Das CO2 lagert sich oberhalb der ...

Das CO2 lagert sich oberhalb der Wolken ab (Bild: us privat)

Wie schadet der Flugverkehr der Umwelt?

Der Klimawandel ist in alle Munde. Seine Auswirkungen sind auch vor unserer Haustür mit der Zunahme von immer mehr Extremwetterlagen zu spüren. Ein Kriterium für den Treibhauseffekt ist der Ausstoß von CO2. Kohlendioxid wird nicht nur durch die Industrie in die Luft gepustet. Der Flugzeugverkehr ist zu rund 3,5 Prozent bis neun Prozent am Treibhauseffekt mit verantwortlich. Er belastet die Umwelt durch das Verbrennen von Kerosin. Dadurch entsteht Kohlendioxid. Pro Passagier werden rund drei Liter Kerosin auf 100 km benötigt. Dabei werden 380 g CO2 erzeugt. Ein modernes Auto stößt auf dieser Strecke gerade einmal 100-200 g CO2 aus. Wer in der Business-Klasse fliegt, der erzeugt dadurch, dass er mehr Platz für sich beansprucht, 40 Prozent mehr CO2. Fliegen ist doppelt klimaschädlich, da die Schadstoffe in großen Höhen ausgestoßen werden, entstehen Schleierwolken und Kondensstreifen. Sie tragen stärker zur Erderwärmung bei, weil sie eine Isolierschicht bilden, welche die Abstrahlung der Wärme von der Erdoberfläche verhindert. Für eine Tonne CO2 werden mit dem Flugzeug 300 km, mit dem Auto 7000 km und mit der Bahn 17.000 km zurückgelegt.

 

Was können Passagiere tun?

Für die meisten Fluggesellschaften gibt es ein Umweltranking, das über den Ausstoß von Treibhausgasen informiert. Die 2005 gegründete Organisation Atmosfair setzt sich für die Reduzierung der Klimabelastung durch den zunehmenden Flugverkehr ein. Atmosfair ging 2004 aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums unter Jürgen Trittin und Klaus Töpfer hervor. Das Grundanliegen war, nicht nur die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter, sondern auch die Passagiere in die Pflicht zum Umweltschutz zu nehmen.

 

Wie funktioniert das?

Mit einer freiwilligen Spende von Fluggästen werden Klimaschutzprojekte finanziert. Das Geld wird in den Ausbau von Solarenergie, Wasserkraft- und Biomasse gesteckt. Ziel ist es, an anderer Stelle Treibhausgase einzusparen. Eine Plattform dafür sind Entwicklungsländer, wo gleichzeitig Armut abgebaut und eine nachhaltige Entwicklung gefördert wird. Flugreisende müssen nicht den gesamten Betrag einer Ausgleichszahlung zahlen. Auch Teilbeträge sind möglich. Der Klimaschutzbetrag wird bei der Buchung der Reise fällig. Über die Spende wird eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt ausgefertigt. Wie viel CO2 ein Flug verursacht, das kann unter www.atmosfair.de nachgelesen werden. Die Menge des CO2-Ausstoßes ist neben der Flugstrecke auch von der Reisedauer abhängig.

 

Über Atmosfair

Auf der Homepage des Umweltprojektes finden sich viele prominente Unterstützer sowie informative und kritische Berichte aus dem Medien. Es ist möglich, selbst einen Vorschlag für ein Klimaschutzprojekt zu unterbreiten. Klimafreundliche Reiseveranstalter und Tipps zum klimafreundlichen Reisen sind jedezeit abrufbar. In internationalen Rankings zu Genauigkeit der Emissionsberechnungen und zum Preis der Ausgleichzahlungen findet sich Atmosfair immer unter den Top-Anbietern. Hapag-Lloyd beteiligt sich als einziger Veranstalter für Schiffsreisen an den Ausgleichszahlungen. Der Veranstalter übernimmt ein Viertel des freiwilligen Betrages seiner Gäste.

Autor seit 4 Jahren
9 Seiten
Laden ...
Fehler!