennamen. Der Clan der McLeod wurde durch den gleichnamigen Helden im Film "Highlander –Es kann nur einen geben" mit Christopher Lambert in der Titelrolle weltberühmt.

Loch Ness

In diesem Jahr ist es verdächtig ruhig um das "Monster von Loch Ness" geblieben. Bisher war ein Auftauchen von Nessie in jeder journalistischen Sommerflaute garantiert.

Rund um Stonehenge wird gerade der Boden mit Röntgenstrahlen und anderen Mitteln und Methoden weiter untersucht. Ob man diese Verfahren auch auf Nessie ansetzen wird? Und wenn man dann, im schlimmsten Fall, gar nichts findet - gibt man das Ergebnis weiter? Eher nicht. Schon wegen der Touristen.

Und hier beenden wir unseren kurzen virtuellen Roundtrip durch Schottland.
Unser Tipp: fahren Sie einfach selbst einmal hin. Ab Edinburgh kann man einzeln oder in der Gruppe prima Individualreisen, geführt und in deutscher Sprache, buchen.

Und zum Schluss: echt schottische Musik – über die bonnie, bonnie banks of Loch Lomond .

 

Enjoy.

Scottish Music
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Nachtrag: Vergangenheit und Zukunft

Schottland bleibt auch nach dem Referendum interessant.

Im Sommer 2014 wurde dort der bisher größte Wikingerschatz der Archäologie-Geschichte entdeckt.

Und es geht auch weiter voran - in die Zukunft.

So plant die britische Regierung bis zum Jahr 2018 sechs von acht konzipierten Weltraumbahnhöfen auf schottischen Gebiet anzulegen.

Stirling Castle beeindruckt

Etwa eine Autostunde von Edinburgh entfernt liegt die imposante Anlage Stirling Castle. Das Schloss hat eine über 1000jährige Geschichte. Es war ein Hauptsitz mehrerer schottischer Könige.

Der gesamte Komplex ist sehr gut erhalten und für Touristen leicht begehbar. Der Durchgang in den Innenhof ist beeindruckend. Die breiten Wege laden zum Spaziergang ein.
Unten im Ort gibt es ausreichend Möglichkeiten zum Shoppen und für ein gutes Bier.

Autor seit 2 Jahren
181 Seiten
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