Personen

Frl. Lint - die Lehrerin

 

Fr. Lindt

 

Sie ist Lehrerin der Unterstufe und wirkt sehr proper. Modisch ein wenig bieder, hübsch frisiert und stets sanft und freundlich. 

Interessant ist die Rolle Fräulein Lindts, die hier in einer überaus engen Position ist. Da wäre zunächst die Frage, welche Verbindung sie zu Steiner hatte bzw. ob sie wirklich nur ganz oberflächliche Informationen hat? Daneben scheint Fräulein Lindt nicht wirklich viele Verehrer zu haben, ob es an ihrem fragwürdigen Hintergrund liegt. Ob dies eine Art Isolationssituation ist?

Handlung

 

Olympiastadion Berlin

 

Der Chef des Services, Herr Pol (Alec Guiness), trifft sich mit Mr. Quiller. Metzler ist tot, Jones ist tot. Er muss ersetzt werden, deshalb setzt man Mr. Quiller an. Die Operationsbasis wäre von Interesse. Aber kein Befehl, nur eine Anfrage, die in den nächsten fünf Minuten beantwortet werden muss.

 

 

Hotel Königshof

 

Der dunkelblonde, fesche, aber einfache Agent Quiller, wird beobachtet. Er kauft sich eine Zeitung und sieht, wie ein Kerl ihm folgt. Er identifiziert auch eine Dame. In einem Buchladen hängt er die beiden ab. Doch dann dreht er den Spieß um und folgt er dem Verfolger, in den Laden "Zum blauen Affen". Der Mann sagt, er sei sein "Cover". Ein ziemlich affektiertes Gespräch entwickelt sich. Er übergibt ihm "Information", die einen arrestierten Lehrer betrifft.

 

In einer Bowlingbahn sucht er Spuren des toten Agenten Jones. Danach ist er im Hallenbad – aber er wird recht flott als Nicht-bebadehoster-Besucher des Ortes verwiesen. Daraufhin besucht er die Schule, aber gibt sich als Journalist aus, wo er nach "Nazi-Informationen" sucht, nach Infos zu Steiner. Er trifft die Lehrerin Fräulein Lint (Senta Berger), die die Stelle Steiners übernommen hat. Irgendwie schmeißt er sich an sie ran, sie ist aber nicht wirklich abgeneigt. Wieder ertappt er ein Spitzel, das ihn beobachtet. Danach wird der Spitzel von einem andern Spitzel unterstützt und ein weiteres Spitzel ist auch gleich vor Ort. (Spitze!) Die Konfrontation endet friedlich. Doch so schnell lassen sich die nicht abschütteln Es folgt ein anderer dem Amerikaner in einem Mercedes-Cabrio, bremst ihn in seinem roten Flitzer aus, doch wenn er den nicht hat, verfolgen ihn andere. Offenbar kleben eine ganze Menge Leute an seinen Fersen. Dann bemerkt er, dass ihm schwindlig wird. Der zweite Doppelspitzelwagen hält neben ihm, sein Mind geht in die Knie. Ob es K.O.-Tropfen sind oder nur die Aura der Verfolger?

 

Er erwacht in einem alten Palast oder einer Villa, die/der schon bessere Tage gesehen hat. Offenbar hat er Bekanntschaft mit dem Arzt gemacht, der sich auf Wahrheitsseren versteht. Er ist vor einem noch viel blonderen Kerl namens Oktober zu sich gekommen, der ihn nun ausfragt, aber er will die Infos, die ihm entlockt wurden, verwirren. Oktober spricht gut englisch, wenn auch mit Akzent.

 

Picture-Review

Auftrag: Quiller (li.) soll von Jones übernehmen

Critics

Was das immer wieder ist mit den Wahrheitsserum? Folter hat ein neues Gesicht, es ist lang, scharf geschnitten, blauäugig und hellblond. Wenn dieser Kerl nicht so irritierend fröhlich wäre! Und das obwohl jeder in Quillers Situation, verfolgt und beobachtet, sich wünschen würde, so gefasst zu reagieren. Bewundernswert frech und doch diplomatisch.

 

Und offenbar hat er noch nicht mal ein absehbares Ende in seiner "Injection-Session", schließlich soll er sterben, nachdem er ohnmächtig gemacht wurde. Was nun unter Agenten anscheinend als freiwildlicher Ausleseprozess begonnen hat, nimmt überraschend eine Wendung, als man feststellt, dass man sich seitens der Briten eines Amerikaners bediente.

 

Es ist nicht realistisch, dass er überall unterkommt und alle problemlos bezahlen kann. In vielen praktischen Fällen sind die Gegenspieler nicht so generös, meist sind sie kleinlich, rachsüchtig und kaum jemals zufriedenzustellen, denn der Sadismus kennt keine Grenzen. Es sind immer wieder die Unschuldigen, es sind immer wieder die, die keine angemessene Lobby haben, kein Gehör finden, die den größten Preis zahlen. Ist es also überhaupt so gut, die Arbeit der Agenten so zu überhöhen? Schließlich ist der Verschleiß an Ressourcen enorm! Taking care ist etwas, das nicht zum Agenten-Image passt. Wie ist das in der Wirklichkeit?

Autor seit 1 Jahr
65 Seiten
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