Wie kam ich zu Zumba?

Ich lebe seit Sommer 2010 im Hochsauerland und habe mich mittlerweile gut eingelebt. Nach fast drei Jahren im Fitnesscenter wurde ich im August letzten Jahres auf Zumba aufmerksam und bewunderte immer wieder die Tänze. Ich informierte mich im Internet über diesen Fitnesstanz und schaute mir einige Tanzvideos auf Youtube an, bevor ich mich traute in den Zumba-Kurs zu gehen.

Ich kann mich noch sehr genau an meine erste Zumba-Stunde erinnern, denn als einziger Mann im Kurs kassierte ich überraschte Blicke. Die Blicke machten mir nichts und tanzte einfach mit indem ich den Tanzschritten der Zumba-Instruktorin folgte. Nach der Stunde war ich erst mal ziemlich geschafft aber merkte sofort dass mich das Tanzfieber gepackt hatte. Meine Stimmung war spitzenmäßig und war energiegeladen. Zuhause schaute ich mir sofort weitere Zumba-Tanzvideos an und tanzte die Choreographien nach.

Ich nehme mittlerweile an zwei Zumba-Kursen teil. Einmal jeden Mittwoch an Zumba und Freitag an Latin Zumba. Beide Kurse machen mir echt Laune und kann bereits fünf bis acht Choreographien auswendig. Meine Lieblingssongs sind "Gimme, Gimme, Gimme" (Beenie Man), "Juntos Los Dos", "El Blablaso", "Jumpin Up" (Sushy), "Dale Dale", "Rumba Buena", "Fiesta Buena", "El Jefe", "El Ritmo No perdona", "All around the World" und natürlich "Danca da Maozinha". 

Wenn ich tanze, dann richte ich mich zwar nach den Tanzschritten der Zumba-Trainerin aber finde meinen eigenen Rhythmus. Man muss bei Zumba nicht stur der Instruktorin folgen sondern sollte auf sein inneres Gefühl hören und die Musik regelrecht spüren. Kaum höre ich einen der genannten Zumba-Songs beginne ich auch schon die gelernte Choreographie zu tanzen.

Zumba-Song "All Around the World" (man beachte die Frau in der dritten Reihe im rosa Top)

Wie sich Zumba positiv auf mein Leben auswirkte

Vor meiner Entdeckung von Zumba war ich immer zu nachdenklich, hatte nur ein mittleres Selbstbewusstsein und traute mich nicht auf jedes Event oder Party zu gehen. Jetzt ein halbes Jahr später bin ich deutlich selbstbewusster geworden, gehe auf praktisch jedes Event hier im Ort und tanze für mein Leben gerne.

Ich kann sagen, dass für mich der lateinamerikanische Fitnesstanz Zumba sozusagen der Türöffner zu einem höheren Selbstbewusstsein ist. Wo ich früher eher am Rand der Tanzfläche stand, stehe ich heute mittendrin, tanze mit und unterhalte mich mit Leuten. Ich lasse mich von Rückschlägen und Enttäuschungen nicht runterdrücken sondern bleibe positiv gestimmt. Wenn ich schlechte Laune habe, reicht es einen Zumba-Song zu hören oder kurz eine Choreographie zu tanzen und schon ist die gute Stimmung wieder da. Als erfreulichen Nebeneffekt habe ich abgenommen und fühle mich wohler. Der Spaß steht bei mir bei Zumba im Vordergrund und weniger der hohe Kalorienverbrauch.

Das Tanzen macht mir allgemein Freude und hätte vielleicht schon so vor zehn oder fünfzehn Jahren damit anfangen sollen. Ich sehe Zumba und das Tanzen quasi als einen der Schlüssel zu einem glücklichen zufriedenen und befreiten Leben. Ich gehe mittlerweile nach dem Motto "Nicht nachdenken sondern machen" anstatt wie früher darüber nachzudenken ob ich zum Beispiel zum örtlichen Schützenfest gehen soll. Ja, durch Zumba hat sich vieles geändert bei mir und darüber bin ich sehr froh.

Bildquelle: Eigenes Foto

Was ist Zumba? Welche Kleidung passt?

Viele werden sich fragen was Zumba ist. Nun, in den 1990er-Jahren hatte der Trainer Alberto "Beto" Perez aus Kolumbien seine Musikkassette zuhause vergessen und musste eine Lösung finden. Im Auto fand er nur eine Musik-CD mit lateinamerikanischer Musik und improvisierte in seinem Aerobic-Kurs. Die Geburtsstunde von Zumba. Heute zählt der Fitnesstanz weltweit über 12 Millionen Teilnehmer in 125 Ländern und gewinnt immer stärker an Beliebtheit. Getanzt werden die Tanzstile Merengue, Reggaeton, Rock 'n' Roll, Cumbia, Cha Cha Cha, Flamenco, Belly Dance, Hip Hop, Soca, Salsa und Samba. Ich persönlich mag Reggaeton, Cumbia, Merengue und Rock 'n' Roll am liebsten.

Die Zumba-Kurse werden fast überall angeboten und finde ich gut, da Zumba einem Freude, Spaß und Stimmung vermittelt. Das Motto lautet "Ditch the Workout and join the Party" (Kick den Workout und komm zur Party) und ist Programm. Die Freude am Tanzen und nicht die Verbissenheit eines klassischen Workouts steht im Mittelpunkt. Immer schön locker bleiben, die Musik auf sich wirken lassen und tanzen. Es kommt nicht auf eine perfekte Choreographie an sondern darauf, die innere Balance und den eigenen Tanzrhythmus zu finden. Die eigenen Tanzschritte gilt es nur gegenüber der Zumba-Instruktorin anzupassen unter Berücksichtigung des eigenen persönlichen inneren Tempos.

Welche Kleidung passt am besten?
Für Zumba gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Kleidung, die durch Alberto "Beto" Perez Unternehmen Zumba Fitness LLC lizensiert worden und daher sehr teuer sind. Die Original Zumba-Kleidung kann direkt online bestellt werden und weist eine hochwertige Qualität in der Verarbeitung auf. Alternativ empfiehlt sich ein Trikot, schwarze Jogginghose und Sportschuhe. Die Sportschuhe sollten eine dicke Sohle oder geteilte Sohle haben. Bei einer geteilten Sohle können die Drehbewegungen leichter erfolgen als mit einer klassischen Sportsohle. Die Füße werden geschont und eventuelle Schmerzen minimiert oder treten durch Auswahl des richtigen Schuhwerks erst gar nicht auf. Ich habe mich für eine Jogginghose der Marke Erima, ein Puma Trikot und Rumpf Tanzschuhe entschieden. In der Zwischenzeit bin ich bei den Tanzschuhen auf die französische Schuhmarke Glagla umgestiegen. Die Schuhe sind belüftet, sind leichter zu tragen und hat das Gefühl kein Schuhwerk zu tragen. Die vorherigen Tanzschuh-Modelle waren zwar gut aber hatten ihre Schwächen, wie aufgehende Schnürsenkel (was sehr nervig während einer Zumba-Stunde sein kann) und die Füße schmerzten ein wenig. Bei meinen jetzigen Dance Sneakern waren keine Fußschmerzen festzustellen und die Füße sind kaum verschwitzt. Ich finde verschwitzte Füße schrecklich und war einer der Gründe für den Umstieg auf Glagla Tanzschuhe.

Wie wird man Zumba-Instructor?

Ein Zumba-Instructor zeichnet sich für die Choreographien verantwortlich und nur mit einer gültigen Instruktor-Lizenz dürfen Zumba-Kurse gegeben werden. Die Kosten für einen Instructor-Lehrgang für Zumba Basic belaufen sich auf 300 bis 350 Euro und nach Abschluss darf man praktisch sofort loslegen. Als Gegenleistung erhält der Zumba-Instructor regelmäßig aktuelle Songs, Choreographien und weiteres Material durch den Lizenzgeber Zumba Fitness LLC zur Verfügung gestellt.

Momentan kann jeder ein Zumba-Trainer werden, da es bisher kein vorgeschaltetes Qualitätssystem gibt welches eine gleichbleibende Qualität der künftigen Zumba-Lehrer/innen gewährleistet. Wer bereits eine abgeschlossene Trainer-Ausbildung hat und auf Tanz-Erfahrung verweisen kann hat gute Chancen den Lehrgang mit Erfolg zu bestehen. Je besser die Erfahrung desto feinfühliger kann der Instructor auf einzelne Teilnehmer eingehen und sollte nicht nur stur sein Tanzprogramm abspulen. Jeder Zumba-Trainer muss neue Choreographien einstudieren damit es im Kurs nicht langweilig wird. Körperlich fit sollte man auf jeden Fall sein, wenn man überlegt Zumba-Instructor zu werden. Ich könnte mir durchaus vorstellen einen Zumba-Kurs nebenberuflich zu leiten, weil mir Zumba einfach Spaß macht aber mir fehlt eine Trainer-Ausbildung und habe nur eine geringe bis mittlere Tanzerfahrung.

Infoblogger, am 22.01.2014
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Bildquelle:
Honey91 / Pixelio (Handstand lernen - Ein Tutorial für Anfänger)

Autor seit 5 Jahren
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