Musik und Musikgeschmack - Ja was ist denn nun Geschmack?

Kann man gute Musik von schlechter Musik unterscheiden? Oder geht man eher danach, welche Musik man selbst am liebsten hört? Klassische Musik ist nicht automatisch schlecht, nur weil der eigene Musikgeschmack eher Richtung Rockmusik geht. Jede Musikrichtung hat ihre Fans, und das ist auch gut so.

 

Musik ist aber nicht nur eine Frage von Geschmack, sondern auch von Gefühlen und Emotionen. Hat nicht jeder von uns ein Lied, das ihn an bestimmte Situationen erinnert? Das Lied, welches man beim ersten Kuss gehört hat, das Lied das im Radio lief, als man gerade eine schlimme Nachricht bekommen hat usw.

 

Ist man eigentlich ein Fan von Rockmusik, kann es also sehr gut möglich sein, dass der spezielle Musikgeschmack von einer Ballade unterbrochen wird. Warum soll es nicht auch Menschen geben, die Klassik ebenso gerne und oft hören, wie Hardrock oder Popmusik.

 

Ich esse was mir schmeckt, und ich höre was mir gefällt.

Ist Musik gut oder schlecht?

Generell ist Musik gut. Dabei spielt es keine Rolle, ob nun Klassik, Pop, oder Rockmusik. Vielen Menschen ist es möglich, mithilfe der Musik Gefühle und Emotionen auszudrücken und zu verarbeiten. Nicht umsonst gibt es die Musik-Therapie. Entspannt ein Rammstein-Fan bei Musik seiner Lieblingsband schlechter, als der Fan von Richard Clayderman? Ich glaube nicht.

 

Wie viele Lieder gibt es, deren Texte in fremder Sprache sind, und wir gar nicht verstehen. Trotzdem singen und summen wir die Lieder mit, weil sie uns gefallen, ohne eigentlich zu wissen, um was es in dem Text genau geht.

 

Was nun, wenn es ein Songtext über Gewalt und Brutalität, über Kriege und Morde ist? Wir verstehen nicht was wir hören, wir wissen nicht was wir singen. Und wir werden nicht gewalttätig. Musik müsste in diesem Fall also nicht nur das Privatleben, sondern auch unsere berufliche Laufbahn prägen.

Rock für Kids - Musikgeschmack der Kleinen

Überraschend anders - Es ist, wie es ist

Möchte man den Menschen nun nach seinem Musikgeschmack beurteilen, ist das eine schier unlösbare Aufgabe. Ganz nach Schema-F wären Klassik-Fans alle sozial gut situierte und gebildete Menschen, währen Rockmusik-Fans wahrscheinlich bei der Arge Schlange stehen. Diese Art von Beurteilung hat nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun, sondern beinhaltet nur ein Verurteilen der Menschen. Ebenso wenig, wie man einen Menschen nach seinem Äußeren beurteilen kann, kann man ihn nach seinem Musikgeschmack beurteilen.

 

Was machen Punks wohl für Musik... Natürlich, Rock. Was denn sonst. Zerfetzte Klamotten, Bierdose in der Hand, da bleibt wohl nichts anderes, als auf der E-Gitarre zu klimpern. Ganz falsch, wie man an diesem schönen Beispiel sehen kann.

Jörg Perreten - Mit Irokesen am Klavier - Punk meets Klassik

Was bringt die Zukunft - Kinder und Musik

Muss jedes Kind zum Titelsong der Biene Maja tanzen, oder muss ihm unwillkürlich der Bi-Ba-Butze-Mann gefallen? Kinder sind frei von Vorurteilen und zeigen ohne sich zu verstellen, was ihnen gefällt und was nicht. Bietet man Kindern ausreichend Musik an, dann wird sich der Musikgeschmack von selbst einstellen.

 

Dabei muss gar nicht immer eine Musikrichtung im Vordergrund stehen. Ist einem nach Rammstein, dann geht es halt etwas härter zu. Vielleicht ist man dafür am nächsten Tag etwas sentimental angehaucht und schiebt die Klassik-CD in den Player. Jedem das seine, und unseren Kindern auch.

 

Es gibt nichts dagegen zu sagen, wenn das Kleinkind mit Vorliebe sein Töpfchen gegen die Windel tauscht, solange Hardrock läuft. Oder ist es sinnvoller, noch ein Jahr länger Windeln zu kaufen, dafür aber Klassik zu hören? Wohl kaum.

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