„Transformers“ ist eine technisch überarbeitete Neuauflage von „Transformers: The Movie“

"Transformers" bietet die gleiche Story und den gleichen Filminhalt wie der Kinofilm "Transformers: The Movie" aus dem Jahr 1986 – einfach nur technisch überarbeitet. Auch im Auswahlmenü heißt der Anime "Transformers: The Movie". Er wurde vom Widescreen Format in das 4:3 Bildformat umgearbeitet und animiert. Damals war der Film finanziell gesehen ein Desaster, da er weltweit in den Kinos bei 6 Millionen Dollar Produktionskosten nur rund 5.849.647 Dollar einspielte. Am Eröffnungswochenende spielte "Transformers: The Movie" trotz des Starts auf 990 Kinoleinwände nur rund 1.78 Millionen Dollar ein. Kurzum, "Transformers" ist der gleiche Film im neuen Animationsgewand.

„Transformers“- gelungene Oldschool-Animationen versus enttäuschender Synchronisation

Die technisch überarbeitete Neuauflage von "Transformers: The Movie", welche pünktlich kurz vor dem Start der Realverfilmung von "Transformers" erschien, erhielt in der animierten Fassung on "Transformers" nur durchschnittliche Wertungen. Ein herber Schlag für den Gehörnerv ist die deutsche Synchronisation. Die Transformers klingen in der deutschen Tonspur von "Transfomers" nicht wie tonnenschwere, waffenstarrende Kampfmaschinen, sondern wie atemlose Teenager, die Helium geschnüffelt haben. Die Schwächen beim deutschen Satzbau und der Grammatik sind in "Transformers" für den Zuschauer gleichermaßen störend wie verstörend. Dieses Schlamassel der deutschen Fassung von "Transformers" wird von der guten englischen Tonspur ausgebessert, welche einem das Gefühl von Kampfmaschinen vermittelt. Allerdings fehlen hier die deutschen Untertitel komplett. Der synthetisierte Technorock von Vince Di Cola liefert eine solide musikalische Untermalung zum industriellen Maschinenambiente des Films. Die Animationen selbst sind am Alter des Originals gemessen gut gelungen und stellen die industrielle Maschinenthematik gut nach.

Der Anime „Transformers“ ist nur mit Hintergrundwissen für den Seher verständlich

"Transformers: The Movie" basiert auf der gleichnamigen animierten Zeichentrickserie und setzt für das Verständnis des Film zumindest Grundkenntnisse der Fernsehserie "Transformers" und Hintergrundwissen über das Transformer-Universum voraus. Als Brücke zwischen der zweiten und dritten Staffel der Fernsehserie "Transformers" dient "Transformers. The Movie". Um Platz für eine neue Generation von Transformers zu schaffen, mussten in "Transformers: The Movie" viele altbekannte Transformer sterben und ausrangiert werden. Die Verständnisschwierigkeiten beginnen deshalb bei den fertigen Charakteren denen die langsame Charakterentwicklung innerhalb der Zeichentrickserie fehlt und endet bei den Fachbegriffen des Transformeruniversums, die im Film vorkommen. Ohne dieses Hintergrundwissen ist der Film wie eine Suppe ohne Salz – fade im Geschmack. Mit dem Hintergrundwissen ist der Film für Kenner der Serie einfach nur empfehlenswert – sofern die englische Tonspur gewählt wird.

CADoerr, am 22.08.2013
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Bildquelle:
http://www.amazon.de (Horrorfilme: Nach wahrer Begebenheit oder frei erfunden?)

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