Welche Symptome macht eine Tuberkulose?

Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfchen-Infektion. Wenn ein Erkankter spricht, niest oder hustet werden Erreger in kleinsten Tröpfchen in die Luft übertragen, so dass andere Personen diese Erreger einatmen können. Etwa 6-8 Wochen nachdem die Infektion erfolgt ist, kommt es zu den ersten Symptomen.

Zu Beginn sind die Beschwerden eher unspezifisch. Das heißt, sie sprechen nicht deutlich für eine Tuberkulose. Die Erkrankten haben leicht erhöhte Temperatur, schwitzen nachts sehr viel, sind appetitlos und matt.

In einem späteren Krankheitsstadium kommt es zu Husten und dazu, dass der Tuberkulose-Kranke Blut oder einen gelblich-grünen Schleim abhustet.

Möglich sind auch Schmerzen im Brustraum, die abhängig von der Atmung auftreten, sowie Atemnot und Schwellungen der lokalen Lymphknoten.

Neben der Lunge können bei der Tuberkulose auch andere Organe im weiteren Verlauf befallen werden, wenn sich der Erreger über das Blut verbreitet.

Bei diesen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden:

  • Husten, der länger als 3 Wochen andauert

  • starkes, nächtliches Schwitzen

  • mäßiges Fieber von mehr als 38 Grad

  • ungewollte starke Gewichtsabnahme

 

Für wen ist die Tuberkulose gefährlich?

Menschen mit einem starken Immunsystem können dem Tuberkulose-Erreger ausgesetzt sein ohne zu erkranken. Das Bakterium verbleibt allerdings im Körper, so daß es die Erkrankung auslösen kann, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Besonders gefährdet sind daher Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Das Immunsystem ist geschwächt:

  • bei einer HIV-Infektion

  • Diabetes

  • bei organtransplantierten Menschen

  • in der Schwangerschaft

  • bei Mangelernährung

  • bei Alkoholkranken

  • bei alten Menschen

Bricht bei immunschwachen Personen die Tuberkulose auf, so ist der Verlauf oft tödlich. Daher ist eine frühe Diagnose und ein früher Beginn einer Therapie immens wichtig.

 

Welche Therapie gibt es?

Da es immer mehr resistente Erreger-Stämme gibt, wird die Therapie schwierig.

Die Erkrankten müssen über mehrere Monate einen wahren Medikamenten-Cocktail zu sich nehmen. Die Therapie ist teilweise von schweren Nebenwirkungen begleitet, so dass die Therapie oft nicht über den gesamten Zeitraum durchgeführt wird. Die Medikamente werden in vielen Fällen verfrüht abgesetzt und die Tuberkulose kann nicht richtig ausheilen.  

Autor seit 4 Jahren
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