Ist Mehrwert mehr wert?

Jetzt stehe ich hier (sagt man halt so, natürlich sitze ich) und habe keine Ahnung was ich wirklich tun soll. Mein Vorhaben ist klar umrissen und die Einleitung reicht eigentlich völlig aus, um genau das auch jedem zu vermitteln. Dieser Artikel soll über Facebook und Co. möglichst viele Besucher erreichen. Ein klares Ziel. Psy soll sich ruhig schon mal warm anziehen! Naja, Hochmut kommt vor dem Fall heißt es bekanntlich, aber egal. Nun, was ist zu tun, wenn doch eigentlich schon alles gesagt, respektive geschrieben ist? Mehrwert soll hier schließlich keiner erzeugt werden. Nichts leichter als das, sollte man meinen. Doch selbst ein Text ohne Mehrwert muss geschrieben werden, sprich die Seite hier muss voll werden. Gut nur, dass hierfür kein Geld für teure Tinte ausgegeben werden muss. Auch gut, das Pagewizz ein kostenloses Autorenportal ist, auf dem jeder schreiben kann (fast) was er will. Selbst einen solch unsinnigen Text wie diesen. Wobei, eigentlich sollten die Texte hier durchaus Sinn ergeben und ein bestimmtes Niveau halten, sonst werden sie nämlich zur Überarbeitung zurückgegeben und in Ausnahmefällen sogar gesperrt. Möge mir dies erspart bleiben …

Übrigens, wenn auch Sie gerne Texte schreiben oder vielleicht schon welche in der Schublade liegen haben und veröffentlichen möchten, können Sie sich so wie ich auch, kostenlos und völlig unkompliziert bei Pagewizz anmelden. Ganz einfach geht das zum Beispiel über diesen Link.

War das etwa schon zuviel Mehrwert? Na gut, ich zügle mich, denn ich möchte ja nicht, dass jemand meint, es könnte ihn in den folgenden Zeilen noch irgendetwas Interessantes erwarten und sich womöglich genötigt fühlen, weiterzulesen. Denn eigentlich sollte er ja nur auf den »Like me-Button« etc. klicken und diese geistigen Ergüsse mit all seinen Freunden teilen, die ihr ganzes Leben nur genau darauf gewartet haben.

Also, fülle ich halt nochmals ein wenig die Seite mit vielen kleinen schwarzen Zeichen, die zusammengesetzt Wörter, ja ganze Sätze ergeben, wenngleich deren Inhaltliches Gewicht doch mehr als spärlich ist. Vielleicht noch ein paar Gedanken über den mangelnden Mehrwert? Genau, häufig sollen Artikel nicht nur gelesen werden, sondern zugleich ein wenig Geld abwerfen, was am einfachsten mit Werbung, sprich Provision geht. Schreibt man einen Artikel wie diesen, ist es doch eher unwahrscheinlich, dass jemand ausgerechnet auf ein beworbenes Produkt, das nicht im Entferntesten im Zusammenhang mit dem Thema steht, klickt oder sich von den Google-Anzeigen verführen lässt. Also, keine Einnahmen. Keine Einnahmen, keine Abgaben, sprich Steuern. Das kann ja dann doch wohl nur bedeuten, dass bei einem Artikel ohne Mehrwert auch keine Mehrwertsteuer anfällt. Wenn das mal kein echtes und zugleich völlig legales Steuersparmodell ist! Ich glaube, ich werde hierzu unbedingt ein Buch veröffentlichen müssen. »Efes' einzigartiges Steuresparmodell. Meine erste Million durch gezielten Einkommensverzicht«. Ich sehe mich schon heute auf der Spiegel-Bestseller-Liste und mich auf den Bühnen der Republik stehen, um den Leuten aufmunternd entgegenzubrüllen »Wollt auch Ihr eure erste Million? – tschakka!«. Und wenn ich dann zu einer Veranstaltung des FC Bayern München als Referent eingeladen werde, dann gehe ich da hin. Wenn man Wissen vermitteln kann, sollte man dies tun.

Warum einem sinnlosen Text zum Erfolg verhelfen?

Sie lesen immer noch? Ui, Respekt! Sie beweisen Durchhaltevermögen und Leidensfähigkeit. Das bedeutet aber auch, dass Sie diesen Artikel noch immer nicht mit all Ihren Freunden geteilt haben. Stimmt, gell? Nun gut, das bedeutet für mich, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten. Warum sollte man ausgerechnet einen inhaltslosen Text wählen?

O.k. eine echte Antwort habe ich hierfür auch nicht, außer der, dass ich einen persönlichen Besucherrekord erreichen möchte. Aber mal ehrlich: Wie oft präsentieren Politiker in Interviews, in Reden, in Talk-Shows oder auf Hochglanz-Flyern tatsächlich Texte mit Inhalt und werden trotzdem gewählt? Das könnte doch Anreiz sein. Dabei hat dieser Text hier bei weitem keine solch schwerwiegende Folgen, wie manches Geblubber jener hohen Damen und Herren. Nein, ich stimme hier nicht in den allgemeinen und unreflektierten Gesang gegen die Politik ein und bin auch keinesfalls politikverdrossen, aber irgendwie muss ich Sie doch dazu bringen endlich diesen Facebook, Twitter, Google+…Knopf zu drücken. Was muss ich denn noch alles tun, um Sie zu überzeugen?

So, ich scrolle nach oben und stelle fest, ganz allmählich füllt sich die Seite und ebenso allmählich kehrt ein gewisses Maß an Zufriedenheit ein. Aber nun habe ich mich an dieses sinnfreie Tippen schon so gewöhnt, eigentlich möchte ich gar nicht aufhören. Wenn's halt läuft, dann läuft es halt. Und da ich feststelle, dass Sie immer noch auf dieser Seite verweilen, scheint es Ihnen ganz ähnlich zu gehen. Vielleicht besteht ja eine Seelenverwandtschaft zwischen uns. Einziger Unterschied vielleicht: Ich habe diesen Artikel bereits auf Facebook geteilt …

Nun gut, wer so tapfer durchhält wie Sie, dem gebührt ein ordentliches Maß an Anerkennung und Dank, alleine schon fürs Hiersein. Und ich finde, ein kleiner aufmunternder Lohn sollte da durchaus auch drin sein. Deshalb hier ein kleines Spaßfilmchen auf Youtube, das zwar genauso wenig mit diesem Artikel zu tun hat wie die Werbung, dafür aber nur und ganz alleine für Sie da ist, da es im Gegensatz zum Anklicken der Werbung absolut gar nichts abwirft. Das haben Sie sich einfach verdient!

Zum Durchatmen

Wer ist Efes und warum schreibt er sinnfreies Zeug?

Geht es vielleicht noch etwas genauer als »Erstens und Zweitens«? Nun ja, Efes ist Schreiberling über den es eigentlich nicht allzu viel zu berichten gibt, was irgendjemanden interessieren könnte. Als Autor durch Zufall auf Pagewizz aufmerksam geworden, hat er sich in dieses Autorenportal verliebt, weil es hier so schön schnuckelig zugeht und sich gaaaaanz viele liebe und liebenswerte Autorenkollegen tummeln. Namen nenne ich keine, weil ich keinen vergessen möchte. Aber wer sich hier anmeldet, hat die Möglichkeit all die netten Menschen die hinter den Buchstaben stehen, kennen zu lernen. Ansonsten gibt es von Efes auf Pagewizz bisher etwas über 300 Artikel zu den unterschiedlichsten Themen, von denen er entweder Ahnung oder auch nur eine Meinung hat. Darunter gibt es Artikel die sind relativ erfolgreich und andere, die interessieren kein Schwein auf diesem Planeten.

Warum Efes so sinnfreies Zeug schreibt? Also ich hoffe und denke mal, das die bisherigen Artikel nicht sinnfrei waren. Sicher gibt es bessere als auch schlechtere darunter, aber irgendein Sinn steckte immer dahinter. Genau genommen steckt ja auch in diesem scheinbar sinnfreien Artikel ein Sinn, vielleicht sogar der größte Sinn überhaupt (gibt es das denn in der deutschen Sprache, »den größten Sinn«?). Sie wissen es etwa noch nicht, und das obwohl Sie bis hier unten gelesen haben? Ah, ich verstehe, Sie sind Quereinsteiger. Also auch Ihnen kurz erklärt: Diesen Artikel einfach in den Sozialen Netzwerken teilen und damit Efes seinen persönlichen Besucherrekord bescheren. So einfach ist das.

Stellt sich nur noch die Frage, wie man auf so einen Unfug kommt. Hat der Mann keine anderen Ziele. Doch. Aber die sind hier und jetzt egal. Manchmal hat man einfach gar keine andere Wahl, wenn sich einem ein bestimmter Gedanke gewissermaßen aufdrängt, dann muss er schnell raus, bevor es im Kopf zu einer bösen Vereiterung kommt. Schreiben auf Pagewizz ist also durchaus auch als eine Form von Therapie zu verstehen. In diesem Fall war es so: Beim Öffnen einer Bügelflasche Hacker Pschorr gestern Abend, schien alles noch ganz normal, nichts ungewöhnliches, keine Schmerzen, keine allzu wirren Gedanken und keinerlei unangenehme Körpergerüche. Auch beim Einschenken in das geschwungene Glas gab es keinerlei Anzeichen von Veränderung, noch nicht einmal beim Anblick der entzückenden Schaumkrone, die gleichermaßen zum Trinken einladend, wie ob ihrer Schönheit zum Trinken zu schade schien. Dann jedoch, der Flüssigkeitsspiegel im Glas senkte sich etwa zur Hälfte, was im Körper den gegenläufigen Effekt hatte, schien sich ganz allmählich ein nur vage zu erkennender Gedanke in die nun für ungewöhnliche Ideen empfänglicher werdenden supranasalen Windungen einzuschleichen. Nachdem der erste Vorgang wiederholt war, und der letzte Schluck auch das zweite Glas auf gewohntem ebenso wie bewährtem Wege verließ, waren jene Windungen gänzlich kritiklos und der Beschluss gefasst. Morgen schreibe ich meinen sinnfreisten Artikel auf Pagewizz der zugleich zu meinen persönlichen Besucherrekord führen muss. And here we are!

Diesen Artikel habe ich mit Freunden geteilt weil …
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