Tagesgeld oder Festgeld - Welche Anlageform ist besser und worin besteht der Unterschied?

Tagesgeld oder Festgeld - Welche Anlageform ist besser und worin besteht der Unterschied?

Wer sein Geld anlegt, will auch eine starke Rendite haben. Dafür stehen dem Anleger einige Möglichkeiten zur Verfügung. Von Anleihen über Versicherungen bis zu Investitionen in Immobilien oder neue Energien. Zu den weniger gefährlichen Anlegemöglichkeiten gehören Tagesgeld und Festgeld. Aber worum handelt es sich bei den beiden Anlegemöglichkeiten und worin liegt der Unterschied? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Tages- oder Festgeld – Was ist was und welche Nachteile oder Risiken gibt es?

Unter Tagesgeld versteht man eine kompromissbereite Anlegeform. Sie sind als Anleger nicht fest gebunden, dafür liegt der Zinssatz allerdings auch niedriger, als beim Festgeld-Investment. Als Anleger können Sie in vollem Umfang jederzeit über Ihr Geld verfügen.
Bei beiden Anlageformen orientieren sich die Anbieter an den Leitzinsen der Eurozentralbank (EZB). Die Zinsen können beim Tagesgeld stark schwanken, da diese von der Bank jederzeit geändert werden können und dürfen, während der Zins beim Festgeld vertraglich festgesetzt wird und keiner Schwankung unterworfen ist. Tages- oder Festgeld sind bei den Deutschen eine sehr beliebte Anlegeform, die einen Verlust des Geldes verhindert, anders als bei Aktienhandel oder Fonds beispielsweise.

Zinsen beachten

Bei den gewonnenen Zinsen darf man jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass Gebühren für den Service anfallen. Auch die Inflationsrate sollte der Anleger bedenken, wenn er sich dieser Anlegeform annähern möchte. Im Internet kann man sich hierzu vorab sehr gut informieren und auch einen Vergleichsrechner nutzen.

Wo bekomme ich ein Tages- oder Festgeldkonto?

Die meisten Hausbanken bieten ihren Kunden auch Tages- oder Festgeldkonten an. Sollten Sie es ohne ihre Filialbank versuchen wollen, eignen sich auch so genannte Broker. Achten Sie hier im Vertrag auf extra zu entrichtende Kosten. Der Vorteil bei einer Hausbank ist der direkte Kontakt und die Nähe zum Anbieter sowie das wahrscheinlich bereits vorhandene Vertrauen in Beratung und Service.

Volles Risiko oder Vorsicht walten lassen

Auch beim Festgeld gilt die Regel: wer viel will, muss viel riskieren, d.h. wenn Sie auf eine hohe Rendite hoffen, wäre das Festgeld Ihre Wahl, allerdings sind die Zinsen bei anderen Anlageformen höher, wenn auch riskanter. Für eher ängstliche Sparer oder Anleger, die erst einmal hineinschnuppern möchten, ist ein Tages- oder Festgeldkonto ideal, da diese Anlagemöglichkeiten zumindest ein paar Zinserträge bieten und sicher sind, da sie durch europäische Einlagerung-Sicherheitsfonds abgesichert werden. Aber auch hier gilt es zu beachten, dass es für den Kunden/Anleger eine Höchstanlagegrenze gibt, wie hoch diese ist, erfahren Sie bei der ausgewählten Bank. Meistens liegt sie bei etwa 100.000 Euro.
Beim Festgeld sind Sie als Anleger auf jeden Fall zeitlich festgelegt zwischen einem Monat und 10 Jahren. Je länger Sie das Geld anlegen, desto höher wirtschaftet es. Eine meist angesetzte Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Anbietern bei etwa 2.500 Euro.

Wichtige Anlegerregel: Nur Geld anlegen, was nicht gebraucht wird

Egal, in was Sie einzahlen möchten, dass angelegte Geld sollte in naher Zukunft nicht gebraucht oder einkalkuliert werden. Nur Geld, welches Sie nicht benötigen, kann Ihnen Zinsen einfahren.
Ein kleiner Tipp: es bringt Ihnen auf jeden Fall mehr, wenn Sie Ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto einbringen, als es auf einem normalen Girokonto belassen, da dieses keinerlei Zinsen bringt. Sie verschenken in diesem Fall bares Geld, wenn es auch nicht sehr viel ist, aber wie heißt es doch so schön: Kleinvieh macht auch Mist. Es lohnt sicher allerdings auch nur, wenn die hereinkommenden Zinserträge höher sind als die Inflationsrate nebst eventuell anfallender Gebühren. Aktuell (Stand 2018) liegt der Zins eines Tagesgeldkontos bei geringen 0,01 Prozent, der für Festgeld beginnt, je nach Bank und Zeitraum, bei 1,2 Prozent. Dass Sie allein bei einem Tagesgeld von 0,01 Prozent Geld verlieren, steht außer Frage. Sie sehen, man muss verdammt aufpassen, auch bei der sicheren Anlage Tages- oder Festgeld.

Ausländische Banken

Ausländische Banken locken gern mit besonders lukrativen Renditen, aber Vorsicht: diese Banken haben oftmals keine Rückversicherung für Sie, d.h. wenn die Bank Pleite geht, ist im schlimmsten Fall auch Ihr Geld futsch. Sollten Sie etwas risikobereiter sein, wird sich die Bank gern mit Ihnen hinsetzen und einen Anlageplan ausarbeiten. Hier locken allerdings auch weitaus annehmbare Zinsen auf Ihr geparktes Kapital. Das Geld zu streuen ist auch eine empfehlenswerte Variante. In jedem Fall sollten Sie mehrere Angebote vergleichen, bevor Sie sich festlegen, aber auch ein wenig im Internet recherchieren.

Kurz und bündig

Tagesgeld ist nicht an eine bestimmte Anlagehöhe gebunden sowie auch nicht an eine bestimmte Laufzeit. Der Anleger kann jederzeit darauf zurückgreifen, in voller Höhe. Dafür sind die Zinsen oft sehr klein.
Das Festgeld ist auf eine Mindesteinzahlungssumme und auf eine bestimmte Laufzeit festgesetzt. Hier profitieren Sie allerdings von einem höheren Zinssatz.
Beide Anlageformen gelten als sehr sicher, da sie auch bei einer Bankauflösung durch europäische Einlagerungs-Sicherheitsfonds abgesichert ist. Zu beachten gilt es, dass dem Gewinn eventuelle Bankgebühren sowie die Inflation gegenüber stehen. Über eine Kombination beider Anlageformen informiert Sie sicher die in Frage kommende Bank.

Schreibjunkie, am 15.10.2018
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Bildquelle:
Foto © degussa (Krügerrand - die beliebteste Goldanlagemünze der Welt)

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