Textbörsen – Welche gibt es und welche sind zu empfehlen?

In Textbörsen kannst Du nicht nur Geld verdienen, Du lernst auch ständig dazu. Sei es, weil Dir eher fremde Themen verlangt werden, aber auch, weil Du jeden Tag schreibst und Dich so stetig im Schreiben verbesserst. In allen Textbörsen musst Du einen Text zur Bewerbung einreichen. Er muss "Unique Content" sein, darf also nirgends in der Form im Internet auftauchen. Danach wirst Du in eine Stufe und somit auch einem bestimmten Verdienststatus eingeteilt.

Hier stelle ich Dir die drei bekanntesten Textbörsen mit Vor- und Nachteilen vor.

  • Textbroker
  • Content
  • Pagecontent

Textbroker – Gute Möglichkeit zum Geldverdienen oder Sklaverei?

Ich persönlich habe bei Textbroker angefangen und war schwer enttäuscht. Man bekommt zwar viele Anfragen und der Anfragenpool ist (natürlich) gut bestückt, aber viele Aufträge sind auch ziemlich schnell weg. Bei den Honoraren, die man dort bekommt, muss man täglich mehr schreiben, als der Tag Stunden hat, um so viel zu verdienen, um davon leben zu können. Obwohl man in anderen Portalen bei bestmöglicher Stufe eingestellt wurde, dümpelt man bei Textbroker weiter vor sich hin. An den Kosten kann es nicht liegen, denn Textbroker verdient auch mehr, wenn der Autor mehr verdient. Ich denke, dass man sich bei Textbroker festgefahren hat. Dort wird billig produziert und weiterhin billig eingekauft, es ist schwer, dies zu ändern. Textbroker ist der Discounter unter den Textbörsen. Die Auszahlung wird ab 10 Euro getätigt.

+ Viele Aufträge

+ Viele Themen

+ Verdienstrechner

+ Schnelle Auszahlung ab 10 Euro

- Wenig Verdienst

- Schwache Aufstiegschance

- Viel Konkurrenz

- Aufträge schnell weg

 

Mein Fazit: trotz guter Qualität kommt man dort nicht hoch und wird immer mehr als knapp bezahlt, nämlich nur bis um und bei 1 Cent. Mehr ist kaum möglich, aus den o.g. Gründen.

Content – Wenig bis gar keine Aufträge und Einnahmen

Um meinen Verdienst etwas anzukurbeln, habe ich mich ein wenig später noch bei Content angemeldet. Hier wurde ich zwar gleich besser eingestuft, aber es kamen keine Aufträge, von denen man hätte annähernd auch nur ein Taschengeld verdient.

Toll bei Content ist, und das weiß ich von den anderen Plattformen leider nicht, dass Content die Sozialabgaben für die Künstlersozialkasse (kurz KSK) abgibt.

Die Verdienstmöglichkeit richtet sich nach der Anzahl der Sterne des Textes. So liegt man bei einer Mindestbewertung bei unter 1 Cent pro Wort, bei 5 Sternen liegt er bei 4,70 Cent pro Wort und damit immer noch weit unter dem Wortpreis eines guten Texters. Wir sprechen bei einer Wortanzahl von 500 von gerade zwischen 4 Euro im Mindestfall und 23,50. Letzteres klingt nicht schlecht, aber man sollte beachten, wie lange man geschrieben hat und eventuell recherchieren musste. Auch sollte man nicht aus den Augen verlieren, was ein guter Texter außerhalb einer Textbörse beim selben Wortpreis verdienen kann, nämlich 50 Euro bei 10 Cent, die bei einem beruflichen Texter im unteren Wortwert liegt. Bei einem Honorar von 23,50 und einem Arbeitsaufwand von etwa 3 Stunden (Recherche, Schreiben, Briefing durchgehen und evtl. Rücksprache halten, Änderungen durchführen) bleibt ein Stundenlohn von nur 7,83 Euro. Das ist weniger als Mindestlohn. Wenn man jetzt bedenkt, dass man sich irgendwann selbst Sozialversichern muss, weiß man, wohin der Trend geht. Bei Content gibt es eine Auszahlung, wenn man die 10 Euro erreicht hat.

+ Partnerprogramm

+ Verdienstrechner

+ Schnelle Auszahlung ab 10 Euro

- Wenig Verdienst

- Viel Konkurrenz

- Aufträge schnell weg

 

Mein Fazit: Content bezahlt gering besser, hat aber weniger Aufträge, was sich als teilweise schlechter erweist, als für/bei Textbroker zu schreiben.

Pagecontent – Mit eigenen Artikeln Geld verdienen

Pagecontent gefiel mir von allen drei Möglichkeiten/Plattformen am Besten. Hier bekommt man zwar wenig Aufträge, die wenigen sind immer schnell weg, dafür kann man aber eigene Themen hoch laden und auch sehr gut damit verdienen, da man das Honorar bis zu einem bestimmten Maß selbst bestimmen kann. Nur sind nicht immer gerade diese Beiträge gewünscht. Außerdem ist dort sehr viel Konkurrenz. Einige der zuletzt gekauften Themen kann man auf der "Börsenseite" einsehen und sich daran orientieren. Allerdings bekommt man die anderen Texte leider nicht zu lesen, kann also keine Vergleiche ziehen.

Bis zur Freischaltung des eingereichten Textes dauert es allerdings einige Tage, danach dauert es von wenigen Tagen bis hin zu Monaten, bis der Artikel von einem Kunden gekauft wird. Ein festes Einkommen lässt sich also nur mit reichlich Content erwirtschaften.

Pagecontent zahlt das Guthaben ab 20 Euro aus. Hier ist es zwar doppelt so hoch, wie bei Textbroker und Content, aber man kommt sehr viel schneller dorthin.

+ Bessere Verdienstmöglichkeiten

+ Eigene Texte möglich

- Viel Konkurrenz

- Aufträge schnell weg

- Kein Partnerprogramm

- Kein Verdienstrechner

Ob man die Auszahlungsgrenze als Pro oder Contra sieht, muss man für sich selbst entscheiden. Ich persönlich empfinde es als kein großes Manko.

 

Mein Fazit: wer Geld verdienen möchte, hat bei Pagecontent die besten Chancen. Wer auf Geld warten kann, sollte es dort auf jeden Fall mal versuchen.

Gut zu wissen:

Bei allen Textbörsen wird das Verwertungsrecht, nicht das Urheberrecht, abgegeben und mit verkauft. Das bedeutet, dass man es als Autor nicht mehr, auch nicht in Teilen nutzen darf. Leider findet man nur über ein wenig Rechercheaufwand heraus, wo die Texte landen. Bei manchen sind sie gar nicht auffindbar, dann nämlich, wenn sie in Zeitschriften erscheinen, es sei denn, man liest sie selbst. So mancher Autor hat einen Text in stundenlanger Arbeit erschaffen, günstig verkauft und der Käufer nutzt ihn gewinnbringend. Wer als Texter keinen eigenen Blog o.ä. führen möchte, sollte gern sein Glück als freier Texter versuchen. Wer seine Texte für um und bei 1 Cent verschachert, wird weder auf die Beine kommen, noch viel Freizeit haben, vom Ruf mal ganz abgesehen.

Gute Texter haben ihren Preis und der beginnt meistens erst jenseits von 5 Cent. Und selbst hier wird es knapp mit einem vernünftigen Gehalt bei normaler Arbeitszeit. Man sollte sich auf jeden Fall einmal ausrechnen, wie viel man im Monat benötigt oder verdienen möchte und wie viel man dafür schreiben muss. Das Ganze muss man auf die Stunden runterrechnen.

Bei Pagecontent gibt es übrigens eine Bewerbungsgrundlage, d.h. hier kann man nicht einfach einen Text zur Bewerbung einreichen, sondern es werden 2 oder 3 Themen vorgegeben. Diese Möglichkeit finde ich persönlich sehr schön, weil Pagecontent gleich einen kleinen Vorgeschmack bekommt, ob man zu fremden Themen schreiben kann und einem die Rückmeldung helfen kann.

Ein Beispiel: angestrebtes Gehalt von 2500 Euro im Monat (brutto). Bei Textbroker muss man dafür über 416 Texte liefern, die einen Umfang von je 500 Wörtern hat und mit 0,012 Cent vergütet wird. Wenn man zügig arbeitet, kaum recherchieren muss, kann man pro Text in einer guten Stunde fertig sein. Dennoch: es sind 416 Stunden Arbeit im Monat. Und nun rechne selbst mal aus, wie lange Du pro Tag arbeiten musst, um das zu bewerkstelligen!

 

Eine gute Alternative ist Pagewizz. Hier bekommt man zwar nicht gleich sein Geld, hier kann man aber von einigen anderen Möglichkeiten Profit schlagen und seine Texte sogar für sich arbeiten lassen:

  • 50% der Einnahmen über Deine Seite bekommst Du, dauerhaft
  • An geworbenen Autoren 10% mitverdienen (wird von Pagewizz bezahlt, nicht vom Autor), dauerhaft
  • Passives Einkommen aufbauen mit jedem Text
  • Durch Partnerprogramme (Beispiele) Einnahmen steigern
  • Eigene Links einbauen
  • Durch Google Adsense verdienen
  • VG Wort Einnahmen erzielen

 

Bei Pagewizz verlierst Du nicht das Nutzungsrecht und Du weißt, wo Dein Text landet bzw. sich befindet. Du bist kreativ, schreibst gern und möchtest Geld mit dem Schreiben verdienen? Dann melde Dich doch heute noch an und verfasse Deine persönlichen Texte. Egal, ob Fachartikel, Reisebericht, ein leckeres Kochrezept oder auch Erfahrungsberichte.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Dropshipping: Vor- und Nachteile sowie Informationen. Und wenn Du mehr Infos über Pagewizz möchtest, dann schau gern mal hier.

 

Wichtig: Es handelt sich hier um einen Erfahrungsbericht aus vergangenen Jahren. Es kann natürlich sein, dass sich inzwischen ein bisschen was bei den verschiedenen Portalen geändert hat.

Schreibjunkie, vor 24 Tagen
1 Kommentar Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Bildquelle:
von Kerstin Schuster (Schreibwettbewerbe 2012 - aktuelle Wettbewerbe für Autoren und Hobb...)

Laden ...
Fehler!