Das richtige Stativ finden

Es gibt viele verschiedene Modelle im Handel, die sich nicht nur in der Größe, sondern auch in wichtigen Details unterscheiden. Vor dem Kauf sollte deswegen zunächst das Anforderungsprofil klar sein. Möchte ich ein leichtes Modell, das sich auch im Rucksack bei Wanderungen problemlos verstauen lässt? Oder lege ich großen Wert auf Stabilität? Das Gewicht und das Kameramodell spielen natürlich ebenfalls eine Rolle. Praktisch sind Stative mit Klemmverschluss, doch es gibt viele Menschen, die auf die stabileren Schraubverschlüsse setzen. Dass ein gutes Modell nicht teuer sein muss, beweist der aktuelle Stativ Test 2014 von Chip. Denn das zweitbeste Modell im Vergleich kostet nur rund 60 EUR.

Stativ Test 2014 - so wurde getestet

Chip hat vor allem die Standfestigkeit der einzelnen Modelle getestet. Sie wurden auf unterschiedlichen Untergründen aufgebaut, so dass die Stabilität unter realistischen Bedingungen verglichen werden konnte. Zusätzlich wurden Windmaschinen eingesetzt, um verschiedene Windstärken zu simulieren. Insgesamt 200 Testaufnahmen wurden pro Modell gemacht. Wenn möglich wurde das Stativ mit einem vom Hersteller gelieferten Kopf getestet, falls dies nicht möglich war, wurde ein kompatibles Kopfstück gewählt.

Das sollte der Testsieger bieten

Im Test von Chip gab es vor allem Unterschiede in der Bedienbarkeit. Egal ob Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger - bei den preisgünstigen Modellen haperte es häufig an der Feinjustierung. Hier konnte vor allem der Testsieger von Manfrotto aber auch das günstige Modell von Mantona überzeugen. Überrascht waren die Tester von der Standfestigkeit bei der Windsimulation. Selbst große, schwere Stative hatten hier teilweise Schwächen. Der Grund, so die Tester, liege in der Mittelsäule. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Mittelsäule nicht zu lang ist, denn dies sorgt für Instabilitäten.

Testsieger: Manfrotto 055XPROB

Testsieger im Test von Chip wurde das 055XPROB von Manfrotto. Das robuste Aluminiumstativ überzeugte durch eine hochwertige Verarbeitung und eine gut Stabilität. Auch bei eingefahrener Mittelsäule ist die Höhe mit 154 cm sehr gut für die meisten Aufnahmen. Im Windtest zeigte es die besten Ergebnisse. Praktisch ist auch, dass sich das Stativ auf 23 cm absenken lässt, um Aufnahmen in Bodenhöhe zu realisieren. Im Test wurde das Stativ von Manfrotto mit dem 3-Wege-Neiger des Herstellers verwendet. Mit etwa 190 EUR ist das Modell allerdings nicht gerade preiswert. Doch es gibt auch einen Preis-Leistungs-Sieger, das Stativ das Modell Mantona Scout

 

Preis-Leistungs-Sieger: Mantona Scout

Auch das Mantona Scout hat im Test sehr gut abgeschnitten, es überzeugte vor allem durch eine gute Stabilität und ein angenehmes Packmaß. Es handelt sich hier um ein leichtes Reisestativ, das eine maximale Arbeitshöhe von 141,5 cm bietet. Mit einem Preis von nur 60 EUR ist dieses Modell erstaunlich günstig. Alle von Chip getesteten Stative finden Sie hier. Weitere detaillierte Testberichte einzelner Modelle finden Sie auch auf der Seite www.stativtest.de

ultimapalabra, am 10.06.2014
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Bildquelle:
Sabine Heppert (Faszinierende Ansichten der Makrofotografie)
Ruth Weitz (Wie macht man ein schönes Profilbild)

Autor seit 6 Jahren
1034 Seiten
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