Das beliebte Strandmöbel

Ein Strandkorb ist eine Sitzgelegenheit. Deutsche Korbmacher sind auf diese Idee gekommen. Ein Strandkorb besteht im Wesentlichen aus einem Holzgestell mit einem Überzug aus geflochtenem Korb. Am oberen Rand schützt eine Stoffmarkise gegen die Sonne und gegen Sandflug. An ungünstigen Tagen ist der Urlauber zudem gegen Regen geschützt.

(Bild: falco)

Erweiterte Modelle besitzen einen Fußkasten, der sich als Stauraum für Sonnenöl, Bücher und andere Utensilien benutzen lässt.

Der Korbmacher als Erfinder

Wer hat dieses nützliche Sitzmöbel erfunden? Ein norddeutscher Korbmachermeister (*). Ursprünglich wurde das Möbelstück einfach nur als "Strandstuhl" bezeichnet. Der Prototyp war ein Clou. Unzählige Badegäste der Zeit um 1880 wollten so ein Stück haben. Die ersten Ausführungen waren als Einsitzer konzipiert. Sehr schnell erreichte der Doppelsitzer eine große Beliebtheit.

ein typischer Doppelsitzer (Bild: Siegella)

Ursprünglich entstanden die ersten Strandkörbe in Handarbeit. Auch heute noch werden die meisten Ausführungen nicht industriell gefertigt, weil viele Handgriffe schlecht automatisierbar sind (*).

Ein deutsches Phänomen

Die Strandkörbe haben sich anfänglich auch in den Nachbarländern Holland, Dänemark und Polen verbreitet. Dort wurden sie in den letzten Jahrzehnten allerdings hauptsächlich durch Sonnenstühle ersetzt (*). Nicht so in Deutschland. Der Strandkorb an der deutschen Nordsee- und Ostseeküste ist seit über einhundert Jahren unverändert beliebt. Der Strandkorb blieb eine deutsche Eigenart.

Preis und Komfort

In den letzten Jahren hat sich das Sitzmöbel eine große Beliebtheit in den Gärten, auf der Veranda und auf dem Balkon gefunden.

Was kostet aktuell ein Strandkorb?
Man findet nett aussehende Exemplare bereits im Preisbereich um die 300 bis 400 Euro.

Rattan ist ein beliebtes Material. Bei Zweisitzern ist der Oberkorb oft verstellbar, sodass das Möbel auch als Liege benutzt werden kann. Das Rohrgeflecht soll möglichst witterungsbeständig sein. An dieser Stelle bietet sich auch Kunststoff als Material an. Alternativ werden natürliche Materialen aus Kiefer, Fichte oder gar aus Mahagoni angeboten.

Auch der Markisenstoff soll ganzjährig die unterschiedlichen Wetterverhältnisse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz aushalten können. Man achtet also auf Bezüge, die ausreichend strapazierfähig sind. Bei den Farben und Mustern bieten die Hersteller ein weites Spektrum von Stoffsets an, sodass man nach eigenem Geschmack auswählen kann.

Annehmlichkeiten

Was gibt es an Extras? Nackenkissen im Innenraum sind eine Wohltat. Ausziehbare Fußstützen mit Polstern für die Fußablagen sind eine Überlegung wert. Mit einem Klapptisch an der Seite kann der Genießer den Sundownern in Reichweite halten. Schließlich bieten die Hersteller noch Zeitungtaschen für die Wochenend Lektüre an.

Schutzhüllen gibt es auch schon für einen Peis unter dreißig Euro. Und wer einen ausreichenden Stauraum im Garten hat, der kauft gleich einen Satz von Strandkorbrollen mit - für die Unterbringung in den Wintermonaten.

Auf diese Art kann sich der Mensch auch zuhause wunderbar erholen – und vom nächsten Strandurlaub träumen.

Meeresblick (Bild: ChorSpiegel)

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