Einige unserer LäuferBei der Sola-Stafette, die jedes Jahr im Mai im Großraum Zürich stattfindet und vom Akademischen Sportverband Zürich - kurz ASVZ - organisiert wird, laufen fast 800 Teams mit über 10'000 Läuferinnen und Läufer gegen die Zeit. Dabei sind auf Teilstrecken zwischen 4.4 km und 14.27 km eine Gesamtstrecke von 116.74 km zu bewältigen. Die Höhendifferenz beträgt 2635 m. Die Stafette gibt es seit 1974, wobei ein kontinuierlicher Zuwachs an Teilnehmern zu verzeichnen ist: 1974 nahmen gerade einmal 23 Teams teil, während es im Jahre 2009 schon 760 Teams waren. Die Sola findet immer Samstags am ersten oder zweiten Maiwochenende statt.

Sola - Der Sommerlauf in Zürich

Ablauf der Stafette

Je nach Leistungsstärke werden die Teams in eine schnelle und eine langsame Gruppe eingeteilt. Für die langsamen Teams beginnt der Start bereits um 7.30 Uhr, die schnellen Teams starten erst um 8.00 Uhr. Die erste Strecke ist - genau wie Strecke 10 - eine reine Damenstrecke. Vor dem Start werden ab 7.00 Uhr die so genannten e-sticks ausgegeben, mit denen die Zeit erfasst wird. Bei Ankunft im Ziel müssen diese in ein Messgerät gesteckt und dem nächsten Läufer übergeben werden. Da jedes Mitglied eines Teams die gleiche Startnummer erhält, kann sich der nachfolgende Läufer auf die Ankunft des Zielläufers schon vorbereiten, denn die Startnummern der Zielläufer werden bereits einige Minuten vor deren Ankunft im Ziel per Lautsprecher ausgerufen.

Die Start- und Zielpunkte werden mit Bus, Zug, Zahnradbahn und sogar auch mit der Seilbahn erreicht, wobei die Startnummer als kostenloses Fahrticket dient. Da die Fahrzeiten manchmal länger als erwartet sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig loszufahren. Damit man im Ziel nicht völlig verschwitzt die Heimfahrt antreten muss, gibt es nach fast allen Strecken Duschmöglichkeiten. Wer möchte, kann den Kleidertransport in Anspruch nehmen, der die Ersatz- und Wechselklamotten vom Startort zum Zielort bringt. Dabei packt man die Kleidung am Besten in eine wasserdichte Tasche oder einen Rucksack und beschriftet diese(n) mit dem Namen und der Startnummer.

Man sollte den Lauf langsam angehen und sich nicht übernehmen. Es ist besser 10 Sekunden später im Ziel anzukommen, als mit einem Hitzschlag im Gebüsch liegen zu bleiben. Für den Fall der Fälle sollte man immer den Namen und die Adresse auf der Rückseite der Startnummer vermerken. Während der Stafette werden an allen Start- und Zielbereichen Getränke ausgegeben, bei längeren Strecken gibt's Getränkestationen auch zwischendurch.

Für den Lauf sollte je nach Wetter an Sonnenschutz (Sonnenmütze und Sonnencreme), gute Laufschuhe, Ersatzkleidung und Tasche oder Rucksack für den Kleidertransport gedacht werden. Für kaltes und regnerisches Wetter empfiehlt sich ein Regencape und warme Kleidung, damit man in der Kälte nicht bibbernd warten muss. Und zu guter letzt noch den Pulsmesser einpacken, damit man sich beim Laufen nicht übernimmt :-)

Die letzten Läufer der Stafette werden etwa gegen 18.00 Uhr an der Uni Irchel erwartet, wo dann auch die Siegerehrung stattfindet. Im Sola-Dörfli bieten die Sponsoren der Sola den ganzen Tag über ein abewechslungsreiches Programm: Neben Gewinnspielen, Massagen oder Slacklining wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Interessant sind natürlich auch die Ranglisten, die kurz nach der Siegerehrung im Sola-Dörfli ausgehängt werden.

Von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr findet in der Mensa das Spaghetti-Essen statt. Wer möchte bekommt beliebig viel Nachschlag! Anschließend steigt die große Sola-Party in den Räumlichkeiten der Uni-Irchel, wo man sich - wenn man noch Power hat - bis in die Nacht hinein austoben kann.

Die Strecken

Früher gab's die Streckenprofile noch in schwarz weiß :-) Die Profile mögen sich ein klein wenig geändert haben, erkennen kann man die Streckenverläufe dennoch gut. Ob lang, kurz, leicht, mittel, schwer, steil bergauf, rasant bergab, coupiert, asphaltiert oder durch den Wald - es ist für jeden etwas dabei. Die schwarzen Balken im unteren Bereich der Streckenprofile kennzeichnen asphaltierte Streckenabschnitte. Alles andere sind Feld- Wiesen- oder Waldwege.

Strecke 1

  • Strecke 1: Bucheggplatz - HSA Höngerberg 4,47 km, 45 Hm, leichte Strecke, nur für Damen, kurz und flach, alles im Wald, Massenstart um 7:30 Uhr bzw. 8:00 Uhr
  • Strecke 2: HSA Höngerberg - Buchlern 13,2 km, 105 Hm, schwere schnelle Strecke für Fortgeschrittene, zuerst flach und abfallend, dann ansteigend, abwechslungsreich, beim Start keine Vorankündigung der Läufer über Lautsprecher, Getränke- und Wasserstelle bei km 8
  • Strecke 3: Buchlern - Uetliberg 6,18 km, 400 Hm, schwere steile Strecke für Mittlere und Fortgeschrittene, anstrengend, viel Steigung, alles im Wald
  • Strecke 4: Uetliberg - Felsenegg 5,95 km, 105 Hm, leichte Strecke für Anfänger und Mittlere, flach, alles Naturstraße, schöne Aussicht
  • Strecke 5: Felsenegg - Buchlern 15,145 km, 275 Hm, schwere harte Strecke für Fortgeschrittene, stark coupiert, viel Wald- und Naturstrassen, Getränke- und Wasserstellen bei km 8 und km 12
  • Strecke 6: Buchlern - HSA Höngerberg 11,2 km, 195 Hm, schwere Strecke für Mittlere und Fortgeschrittene, lang, viel Steigung und Asphalt, Getränke- und Wasserstelle bei km 5
  • Strecke 7: HSA Höngerberg - HSA Irchel 4,94 km, 35 Hm, leichte Strecke für Anfänger, flach, Wald- und Stadtstrassen
  • Strecke 8: HSA Irchel - HSA Fluntern 6,39 km, 190 Hm, mittlere Strecke für Mittlere, steile Startstrecke, viel Wald, für's Herz, Massenstart um 12:30
  • Strecke 9: HSA Fluntern - Forch 11,485 km, 240 Hm, schwere Strecke für Mittlere und Fortgeschrittene, leicht coupiert, abwechslungsreich, original Forchlauf, Getränke- und Wasserstelle bei km 8
  • Strecke 10: Forch - Egg 8,875 km, 145 Hm, mittelschwere Damenstrecke, an- und absteigend, viel Wald und Naturstassen, Talstrecke, Getränke- und Wasserstelle bei km 4
  • Strecke 11: Egg - Zumikon 13,2 km, 380 Hm, sehr schwere Strecke für Fortgeschrittene, steile Startstrecke, nachher flach abfallend, zum Schluss wieder ansteigend, nur Naturstrassen, Getränke- und Wasserstelle bei km 7
  • Strecke 12: Zumikon - Wittikon 7,6 (6,5) km, 105 (90) Hm, mittelschwere Strecke, kein Problem für Mittlere, schön, coupiert, abwechslungsreich, verkürzte Strecke für Frauen und für Senioren ab 50
  • Strecke 13: Wittikon - HSA Fluntern 4,98 km, 85 Hm, leicht, für alle geeignet, flache Strecke, fast alles im Wald, Massenstart um 16:45
  • Strecke 14: HSA Fluntern - HSA Irchel 6,16 km, 45 Hm, leichte Talstrecke für Prominente, abwärts, viel Naturstrassen
Die Strecken in der Übersicht

Strecken 1 bis 7

Gesamtstrecke
Gesamtstrecke

Gesamtstrecke

Hier wird gelaufen

Ausländische Teams

Für ausländische Teams gibt es die Möglichkeit, kostenlos in der Sporthalle der Uni-Irchel von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag zu übernachten. Deshalb bietet es sich an, bereits am Freitag mit der Bahn nach Zürich zu reisen und am Sonntag wieder die Heimfahrt anzutreten. Und am Samstag und Sonntag wird für die ausländischen Teams ein richtiges schweizer Frühstück angeboten.

Da man in die Schweiz reist, muss auf jeden Fall an den Personalausweis gedacht werden. Für die Übernachtung empfehlen sich Schlafsack, Isomatte, Ohrenstöpsel (für alle Hellhörigen), Vorhängeschloss um die Wertsachen im Schließfach zu verstauen (früh belegen, denn die sind immer sehr gefragt), ein paar Schweizer Franken, Kleinigkeit zu Essen und Trinken, Laufkleidung passend zum Wetter, was zum Anziehen für die Party und Duschzeugs.

Die Geschichte der Sola

Die SOLA Stafette hat ihren Ursprung in Schweden: Im Mai 1968 organisierten Studenten der Universität Göteborg erstmals eine Stafette von Göteborg nach Karlstad über eine Distanz von 259 Kilometer mit 30 Teilstrecken. Der Start erfolgte am Abend und dauerte die ganze Nacht hindurch an. Am frühen Morgen liefen die Läuferinnen und Läufer bei aufgehender Sonne (schwedisch: SOL) der "Sonnenstadt" Karlstad mit ihrem Wahrzeichen, der Statue "Sola", entgegen. Die Idee dieser Laufstafette wurde sowohl in Holland als auch in der Schweiz (erste Austragung 1974) übernommen. In den ersten 12 Jahren führte die Schweizer Austragung von der HSG in St. Gallen zur Hochschulsportanlage Fluntern in Zürich. Aus ökologische Gründen wurde die Stafette dann ab 1986 im Grossraum Zürich ausgetragen. Während die Schwedische Original-SOLA-Stafette nach der 35. Austragung 2002 aus organisatorischen Gründen eingestellt wurde, ist die Schweizer SOLA Stafette mit ihren knapp 10'000 Teilnehmern (700 Teams) heute die grösste Hochschulsport-Veranstaltung des Landes.

Als Preis erhalten die Mitglieder der schnellsten 6 Teams je ein sogenanntes Schweden-Ross. Das Schweden- oder Dala-Ross (schwedisch: Dalahäst) ist das traditionelle Symbol Schwedens. Seinen Ursprung hat dieses kleine Holzpferd im 18. Jahrhundert in der Region Dalarna. Holzfäller begannen, aus Holzstücken kleine Pferde zu schnitzen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich dann der Brauch, diese Holzpferde mit farbenfrohen Blumenmustern zu verzieren.

Eine Legende besagt, dass ein hungriger Soldat nach Dalarna gekommen sei. Aus Holz schnitzte er ein kleines Pferd und bemalte es mit einer Mischung aus rotem Lehm und Wasser. Als er damit fertig war, schenkte er das Pferdchen einem kleinen Jungen, der ihm beim Schnitzen zugesehen hatte. Das Kind war so begeistert vom Geschenk, dass er den Soldaten mit nach Hause nahm, um seiner Mutter zu zeigen, wer dieses Pferd geschnitzt hatte. Als Dank für des schöne Geschenk erhielt der hungrige Soldat von der Mutter eine Schüssel Suppe. Diese Geschichte sprach sich in Dalarna unter den Soldaten schnell herum. Viele von ihnen begannen, solche Holzpferde zu schnitzen, um sie gegen dringend benötigte Esswaren einzutauschen. Daraus entwickelte sich dann die heute für Dalarna typische Tradition der Schweden-Rosse.

Bilder von der Sola

Vorbereitungen, ...

Links zu den Sola-Seiten des ASVZ

Sola Startseite

Infos zu den Strecken

Impressionen

Hans, am 09.01.2010
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Bildquelle:
© Rainer Sturm / pixelio.de (Über die Basketball EM 2015 nach Rio 2016)
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Die Tour de France - Wer hat sie erfunden?)

Autor seit 7 Jahren
59 Seiten
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